ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO & DER BLAUE REITER – Zürich, Werk 21 (28.04.2017)

Ordo Rosarius Equilibrio, © Dietmar Grabs
Ordo Rosarius Equilibrio, © Dietmar Grabs
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Man hätte als Überschrift auch sagen können: Ein Wochenende mit Ordo Rosarius Equilibrio und der Blaue Reiter – eine Reise in zwei Akten. So ging es am Freitagmorgen los mit dem IC-Bus, um durch das Schneetreiben nach Zürich zu fahren, wo am Bahnhof bereits der Kollege Dietmar wartete, bevor es am Abend weiter ins Werk 21 des Clubs Dynamo ging, um dem Doppelheadliner-Konzert besagter zwei Bands beizuwohnen, bei der als Support auch The Troika mit von der Partie waren. Nach und nach füllte sich der Club, bis mit leichter Verzögerung der erste Act die Bühne betrat.

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The Troika eröffneten zunächst atmosphärisch, aber auch der Martial-Charakter war schnell in den Stücken zu merken. So waren eben nicht nur Gitarre und Bass, sondern auch Schlagwerk auf der Bühne, zudem atmosphärische Klänge, all das untermalt von einer Videoprojektion hinter der Bühne. Einen großen Teil des Sets machte dabei das bald erscheinende Album The Moon Looked Down On Her aus, von dem Stücke wie A Graveyard In Winter und The Iron Rose schon einmal einen guten Vorgeschmack boten auf das, was da in Kürze zu erwarten ist. Ritual, Martial und ein düster-treibender Grundton im Sound machten die Band zu einem gelungenen Opener des Abends.

Setlist THE TROIKA – Zürich, Werk 21 (28.04.2017):

01. Midwinter’s Eve
02. Karthago
03. A Graveyard In Winter
04. Command And Control
05. In Nomine
06. The Iron Rose
07. A White Rose From Eternity
08. The God Of Lies And Deceit

Es folgten Der Blaue Reiter aus Barcelona, die in Dreierbesetzung mit viel Schlagwerk antraten, um ihren – wie sie es nennen – Apocalyptic Ambient zu präsentieren. Mit einem Set, das vor allem das aktuelle Album Fragments Of Life, Love & War in den Mittelpunkt stellte, zeigten sie gut, wie passend diese Bezeichnung ist. Eröffnet mit ambienten Klängen wurde eine direkt recht apokalyptische Atmosphäre aufgebaut, dazu die Marsch-artigen Trommeln und Reflektionen vom Angesicht des Todes. Keine leichte Kost, was bei der Thematik rund um den Ersten Weltkrieg sicherlich auch nicht zu erwarten ist. Was die Band dabei aber sehr gut schafft ist, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Neben der Musik kommt auch die sympathische Art der Band gut an, die sich zwischen dramatischen Stücken wie No Love Exist In Time Of War sichtlich begeistert beim Publikum bedankt und dabei mehr als einmal das Lächeln ob der Resonanz der Anwesenden auf den Lippen hat. Zwischendurch und gerade zum Ende des Sets hin begegneten auch immer mal Stücke der früheren Werke, die gut in den Abend passten, bis das nur als limitierte Single erhältliche Dies De Cendra den Auftritt beendete. Man hatte direkt Lust auf mehr – und hatte die erfreuliche Aussicht, dass dieses Mehr ja einen Abend schon später auf dem Programm stand.

Setlist DER BLAUE REITER – Zürich, Werk 21 (28.04.2017):

01. Intro
02. Summoning The Glare Of Death
03. Conquest Of Glory
04. No Love Exist In Times Of War
05. Eyes Of The Lost
06. World Domination
07. Fragments Of Life, Love & War
08. The Beginning Of The End
09. The Odyssey In Blindness
10. The Fall Of Light
11. Dies De Cendra

Ein letzter Umbau und es war soweit: Ordo Rosarius Equilibrio betraten in Band-Besetzung zu fünft die Bühne und legten los. Dabei eröffneten sie zunächst mit verhalteneren Stücken, die die Spannung gut aufrechterhielten. Stücke wie Do Angels Never Cry and Heaven Never Fall? oder auch Reaping The Fallen, The First Harvest waren da unter anderem mit dabei und es dauerte ein bisschen, bis das Publikum sozusagen „in Fahrt” kam. Das Tempo wurde in der Folge angezogen und so begegnete dann auch ein Stück wie In High Heels Through Nights Of Broken Glass im ungewohnt treibenden Gewand. Inzwischen war man mittendrin im Set der Schweden, die mit „Hits“ wie Hell Is Where The Heart Is – The Gospel Of Tomas und A Song 4 Hate & Devotion begeistern konnten, aber auch Titel des aktuellen Werks Vision:Libertine – The Hangman’s Triad wie beispielsweise The Misanthropic Polygamist (How Gods Dream) überzeugten.

Mit I M B E C I L E – My Idiot Lover ging es langsam auf die Zielgerade, aber dass mit A World Not So Beautiful (A Song 4 The Emperor) Schluss ist, war nicht zu erwarten. Natürlich kam die Band auch für Zugaben noch einmal wieder, bis First Death (Every Man is a Moth to the Flame) den Abend würdig beendete.

Ein gelungener Abend, der direkt Lust auf mehr machte. Wie gut, dass man für den folgenden Abend bereits das Ashes ov Angels Festival in Augsburg im Hinterkopf hatte und direkt wieder in den Vorfreude-Modus wechseln konnte.

Setlist ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO – Zürich, Werk 21 (28.04.2017):

01. Intro – Liturgy of Six
02. Nature seeking Equilibrium, War for the Principle of Balance
03. Do Angels never cry, and Heaven never fall?
04. Reaping the Fallen, the second Harvest
05. A Man without War is a Man without Peace
06. The Tribalism of Tribadism (Evil Men have no Songs)
07. The Misantrpoic Polygamist (How Gods dream)
08. In High Heels through Nights of broken Glass
09. Hell is where the Heart is – The Gospel of Tomas
10. Lost Forever in the Blitzkrieg of Roses
11. Vision Libertine, the Magnificence of Nihilism
12. Where I stand on the Holy Mountain (and pray 4 the War)
13. I M B E C I L E, My Idiot Lover
14. Three is an Orgy, Four is Forever
15. A Song 4 Hate & Devotion
17. A World not so Beautiful (A Song 4 the Emperor)
18. I Glorify Myself, The Perplexity of Hybris (Z)
19. First Death (Every Man is a Moth to the Flame) (Z)

Vision: Libertine-the Hangman’s Triad (Dlx 2cd)

Preis: EUR 22,97

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