NELLY FURTADO – The Ride

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Unsere Bewertung

8 Gesamtnote

Gesamtnote

Erfolg allein macht nicht glücklich. Eine Erfahrung, die auch Nelly Furtado machen musste. Nach fünf Alben mit insgesamt über 16 Millionen verkauften Exemplaren und einem gut laufenden eigenen Label (Nelstar Entertainment), bei der sie sich um weitere Künstler kümmerte, merkte sie irgendwann: „Ich hab zu oft den Business-Hut aufgehabt.“ Das eigene künstlerische Interesse blieb auf der Strecke, es folgte der Druck, schlichtweg zu funktionieren, das Ergebnis: eine handfeste Depression. Der Weg daraus war dann eine dieser Geschichten, die nur die Musik schreiben kann. Sie fuhr zum Plattenladen eines Freundes, schlug vor, dort ein wenig zu arbeiten und konnte die Liebe zur Musik schnell wiederentdecken.

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So war nicht nur die Liebe zur Musik wiederentdeckt, sondern auch die eigene künstlerische Ader wiederbelebt, ohne dabei den Fokus auf „Karriere“ zu setzen. Stattdessen: Herzblut. Heißt natürlich nicht, dass Eingängigkeit und co. auf der Strecke geblieben sind, aber der Drang, eine Chart-trächtige Single dabei zu haben, ist nicht anzutreffen. Es ist schon eher ein Indie-Album geworden, das zwar seine „catchy“ Momente hat, aber auch nicht immer leichte Kost ist. Cold Hard Truth als Opener beispielsweise ist dröhnend-rumpelnder Elektro-Pop mit verschrobener Note, das folgende Flatline ist zwar auch gewissermaßen Pop, aber viel zu nachdenklich dabei, um sich für eine Mainstream-Zielgruppe empfehlen zu wollen.

Aber neben diesen dröhnenden Elektro-Momenten wie auch in Paris Sun hat sich Nelly Furtado auch ihren Pop-Appeal gewahrt. Das harmonisch nach vorne gehende Magic beispielsweise bietet einen harmonischen Pop-Song. Auch das ruhigere Tap Dancing ist angenehme Pop-Musik, die trotz des ernsten Inhalts – dem Drang, ständig die Entertainerin sein zu müssen – erstaunlich leichtfüßig begegnet. Wenn sie will, kann sie es eben. Und da sind wir dann an dem Punkt angelangt, der das Album eben ausmacht: Nelly Furtado macht hier, was sie will. Das kann rumpeln, poltern, hier und da gar auch mal verstören, aber eben auch eingängig sein. Nur dass eben kein Erfolgsrezept dahintersteckt, sondern einfach nur eine unverstellte Nelly Furtado. Und ebendiese hat hier ein sehr gelungenes Album entstehen lassen.

Tracklist NELLY FURTADO – The Ride:

01. Cold Hard Truth
02. Flatline
03. Carnival Games
04. Live
05. Paris Sun
06. Sticks And Stones
07. Magic
08. Pipe Dreams
09. Palaces
10. Tap Dancing
11. Right Road
12. Phoenix

Weblinks NELLY FURTADO:

Homepage: www.nellyfurtado.com
Facebook: www.facebook.com/nellyfurtado
Twitter: www.twitter.com/nellyfurtado

The Ride

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