CLOSET DISCO QUEEN – München, Unter Deck (27.03.2017)

Closet Disco Queen, © Marius Meyer
Closet Disco Queen, © Marius Meyer
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Ursprünglich waren Closet Disco Queen mal eine Spontangründung. Luc Hess und Jona Nido wollten auf einem Festival spontan für eine ausgefallene Band einspringen. Geboren waren Closet Disco Queen, die dann doch weit mehr als eine Eintagsfliege wurden. Das merkten auch andere Bands und so nahmen die Progressive Metal-Giganten von Baroness die Band mit auf Tour über den halben Erdball. Dabei spielten sie 2016 auch in München, wohin es sie nun erneut verschlug. Diesmal jedoch nicht als Support-Act, sondern als Headliner. Als Veranstaltungsort hat man das beschauliche Unter Deck gewählt, wo sie zusammen mit Ironkid einen gelungenen Abend bestritten.

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Letztere eröffneten dann auch den Abend mit ihren druckvollen Rocksounds den Abend auf der kleinen Bühne des Unter Deck und präsentierten sich musikalisch zwar anders als der Hauptact, aber dennoch sehr passend. Wuchtige Gitarrensounds, treibende Drums, hin und wieder mit einer Spur Progressive in den Riffs, dazu eine gut dosierte Aggression. Eindeutig: Hier traf eine Band den Nerv des Publikums. Etwa eine Dreiviertelstunde spielten die Münchner und boten dabei einen guten Überblick über ihr Schaffen. Stücke wie Education, Ramba Zamba oder auch Scottish verfehlten ihre Wirkung nicht. Das Motto „Raus aus der Gesellschaft, rein in den Rock!“ wurde auf der Bühne überzeugend mit Leben gefüllt.

Setlist IRONKID – München, Unter Deck (27.03.2017):

01. Hole
02. Education
03. Ramba Zamba
04. Wonderland
05. All hands
06. Salem
07. Queen
08. Scottish
09. Stereo

Es folgten bald Closet Disco Queen, die jüngst mit Sexy Audio Deviance for Punk Bums eine neue EP veröffentlicht haben, die auch den Einstieg in diesen Abend darstellte. Wie auch die EP eröffneten sie ihr Set mit Ninjaune. Erneut war man überrascht, wie das Duo es schafft, mit seinen bloß zwei Instrumenten – Schlagzeug und Gitarre – einen so dichten Sound zu erschaffen und auch mit konsequentem Verzicht auf Gesang derartig vielschichtig zu klingen. Ausufernde Arrangements mit Riffs, Melodieläufen, peitschenden Schlagzeugklängen und einem zumeist sehr hohen Tempo. Und live vor allem auch das: laut! Aber das stand dem Sound an diesem Abend auch sehr gut.

El Moustachito an zweiter Stelle folgte noch der EP, das dritte der drei Stücke (Délicieux) folgte später, zudem gab es dann noch einige Stücke aus dem bisherigen Output der Band. Wobei ein Merkmal der Stücke ist, dass sie gerne mal lang und verschachtelt sind. Progressiv-psychedelisch, getränkt in einen 70s-Krautrock-Sound, angereichert um einige Stoner-Elemente laden sie dazu ein, sich in ihnen zu verlieren, was die Musiker auch auf der Bühne gut vormachen. Man merkt: Sie leben den Sound, den sie da kreieren. Das Stück Black Saber beispielsweise mit seinen zwölf Minuten kann das gut zeigen, wie das gemeint ist. Ebendieses Stück beendete an achter Stelle auch das Set. Es war spät, aber das lange Dableiben hat sich gelohnt. Die kleinen Augen und dröhnenden Ohren trug man am nächsten Morgen mit Stolz.

Setlist CLOSET DISCO QUEEN – München, Unter Deck (27.03.2017):

01. Ninjaune
02. El Moustachito
03. Black Sorbet
04. Délicieux
05. IYD (In Your Dreams)
06. The Shag Wag
07. Le Soucieux Toucan
08. Black Saber

Weblinks CLOSET DISCO QUEEN:

Facebook: www.facebook.com/closetdiscoqueen
Label: www.hummus-records.com

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