THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT – Metanoia

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GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

7

Gesamtnote

Ätherischer Pagan-Folk aus einer anderen Welt …

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Stellt Euch Musik vor, die sich anhört, als wĂ€re sie komponiert worden fĂŒr Ein Sommernachtstraum von Shakespeare oder die tröstenden Momente in Pans Labyrinth. Man öffnet einfach eine TĂŒr an einem altertĂŒmlichen Schrank, tritt hindurch und befindet sich inmitten einer Lichtung im Wald. Alles ist friedlich, das einzige Licht spenden Mond, Sterne und ein Schwarm GlĂŒhwĂŒrmchen, es duftet nach Moos und SchlĂŒsselblumen, Grillen zirpen und die Szenerie wird bevölkert von Panen, Feen, Satyren und allerlei anderen MĂ€rchen- oder Sagengestalten – eine Zauberwelt, ein Ort, den man nur herbeitrĂ€umen kann. Genau die Art von Musik erschaffen The Moon And The Nightspirit.

Ágnes TĂłth und Mihaly Szabo grĂŒndeten The Moon And The Nightspirit 2003. Zwei Jahre spĂ€ter erschien das Debutalbum Of Dreams Forgotten And Fables Untold, damals noch hauptsĂ€chlich in englischer Sprache. 12 Jahre sind seitdem vergangen und das Duo stellt mit Metanoia nun ihr sechstes Studioalbum vor. Metanoia steht zugleich fĂŒr Initiation, RĂŒckkehr und Wiedergeburt. Es ist eine „RĂŒckkehr zum unberĂŒhrten und reinen Pfad des kristallenen Daseins“, sagt die Band und obwohl sich Metanoia ein wenig dunkler als seine VorgĂ€ngerwerke anfĂŒhlt, entfĂŒhren die Ungarn ihre Zuhörer wieder an verwunschene Orte, an die man nur zu gern fliehen möchte.

Das gelingt The Moon And The Nightspirit zu einen durch den gelungenen Einsatz weniger bekannter, eher in der Weltmusik beheimateter Instrumente wie dem Morin Khuur oder dem hammered dulcimer, deren vertrĂ€umten Arrangements aus Raum und Zeit gefallen zu sein scheinen. Zum anderen sind es die Stimmen von Ágnes TĂłth und Mihaly Szabo (deutlich besser als auf den vorangegangenen Alben!): die eine zerbrechlich und Ă€therisch, die andere dunkel und kraftvoll. Komplettiert wird das mĂ€rchenhafte ƒuvre durch das bezaubernde Artwork, das Ágnes TĂłth fĂŒr das Album entworfen hat und die mystisch philosophische Phantasiereise gekonnt visualisiert.

Der musikalische Eskapismus stellt sich also auch auf Metanoia ein. Bis auf das treibende rituelle MystĂ©rion Mega gelingt es der Band jedoch nicht, Akzente auf dem Album und leider auch gegenĂŒber den VorgĂ€ngeralben zu setzen. Die meisterlich gespielten und ausgetĂŒftelt diffizilen Melodiengespinste greifen ĂŒber alle Titel hinweg ineinander, lassen den Geist wegdriften und sich in den Arrangements verlieren. Ehe man sich versieht, ist das Album auch schon zu Ende und man meint aus einem Traum zu erwachen. An einen einzelnen Titel fĂŒr sich jedoch erinnert man sich nicht.

Metanoia ist am 17. MÀrz bei Auerbach TontrÀger / prophecy productions erschienen.

Anspieltipp: Mystérion Mega

Tracklist THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT – Metanoia:

01. A Hajnal Köszöntése
02. Az Elsö TĂŒndĂ©r MegidĂ©zĂ©se
03. Mystérion Mega
04. Kilenc Hid
05. A FĂ©ny Diadala
06. Metanoia
07. Kristålymezök
08. Hen Panta Einai (Minden Egy)

Weblinks THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT:

Homepage: www.themoonandthenightspirit.com
Facebook: www.facebook.com/TheMoonAndTheNightspirit
Bandcamp: the-moon-and-the-nightspirit.bandcamp.com

Metanoia

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