CARL CARLTON – Woodstock & Wonderland Live

GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

8

Gesamtnote

Udo Lindenberg, Westernhagen, Wolfgang Niedecken, Peter Maffay, Joe Cocker, Willy DeVille, Robert Palmer – sie alle haben verschiedene Gemeinsamkeiten. Nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner, dass alle Musiker sind/waren, sondern vor allem, dass sie mit Carl Carlton schon einmal zusammengearbeitet haben. Dabei ist Carl Carlton eigentlich weit mehr als ein Mitmusiker oder „Sidekick“… Vielmehr ist er ein begnadeter Musiker, der fĂŒr das brennt, was er macht. Angefangen hat es fĂŒr den gebĂŒrtigen Ostfriesen im Jahr 1969, als er im Langeooger Inselkino den Film Easy Rider sah, wo auch The Weight zu hören war. Ein StĂŒck, das ihn nicht mehr los ließ und nun, schlanke 48 Jahre spĂ€ter, ist es Bestandteil der Live-Doppel-CD Woodstock & Wonderland Live, auf dem der Musiker vielen Kollegen und Vorbildern die Ehre erweist, aber auch eigene StĂŒcke zum Besten gibt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Vor allem bluest es immer wieder gewaltig, wenn Carl Carlton auf diesem Album in die Saiten greift. Er schafft es, den StĂŒcken seinen eigenen Stempel aufzudrĂŒcken, ohne den Originalen in irgendeiner Weise etwas anzutun. Bruce Springsteen beispielsweise wird sicherlich keine Bauchschmerzen dabei haben, Carltons Version von Atlantic City zu hören, das hier in einer entspannten Version begegnet und auch auf einer LĂ€nge von sechs Minuten dabei nicht langweilig wird. Apropos sechs Minuten: Es fĂ€llt auf, dass die Arrangements gerne mal lang sind – der Opener Woodstock bringt es gar auf ĂŒber zehn Minuten. Das Angenehme daran: Man merkt es gar nicht, wie die Zeit vergeht. Wie der Musiker sich in den StĂŒcken verliert, so tut es auch der Hörer. Die Kombination der gespielten StĂŒcke und der individuellen Carlton-Note, kann immer wieder begeistern. Bob Dylans The Times They Are A-Changin’ zeigt es mit seinem Piano und den klaren Gitarrenlinien auch sehr gut.

In der Aufnahme zu Wonderland begegnen dann auch mehr eigene Kompositionen Carl Carltons. Little Men In The Radio als ruhiges GitarrenstĂŒck mit harmonischen Piano-KlĂ€ngen und eingĂ€ngigem Chorus steht da gut Pate fĂŒr. Oder auch das im mittleren Tempo zu verortende Toast To Freedom, bei dem man merkt, dass hier einer eins mit seinen KlĂ€ngen ist, sodass der Funke auch auf den Hörer ĂŒberspringt. Faszinierend ist dabei auch, dass immer eine klare Linie zu erkennen ist. Zwar gibt es hier Cover-Versionen – wobei der Begriff „Interpretation“ hier gerechtfertigter escheint – und eigene StĂŒcke, aber es klingt alles wie aus einem Guss. Genau das ist die große StĂ€rke des Albums! Wer gut gemachte Gitarrenmusik im gemĂ€ĂŸigterem Tempo mag, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Tracklist CARL CARLTON – Woodstock & Wonderland Live:

CD 1
01. Woodstock
02. The Weight
03. Cissy Strut
04. Don’t DO It
05. Atlantic City
06. Little Red Shoes
07. Further On Up The Road
08. The Times They Are A-Changin’
09. Annie

CD 2
01. Moonlight In New York
02. Little Men In The Radio
03. Strawberry Letter #23
04. Mutineer
05. Sailin’ Shoes
06. Invincible
07. Toast To Freedom
08. Good To Be Alive

Weblinks CARL CARLTON:

Homepage: www.carlcarlton.de
Facebook: www.facebook.com/carlcarltonofficial
Twitter: www.twitter.com/carlakosman

Woodstock & Wonderland Live

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