BIRDPEN – MĂŒnchen, Ampere (20.03.2017)

BirdPen, © Marius Meyer (Handy-Foto)
BirdPen, © Marius Meyer (Handy-Foto)
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Eine große Geste der Band um Mike Bird und Dave Pen, frĂŒh in der Show bekanntzugeben, dass der Auftritt einer Dame gewidmet ist, die gar nicht im Publikum ist. Denn: Sie hatte es geplant, sie war da, die Gesundheit machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Im Vorlauf des Konzerts, als sich das Ampere langsam fĂŒllte, wurden auf einmal ein Arzt oder medizinisches Personal besucht. Eine Zuschauerin war zusammengebrochen, musste behandelt werden, bis sie anschließend von den SanitĂ€tern geholt wurde. Etwas, das offenbar auch der Band naheging – schließlich hatte sich hier jemand auf sie gefreut. Löblich ist dabei auch das MĂŒnchner Publikum zu erwĂ€hnen: Statt Schaulustigkeit gepaart mit „klugen“ RatschlĂ€gen zu prĂ€sentieren, ließ man die Dame in Ruhe ließ man die Helfer in Ruhe helfen.

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Groß war nicht nur die Geste, sondern auch die Show, bei der man verwundert war, warum nur schĂ€tzungsweise um die 60 Zuschauer an diesem Abend den Weg zur Location fanden. Ohne Support-Act ging die Band um die beiden Mitglieder von Archive gegen 20:50 Uhr auf die BĂŒhne und eröffnete mit dem Titeltrack des aktuellen Albums O‘ Mighty Vision. Zielstrebige GitarrenklĂ€nge, verdichtete Indie-Sounds, die eine NĂ€he zum Dreampop suchen und elektronische Einsprengsel – das ist es, was BirdPen an diesem Abend ausmacht. Gern darf es auch ein wenig poltern dabei, was das auf den Opener folgende, schnell gespielte The Chairman zeigt – das der Chronologie des aktuellen Albums folgt. Dass es auch auf diesem gerne mal ausufernd zugeht, zeigte The Solution Is The Route Of All My Problems mit einer Spieldauer von ĂŒber zehn Minuten, bei der dennoch nie der Spannungsbogen verloren ging. Die shoegazige Verhangenheit trug zum Bogen hier ergĂ€nzend bei.

Auch wenn insgesamt das aktuelle Album im Vordergrund stand, wurde auch ein kleiner Blick in die frĂŒheren Werke gewĂ€hrt. They’re Coming To Take You Away beispielsweise konnte hier ĂŒberzeugen, oder auch das trotz mittleren Tempos treibende Into The Blacklight. Letzteres wurde gefolgt von Off, das inzwischen rund zehn Jahre auf dem Buckel, aber nichts von seiner Wirkung eingebĂŒĂŸt hat. Gleichermaßen war es auch das vermeintlich letzte StĂŒck des Abends. Vermeintlich natĂŒrlich nur – fĂŒr zwei StĂŒcke kam die Band noch einmal zurĂŒck. Mit The Underground war man noch einmal beim aktuellen Album, das leicht dĂŒstere Only The Names Change, noch einmal eines der frĂŒheren Werke der Band, beendete den Konzertabend. Einen, der mit seinen etwa 70 Minuten Spieldauer vielleicht nicht ausufernd lang war, aber einen, der dafĂŒr in jeder Sekunde den Zuschauer in seinen  Bann ziehen konnte. Hoffentlich ist das Publikum beim nĂ€chsten Mal grĂ¶ĂŸer – verdient hat es die Band!

Setlist BIRDPEN – MĂŒnchen, Ampere (20.03.2017):

01. O’ Mighty Vision
02. The Chairman
03. Toolkit
04. The Solution Is The Route Of All My Problems
05. Lifeline
06. They’re Coming To Take You Away
07. Dance To The End
08. Into The Blacklight
09. Off
10. The Underground (Z)
11. Only The Names Change (Z)

Weblinks BIRDPEN:

Homepage: www.birdpen.com
Facebook: www.facebook.com/birdpen
Twitter: www.twitter.com/birdpen

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