Reingehört Februar 2017: DEPECHE MODE / THE HISTORY OF COLOUR TV / WAITING IN VAIN / XAVIER DARCY

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Jeden Monat erreichen uns eine Vielzahl von Neuveröffentlichungen und getreu des Mottos „So many records – so little time“ wĂŒrden die meisten davon untergehen. In unserer Rubrik >Reingehört< stellen wir Euch daher einige Releases im „Schnelldurchlauf“ vor:

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

DEPECHE MODE – Where’s The Revolution

Mit (gefĂŒhlt) viel Brimborium hatten Depeche Mode im letzten Oktober neues Material angekĂŒndigt. Und so wurde die neue Single Where’s The Revolution sehnlichst erwartet, Anfang Februar war es dann endlich soweit. Musikalisch könnte der Titel nicht passender sein, denn revolutionĂ€r ist das hier sicherlich nicht, klingt Where’s The Revolution doch stilistisch eher, als wĂ€re es vom letzten Album noch ĂŒbrig geblieben. Das soll aber nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass der Song natĂŒrlich wieder eingĂ€ngig und durchaus mitreißend ist, sich der eine oder andere interessante Sound tief in die GehörgĂ€nge brennt und vor allem der Text durchaus zu ĂŒberzeugen weiß. Man darf gespannt sein, ob dieser Titel die Richtung des kommenden neuen Albums Spirit schon vorgibt, oder dieses womöglich, als Antwort auf die Frage im Singletitel, komplett anders ausfallen wird. (Website deutsch: www.depechemode.de/, Website englisch: www.depechemode.com/, Facebook: www.facebook.com/depechemode/) – Michael Gamon

Where’s the Revolution

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THE HISTORY OF COLOUR TV – Something Like Eternity

Neues von The History Of Colour TV, die mit ihrem dritten Album Something Like Eternity mal wieder neue Wege beschreiten. Ging es auf frĂŒheren Veröffentlichungen zumeist eher krachig zu, so lĂ€sst es Mastermind Jaike Stambach dieses Mal etwas ruhiger angehen. Zwar scheint der Dream Pop und Shoegaze der VorgĂ€nger auch weiterhin beizeiten wie bei Broken Trip durch, wird aber nicht mehr so stark ausgelebt, hĂ€lt sich bedeckter und stattdessen lĂ€sst sich das neue Werk eher im amerikanischen Indie Rock mit mal mehr, mal weniger Pop Appeal verorten. Die 11 Songs wurden weitestgehend live und unbehandelt eingespielt, was ihnen einen interessanten Charme verleiht. Zumal die oftmals fast zerbrechlich wirkende Stimme Jaikes einen interessanten Gegenpol zu den, an den American Underground erinnernden, rohen und noisigen Gitarren darstellt. Dies tritt besonders beim balladesken Days Numbered zu Tage, wirkt sich aber auf jeden einzelnen Song aus. Durch die vielfach verwendeten Dynamikwechsel, selbst innerhalb der jeweiligen Songs, bleibt Something Like Eternity stets spannend. Gerade Fans von Acts wie HĂŒsker Du, Buffalo Tom oder den frĂŒheren Lemonheads -aber natĂŒrlich auch diejenigen, die The History Of Colour TV bereits zuvor schon zu schĂ€tzen wussten- sollten hier mindestens ein Ohr riskieren, es lohnt sich! (Homepage: http://www.thehistoryofcolourtv.com/#/, Facebook: https://www.facebook.com/TheHistoryOfColourTV/) – Michael Gamon

Something Like Eternity [Vinyl LP]

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WAITING IN VAIN – Evolution

AtmosphĂ€risch beginnt das dritte Album von Waiting In Vain mit Evolutionary (From F to K) bevor der Track Fahrt aufnimmt. Mit insgesamt 9 Songs prĂ€sentieren die Dresdener ihre Form von Electronic-Rock. Das Ganze ist zwar nicht unbedingt innovativ und auch in der MelodiefĂŒhrung sind einige Ecken erkennbar, doch zumindest bemĂŒhen sich die Sachsen um Abwechslung und so geht es mal rockig und mal eher elektrifiziert zu. Sucht man nach Eckpunkten, fallen mir je nach Track diverse Bands aus dem breiten Spannungsfeld von Zeromancer bis Mono Inc. und von Apoptygma Berzerk bis hin zu Blutengel ein, Letztere vor allem immer dann, wenn es zweistimmig und sogar zweisprachig wird. Leider habe ich aber genau mit diesen beiden Stimmen arge Probleme, was den Genuss des Albums zum Teil merklich hemmt und mir zeitweise gar ein Schmunzeln abringt. Anspieltipp ist das wohlig aufgebaute Awake Again, das allerdings bereits aus dem Jahre 2011 stammt. (Homepage: http://waiting-in-vain.com/, Facebook: www.facebook.com/WiVofficial/) – Michael Gamon

Awake Again

Preis: EUR 1,29

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XAVIER DARCY – Darcy

Xavier Darcy ist ein 21-jĂ€hriger Brite, den es vor wenigen Jahren nach MĂŒnchen verschlagen hat. Hier nahm er zunĂ€chst 2 EPs in Eigenregie auf, konnte viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen und auch die ersten Fernsehauftritte, u.a. bei Inas Nacht, ließen nicht lange auf sich warten. Nun ist mit Darcy sein DebĂŒtalbum erschienen, auf dem er seine Vorstellung des Pop verbreitet. Diese ist beizeiten von Soul und Funk beeinflusst und sein, ein wenig an Ed Kowalczyk (Live) oder Feargal Sharkey (The Undertones) erinnerndes Organ, mit zum Teil leichtem Rod Stewart-Reibeisen-Einschlag, besitzt einen durchaus hohen Wiedererkennungswert. Die Songs sind trotz zum Teil sozialkritischen Lyrics sehr eingĂ€ngig, was auch zugleich den vielleicht grĂ¶ĂŸten Wehrmutstropfen darstellt, denn oft wirkt der „Hitfaktor“ der einzelnen Songs ein wenig gewollt, als habe Xavier Darcy versucht, möglichst viele Erfolgsrezepte der aktuellen Popmusik mit ins DebĂŒt einfließen zu lassen. So entstanden OhrwĂŒrmer, die sich einprĂ€gen, vielleicht wĂ€re weniger an mancher Stelle aber mehr gewesen. Freunde aktueller Popmusik mit Rockelementen sollten aber unbedingt mal in Darcy reinhören. (Homepage: http://xavierdarcy.com/, Facebook: www.facebook.com/xavierdarcy/) – Michael Gamon

Darcy

Preis: EUR 9,49

5.0 von 5 Sternen (1 Kundenbewertungen)

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