FAELEND – Ninielle

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GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

9 Musik

10 EigenstÀndigkeit

Fast rituell beginnt das langerwartete Faelend DebĂŒtalbum Ninielle beim Titelsong, bevor Gitarrensounds aus dem elektrifizierten Instrument Ben CrabĂĄns den Chorgesang durchbrechen. Schon dieser Track zeigt, wie vielseitig die Musik der wohl ersten ernstzunehmenden Tolkien-Band ist, die auf ihrem DebĂŒt 13 starke Songs in englischer, aber auch in der elbischen Sprache Sindarin prĂ€sentiert und den Hörer dabei in die fantastische Welt Mittelerdes entfĂŒhrt. Angelehnt an die Geschichten von J.R.R. Tolkien lassen Faelend uns ganz tief in ihr Universum eintauchen und obwohl sie solch unterschiedliche Musikstile wie Weltmusik, Folk sowie Mittelalter- und Synthiepop verbinden und dabei die vielfĂ€ltigsten Instrumente von Gitarre und Synthesizer ĂŒber Geige bis hin zur japanischen Koto und der chinesischen Pipa aufbieten, klingt hier alles wie aus einem Guss. Gerade die beeindruckende Stimme von SĂ€ngerin AnĂłriel zieht uns immer wieder in ihren Bann, ein Eindruck der durch mehrstimmige Passagen sogar noch weiter verstĂ€rkt wird.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

WĂ€hrend gerade noch zu I Esgal (Gollum’s Woe), das auf dem von Faelends Ádalon in Persona seines Alter Egos Asmodi Caligari geschriebenen EGOamp-Song The Veil basiert, getanzt wurde, halten wir beim nachfolgenden Faelend (Revised) zunĂ€chst ganz tief inne und lauschen gebannt den beschwörenden Worten AnĂłriels, die uns wenig spĂ€ter in einen Tanzreigen einstimmen lassen. Lind em-mĂŽr (LĂșthien and Beren) ist eine gefĂŒhlvolle Folkballade und mĂŒndet in das orientalisch angehauchte, beschwingte GĂșren bĂȘd enni (My heart tells me). Es folgt Children of IlĂșvatar I (Eldar) und damit der erste Teil einer Songtrilogie, die es mir ganz besonders angetan hat. Kurz unterbrochen vom leicht jazzig-bluesigen After The Rain (Eiliant) geht es schon mit Teil II (Edain) weiter, welches die einmalige AtmosphĂ€re der Faelend-Songs noch deutlicher zum Vorschein bringt. Gedanklich schwingt man nun wie in Trance mit dem ganzen Körper und Geist mit und lĂ€sst sich fallen, bevor Falling Stars (Gil-Estel) mit fröhlicheren KlĂ€ngen fĂŒr Bewegung sorgt. Die drei experimentellen Teile der Avari-Trilogie unterstreichen noch einmal die großartigen musikalischen FĂ€higkeiten der Band und lĂ€uten leider auch schon das Ende des DebĂŒts ein, das seine Vollendung im instrumentalen Ninielle: Epilogue findet.

Children of IlĂșvatar – Music from Middle Earth

Preis: EUR 10,00

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Das DebĂŒt von Faelend ist genau so geworden, wie man es sich nach der ersten EP Children of IlĂșvatar – Music from Middle Earth erhoffen durfte. EigenstĂ€ndige, abwechslungsreiche Musik mit Anspruch, die zwar vordergrĂŒndig vor allem Fans der Tolkien-Werke anspricht, aber auch unabhĂ€ngig davon bestens funktioniert. Wer folkig-mittelalterlichen KlĂ€ngen nicht vollkommen abgeneigt ist, sollte unbedingt nicht nur eins, sondern gleich beide Ohren riskieren, er wird es nicht bereuen!

Tracklist FAELEND – Ninielle:

01. Ninielle (NiĂ©nor and TĂșrin)
02. I Esgal (GollumÂŽs Woe)
03. Faelend (Revised)
04. Lind em-mĂŽr (LĂșthien and Beren)
05. GĂșren bĂȘd enni (My heart tells me)
06. Children of IlĂșvatar I (Eldar)
07. After the rain (Eiliant)
08. Children of IlĂșvatar II (Edain)
09. Falling stars (Gil-Estel)
10. Avari Lullaby: Ainulindalë
11. Avari Dance: Echui
12. Avari Night: Fuin
13. Ninielle: Epilogue

Das Album kann auf der Bandhomepage https://www.faelend.de/ auf CD bestellt werden. Digital gibt es Ninielle zudem auf BANDCAMP

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