DOOL – Here Now, There Then

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GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

10 Gesamtnote

“Female fronted hardrock – giftig und auf den Punkt”

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

Große Erwartungen warfen ihre Schatten voraus.

Obwohl die Hard-Rock Formation erst im letzten Jahr aus der Taufe gehoben wurde, verdienten sich Dool bereits erste Vorschusslorbeeren bei zahlreichen Festivals. Die Spannung und Neugier auf den neuen Geheimtipp aus dem niederlĂ€ndischen Untergrund wuchs. Das verwundert ein wenig, sind die Dool-Protagonisten selbst lĂ€ngst keine Unbekannten mehr. So geht ein okkultes Oeuvre der Rhytmusfraktion voraus, denn ihre Sporen verdienten sich Job van de Zande (Bass) und Micha Haring (Schlagzeug) bereits bei niemanden geringeren als den DĂŒster-Rockern von The Devil’s Blood. FĂŒr die hypnotischen, wie dynamischen Gitarrenlinien zeichnen sich Nick Polak (Gold) und Reinier Vermeulen (The New Media) verantwortlich. Das Quintett wird komplettiert durch Ryanne van Dorst (Elle Bandita), eine der schillernsten und berĂŒchtigsten Stimmen der niederlĂ€ndischen Szene.

Van Dorst drĂŒckt Dool nicht allein durch ihr Songwriting ihren Stempel auf, sondern auch durch ihre bemerkenswerte Stimme, die in den Songs sowohl sanft und zerbrechlich als auch dreckig und röhrig daherkommt. Als musikalischen Einfluss nennen Dool unter anderem Sonic Youth und The Sisters of Mercy, obwohl es mir persönlich schwerfiel letztere im Sound von Here Now, There Then auszumachen. Ohne weitere Anleihen zu bemĂŒhen, die dem Original sowieso selten gerecht werden, könnte man den Sound der NiederlĂ€nder in etwa so beschreiben: roh, aber prĂ€zise, energiegeladen und doch zerbrechlich, wĂŒtend und melancholisch.

„Es geht um TrĂ€ume, Ambitionen und Willenskraft“, erklĂ€rt Ryanne van Dorst Here Now, There Then. Verhaltensmuster werden durchbrochen, Grenzen ĂŒberschritten. Kein anderer Song des Albums steht dafĂŒr so exemplarisch wie Vantablack. Bedrohlich, ausufernd schwelt er heran, GitarrenwĂ€nde tĂŒrmen sich auf. Der Hörer wird an einen Ort gefĂŒhrt, der so viel schwĂ€rzer als schwarz ist, dass er alles Licht zu absorbieren scheint. Ganz anders Death of Love, das von einer zerbrochenen Liebe und der damit verbundenen abgrundtiefen Trauer handelt. Der wohl eingĂ€ngigste Titel des Albums ist das vorwĂ€rts treibende She Goat, bestens geeignet die Clubs zu erobern. Dass Dool aber auch mystisch können, zeigt der bereits vor einigen Monaten als Single erschienene Song Oweynagat. „Die Höhle der Katzen“ soll einmal ein Tor zu einer anderen Welt gewesen sein, in der uralte Geister heute immer noch hausen.

Here Now,There Then

Preis: EUR 15,49

4.7 von 5 Sternen (9 Kundenbewertungen)

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Here Now, There Then ist vielseitig und ambivalent und dabei musikalisch auf höchstem Genre-Niveau. Dool sind eine Band fĂŒr alle, die sich und die Welt immer wieder neu entdecken und hinterfragen, oder wie es die NiederlĂ€nder selbst ausdrĂŒcken: „All those who wander are Dool“.

Here Now, There Then erscheint am 17. Februar 2017 bei prophecy productions.

Anspieltipp: She Goat

Titellist DOOL – Here Now There Then:

01. Vantablack
02. Golden Serpents
03. Words On Paper
04. In Her Darkest Hour
05. Oweynagat
06. The Alpha
07. The Death Of Love
08. She Goat

Weblink Dool:

Webside: http://allthosewhowanderaredool.com
Facebook: http://www.facebook.com/allthosewhowanderaredool
Bandcamp: http://dool-nl.bandcamp.com

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