JENNIFER ROSTOCK – Köln, Palladium (03.02.2017)

Jennifer Rostock, © Markus Hillgärtner
Jennifer Rostock, © Markus Hillgärtner
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Jennifer Rostock sind zurzeit auf großer Genau in diesem Ton Tour und im Rahmen dieser statteten sie am Freitag, den 03. Februar 2017, auch dem ausverkauften Palladium in Köln-Mülheim einen Besuch ab. Mit ihnen waren die Punk-Rocker von Rogers aus dem benachbarten Düsseldorf angereist. Gegen Acht ging es mit dem Düsseldorfer Quartett um Frontmann Chri Hoffmeier los und die legten direkt mit einem Affenzahn vor. Hoch die Tassen machte den Start und stimmte sowohl Publikum als auch Band auf das Set des Openers ein. Selten tritt ein Supportact dermaßen souverän auf und konnte mich direkt auf ganzer Linie überzeugen. Auch wenn der Funken nicht bei allen Zuschauern überspringen konnte, so waren sie doch in der Lage einige neue Fans zu gewinnen.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:
Setlist ROGERS @ Palladium, Köln (03.02.2017)

01. Hoch die Tassen
02. Eure Zeit
03. Allein
04. Ich will weg
05. Immer weiter
06. Vergiss nie
07. Stiller Wunsch
08. Kreuzberger Nächte (Gebrüder Blattschuss Cover)
09. Anders als ihr

Doch nun wurde es Zeit für Jennifer Rostock, auf die alle gewartet hatten. Das Licht ging aus, ein elektronisches Intro zu dem Frontfrau Jennifer Weist lasziv hinter einem Vorhang tanzte und dann fiel der Vorhang unter tosendem Geschrei der Anwesenden und mit Baukräne startete das Hauptprogramm. „Wir sind’s wieder: Eure Jennifer Rostock!“ war die Begrüßung und es wurde nicht viel Zeit verschwendet, sondern mit K.B.A.G. direkt der nächste Hit gezündet, inklusive einem frühen Konfettiregen.

Kopf oder Zahl, Mein Mikrofon die Hitdichte war schon zu Beginn des Abends sehr hoch, ganz zur Freude der Fans, die jeden einzelnen Song gebührend feierten. Während Köln aus voller Kehle sang und feierte sprang auch die Band wild auf der Bühne auf und ab. Allen voran Frontfrau Jennifer Weist, die wie üblich eher weniger als mehr bekleidet war. Dies kommentierte sie gleich zu Beginn damit, dass man als Frau einfach tragen soll was man will – ob fast nichts oder einen Schleier, ganz egal.

Bei Kaleidoskop gab es eine freudige Überraschung, denn Nico Webers von War From A Harlots Mouth begleitet Jennifer Rostock auf dieser Tour. Die Kombination von Jennifers Gesang und Nicos Shouts funktioniert auf CD überraschend gut und auch live ist sie in der Lage die Stimmung weiter anzufachen. Mit einer Überraschung ging es direkt weiter, denn während nach dem Song das Konfetti regnete verschwand die Band und stand plötzlich auf einer kleinen B-Stage am FOH und gab Irgendwo anders und Jenga zum Besten. Keyboarder Johannes „Joe“ Walter-Müller hatte sich eigens für diesen Zweck ein weiteres Keyboard gekauft, welches im Hello Kitty Look daher kam.

Mit Neider machen Leute wurde es dann ein bisschen sportlich, denn das Palladium wurde zum Springen aufgefordert und kam dieser Bitte selbstverständlich nach. Und sportlich ging es auch bei Ein Schmerz und eine Kehle weiter, denn da wurde, während Frontfrau Jennifer eine Regenbogenfahne schwenkte, eine Runde im Circle Pit gedreht.

Nach der ganzen Action wurde es bei Deiche ein wenig stiller. Zeit sich vom Tanzen und Mitgrölen zu erholen, Getränke aufzufüllen und die Feuerzeuge auszupacken. Nach vierzehn Liedern war gegen 22:20 Uhr vorerst Schluss, doch natürlich war es noch nicht vorbei. Neben politischen Ansagen gegen Trump und für’s Wählen bei den Wahlen dieses Jahr gab es noch drei Lieder in der Zugabe und auch Nico durfte für Es war nicht alles schlecht noch einmal rauskommen und ging auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Ein toller Abschluss für ein starkes Konzert, so dachten zumindest viele und verließen das Palladium, doch dann kam mit Hengstin der letzte Kracher und so rannten die Fans scharrenweise für einen allerletzten Song hinein.

Insgesamt 4.000 Fans feierten ihre Jennifer Rostock im ausverkauften Palladium und hatten eine gute Zeit. Sowohl Jennifer und ihre Band als auch der Support Rogers konnten überzeugen.

Setlist JENNIFER ROSTOCK @ Palladium, Köln (03.02.2017)

01. Baukräne
02. K.B.A.G.
03. Kopf oder Zahl
04. Mein Mikrofon
05. Irgendwas ist immer
06. Kaleidoskop
07. Irgendwo anders (Unplugged)
08. Jenga (Unplugged)
09. I love you, but I’ve chosen Dispo
10. Neider machen Leute
11. Feuer
12. Ein Schmerz und eine Kehle
13. Deiche
14. Wir waren hier
15. Wir sind alle nicht von hier (Z)
16. Schlaflos (Z)
17. Es war nicht alles schlecht (Z)
18. Hengstin (ZZ)

Fotos: Markus Hillgärtner

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