BOX AND THE TWINS – Everywhere I Go Is Silence

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Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

9 Gesamtnote

Was lange währt… wird endlich (verdammt) gut!

Anfang 2014 ver√∂ffentlichten die Coctail Twins aus K√∂ln mit Rooms Made Of Dust einen ersten Song auf Bandcamp, dem kurz darauf die erste EP Our Fears folgte. Nur einige Monate sp√§ter wurde der Bandname allerdings bereits wieder zu Grabe getragen, was zum Gl√ľck nicht f√ľr die Band selbst galt. Diese nennt sich seither Box And The Twins und ihre Below Zero EP legte sogleich Zeugnis davon ab, dass die Band, deren Einfl√ľsse sie selbst mit ‚ÄěThe sound of breaking glass‚Äú, ‚ÄěThe rain against your window‚ÄĚ, ‚ÄěThe sound of breaking hearts‚Äú und ‚ÄěMidnight frost‚Äú beschreiben, auch weiterhin ihrem eingeschlagenen Weg w√ľrde folgen werden.

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Jetzt, noch einmal fast zwei Jahre sp√§ter, erschien Anfang November 2016 endlich der erste Longplayer mit dem d√ľsteren Titel Everywhere I Go Is Silence. Doch keine Sorge, Stille erwartet den geneigten H√∂rer auf diesem Werk nur in Ans√§tzen, daf√ľr einige Songs ihrer bisherigen EPs und weiteres, bisher unver√∂ffentlichtes Material. Das Trio kreiert hier vielmehr beeindruckende Soundlandschaften, irgendwo im Spannungsfeld aus Shoegaze, Dream Pop und Wave, und l√§sst den H√∂rer in eine dunkle Traumwelt abtauchen. Der Opener Pale Blue Dot gibt die Marschrichtung vor: Monotone Beats begleiten uns beim Weg ins Innere der tiefsch√ľrfenden Musik, die mit jedem H√∂rdurchlauf neue Strukturen offenbart. √úber allem thront die mysteri√∂se Stimme von Frontfrau Box von D√ľ, die viel Gef√ľhl ausstrahlt und beizeiten fast wie ein zus√§tzliches Instrument wirkt.

War der Beginn schon verhei√üungsvoll, so zeigen Box And The Twins mit den nun nachfolgenden Place Called Nowhere und dem hypnotischen Perfume Well so richtig was sie drauf haben. Auch Birds, Ice Machine und das wundersch√∂ne Sometimes The Waves halten das Niveau ganz weit oben und l√§ngst hat man es sich nach M√∂glichkeit in einem dunklen Raum gem√ľtlich gemacht und gibt sich den Kl√§ngen der K√∂lner hin, w√§hrend helle Blitze die Szenerie gedanklich immer wieder kurz erhellen. Das ruhige, daf√ľr umso intensivere Western Horizon l√§utet dann schon so langsam das Ende unseres kleinen Trips ein, an dessen Ende das intime Notes To The Spiders steht und die Reise beschlie√üt.

Everywhere I Go Is Silence gibt uns einen wundervollen √úberblick √ľber das bisherige Output von Box And The Twins und zeigt wieder einmal auf, dass die schwarze Szene jenseits der √ľblichen Trampelpfade auch noch so manchen sch√∂nen Schleichweg bereith√§lt, den es einzuschlagen lohnt. Begibt man sich auf die Reise ins Box And The Twins Universum, so wird man mit viel Atmosph√§re und echter Musik mit Seele belohnt.

Tracklist BOX AND THE TWINS – Everywhere I Go Is Silence:

01. Pale Blue Dot 05:39
02. Gravity 03:59
03. This Place Called Nowhere 04:40
04. Perfume Well 04:53
05. Hundred Flowers 04:03
06. Birds 04:20
07. Guilty Red 03:39
08. Ice Machine 03:17
09. Sometimes The Waves 04:42
10. Curtains 04:01
11. Western Horizon 04:52
12. (Notes to the Spiders) 02:06

Everywhere I Go Is Silence

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