PROJECT PITCHFORK – Erfurt, Haus der sozialen Dienste (26.11.2016)

Project Pitchfork, © Marius Meyer
Project Pitchfork, © Marius Meyer
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Teil 2 der Tour stand auf dem Programm. Nach einer kurzen Pause, in der Project Pitchforks neues Album Look Up, I’m Down There veröffentlicht wurde, waren bereits Berlin, Rostock und Leipzig auf dem Programm, bevor der Tross in Erfurt Halt machte. Vor ausverkauftem Haus im „Haus der sozialen Dienste“ (ehemals Gewerkschaftshaus) standen Project Pitchfork erneut mit den Support-Acts Extize und Reaper auf dem Programm. Nachdem um 19:30 Uhr der Einlass begann, konnte das Programm zeitig um 20:30 Uhr starten – das Publikum war bereits zahlreich anwesend und in freudiger Erwartung.

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In gewohnter Manier begann es und den Job des Openers übernahmen auch in Erfurt wieder Extize. Ihr selbst bezeichneter Redneck Industrial, nach dem auch das aktuelle Album betitelt ist, konnte bereits gut einheizen. Nicht jedermanns Sache im Publikum, sicher, aber man merkte, dass hinter dem, was dort auf der Bühne gespielt wird, Herzblut und Einsatz steckt. Hellectro-Klänge gepaart mit Country-Einflüssen wurden gespielt, eröffnet mit HillBilly Rage, bei dem gleich die Härte in den Beats der Band deutlich wurde. Dabei wurde auch gerne mal die Nähe zum Publikum gesucht, beispielsweise wenn man zu Lawless Gringo Fahne schwingend vor der Bühne die Menge animiert. Mit Industrial Kombat endete ein Auftritt, der viel Anklang fand und auch die Band zufriedenstimmte. Eine gute Eröffnung.

Setlist EXTIZE – Erfurt, Haus der sozialen Dienste (26.11.2016):

01. HillBilly Rage
02. Ride To The Dark
03. Guns, Gasoline & Cowbell
04. D.E.V.I.L
05. Lawless Gringo
06. Industrial Kombat

Die Vorfreude stieg, es wurde Zeit für Support-Act Nummer 2: Reaper in Gestalt von Vasi Vallis betrat die Bühne und präsentierte vor allem Stücke aus dem neuen Album Babylon Killed The Music. Obwohl der Künstler allein auf der Bühne stand und dabei an einem Pult mit MacBook, Knöpfen und Reglern stand, wurde der Einladung zum Mitgehen gerne gefolgt. Eindeutig: Tanzbar war all das, was da gespielt wurde, vielseitig zudem auch. Mal mit mehr Beat, mal flächiger und gerne auch mal am klassischen Songformat vorbei, aber immer wieder war der rote Faden zu erkennen. Blickte man dabei auf die Bühne, so sah man einen Musiker, der sehr konzentriert bei der Sache war und sich nicht einfach nur hinter seinen Knöpfen versteckte, sondern sich für sein Publikum ins Zeug legte. Die Reaktionen auf das Set bewiesen: Es hat sich gelohnt!

Setlist REAPER – Erfurt, Haus der sozialen Dienste (26.11.2016):

01. Footprints
02. Sechzehn Punkte Plan
03. Cracking Skulls
04. Divide The Sea
05. Altum Silentium
06. Farewell

22 Uhr war es dann soweit und Project Pitchfork betraten die Bühne und direkt mit den ersten Tönen von Blood-Diamond (See Him Running) war das Publikum gut mit dabei – wobei man dies fast noch als Aufwärmphase sehen kann, denn mit dem folgenden Timekiller ging man direkt in die Vollen und eröffnete eine Reise durch die Hits, immer wieder gefüttert mit Stücken des neuen Albums wie beispielsweise Titânes an vierter Stelle des Sets. Wie schon häufiger auf dieser Tour festgestellt passten auch heute wieder die frühen Werke gut mit dem jüngeren Werk zusammen, beispielsweise wenn auf Acid Ocean der hymnische Klassiker Souls folgt. Kein Bruch war zu erkennen, die Stimmung durchweg sehr gut.

Apropos Souls: Die Tatsache, ein Stück dieser Größe bereits im ersten Viertel der Show unterbringen zu können, verweist auf das große Oeuvre der Band, bei dem sie in Erfurt aus dem Vollen schöpften. Klassiker wie Alpha Omega, Conjure oder auch God Wrote fehlten da genauso wenig wie beispielsweise Beholder. Aber auch seltener gehörte Stücke finden immer mal wieder ihren Weg in die Setlist der Band, so hat man beispielsweise auf der Zielgeraden begegnende deutschsprachige Endzeit nicht alle Tage in der Auswahl mit drin – was das Erfurter Publikum hier sehr erfreut mitnahm.

Logisch, dass mit K.N.K.A. noch nicht Schluss war. Stattdessen kam die Band noch zweimal wieder für jeweils drei Stücke und bot noch einmal einen guten Querschnitt durch die Laufbahn. Carrion beispielsweise als renommierter Hit, während man in der zweiten Zugabe mit Pendulum gar zur Bonus-CD der limitierten Edition des aktuellen Albums kam (und sich dachte: Schade, dass auf CD nur die 2.525 Käufer der limitierten Auflage in den Genuss kommen). Nach rund zwei Stunden endete mit Rescue ein gelungener Samstagabend, an den man sich gerne zurückerinnert.

Setlist PROJECT PITCHFORK – Erfurt, Haus der sozialen Dienste (26.11.2016):

01. Blood-Diamond (See Him Running)
02. Timekiller
03. Fire And Ice
04. Titânes
05. Acid Ocean
06. Souls
07. Rain
08. Volcano
09. Human Crossing
10. Alpha Omega
11. Conjure
12. Pandora
13. Beholder
14. God Wrote
15. Endzeit
16. Existence
17. En Garde
18. K.N.K.A.
19. The Longing (Z)
20. Carrion (Z)
21. Onyx (Z)
22. Pendulum (ZZ)
23. Blood-Thirst (ZZ)
24. Rescue (ZZ)

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