COVENANT, FADERHEAD & ISZOLOSCOPE – Krefeld, Kufa (26.11.2016)

Covenant, © Martina Peitz
Covenant, © Martina Peitz
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Das erste Konzert außerhalb ihrer Heimat gaben Covenant 1995 in der Kulturfabrik Krefeld. Auch im Jahre 2016 sind die Schweden, wenn auch nicht mehr in der Originalbesetzung, ein gern gesehener Gast am Niederrhein. Kein Wunder eigentlich, dass es seit Wochen heißt: Das Konzert ist ausverkauft!

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Doch bevor das Trio die Kufa zum beben bringt, vibrieren die W√§nde zum Sound von Iszoloscope. Der geb√ľrtige Kanadier, der nun Amsterdam seine Heimat nennt, drischt mit seinen Fingern auf die Tasten und Kn√∂pfe der Strommusikerzeuger ein, um mit dem noisigen Sound die Leute zum Tanzen zu bringen. Die St√ľcke laufen ineinander √ľber und erscheinen endlos. Feinheit und melodische Kl√§nge sind hier nicht gewollt und erinnern an eine Techno- Trance- Party die nicht enden will.

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Nachdem der finale Stecker gezogen und die letzten aggressiven Stroml√§nge von Iszoloscope verstummen, tanzen wir zu Faderhead. Die Sonnenbrille hat Sami Mark Yahya mittlerweile abgelegt, die Irokesenfrisur nicht. Der Supportauftritt k√∂nnte auch unter dem Motto ‚ÄěThe World Of Faderhead‚Äú laufen. Nicht, dass nur St√ľcke aus dem 2012 erschienen Album, sondern ein elektronisch, tanzbarer Querschnitt aus zw√∂lf Jahren Bandgeschichte zur besten Unterhaltung dargeboten werden. Knarzend, stumpf, zerst√∂rerisch oder melodisch synthetisch str√∂men die Kl√§nge aus den gro√üen Boxen, f√ľr die der Kapuzenmann hinter dem Turm der elektronischen Vielfalt verantwortlich ist. W√§hrenddessen bewegt sich der Frontmann tanzend auf der B√ľhne hin- und her, oder bleibt im vordersten Bereich im Augenkontakt mit seinen Fans. Die Menschen davor nehmen es feierlich auf und bewegen sich rhythmusvoll von Minute zu Minute n√§her bis zum Hauptakt.

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Als sich das Licht zum dritten Mal an diesen Abend verdunkelt, legt sich ein nebelig- bunter Schimmer √ľber die B√ľhne. Die Beats werden lauter, die Anspannung steigt. Das Intro erscheint unendlich bis sich Der Leiermann und drei Gestalten im schummerigen Licht sichtbar zeigen. Covenant brauchen sich nicht zu f√ľrchten eins der st√§rksten St√ľcke an den Anfang zu setzen. Nun lassen die Fans mit einem gr√∂lend lauten Empfang ihre Gef√ľhle raus. Die Stimmung erreicht bereits jetzt kurzerhand das H√∂chstma√ü, in diesem Rausch treibt der H√∂llenl√§rm den Takt mechanisch durch das knapp zweist√ľndige Spektakel, das eine Retrospektive aus allen bisherigen Werken der Band interpretiert.

Zwischen dem ersten Album Dreams Of A Cyrotank und dem neuesten Longplayer The Blinding Dark haben die Mannen um Eskil Simonsson gen√ľgend Material im Gep√§ck damit die feierliche Stimmung erhalten bleibt. Nach kurzer Zeit bekommt mit I Close My Eyes, Morning Star und Cold Reading auch die aktuelle CD ihren Auftritt in Dreierreihe. Dann streckt Frontmann Eskil seine Arme in die Luft, darauf folgt ein eleganter Sprung zum h√§rteren Maschinenklag der Vergangenheit mit Figurehead. Der elektrisierende Sound von 20H gl√ľht durch den Raum, um sich der aufbrausenden Hitze tanzender K√∂rper anzupassen. Die (wahrscheinlichen) Lieblingsst√ľcke eines jeden Covenant- Fans geben sich die Hand. Stalker und Ritual Noise sorgen f√ľr weitere Gl√ľcksmomente, bei denen sich die Abwesenden gut aufgehoben f√ľhlen und noch lange nicht ans verabschieden denken. Doch die Sekunde des Abschieds wird mit Ritual Noise ein erstes Mal bekundet. Aber wer die Elektro-Schweden kennt, wei√ü, dass sie ihre Fans nicht sofort im Dunklen stehen lassen. Au√üerdem sind noch lange nicht alle Highlights in dieser Nacht ans Licht getreten. Covenant begl√ľcken ihre Fans mit ganzen sieben Zugaben, unter denen Happy Man und das treibende Call The Ships To Port nicht ungeh√∂rt bleiben. Zum Verschnaufen bleibt kaum Zeit, denn mit Dead Star kommen die Beine noch nicht zur Ruhe. Mit den letzten Kraftreserven besiegelt One World One Sky stimmungsvoll das Wiedersehen mit Covenant.

Setlist COVENANT @ Krefeld, Kulturfabrik (26.11.2016):
  1. Der Leiermann
  2. Bullet
  3. I Close My Eyes
  4. Morning Star
  5. Cold Reading
  6. Figurehead
  7. Edge of Dawn
  8. The Beauty and the Grace
  9. Go Film
  10. The Men
  11. 20 Hz
  12. Ignorance & Bliss
  13. Stalker
  14. Lightbringer
  15. Ritual Noise
  16. Dies Irae (Z)
  17. Sound Mirrors (Z)
  18. Call The Ships To Port (Z)
  19. Happy Man (ZZ)
  20. Prometheus (ZZ)
  21. Dead Stars (ZZ)
  22. One World One Sky (ZZ)

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