COVENANT, FADERHEAD + ISZOLOSCOPE – M√ľnchen, Backstage (04.11.2016)

Covenant, © Marius Meyer
Covenant, © Marius Meyer
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Gut getimed, die Show in M√ľnchen ‚Äď das muss man sagen. Direkt am Ver√∂ffentlichungstag ihres neuen Albums standen die Mannen um Eskil Simonsson im gut gef√ľllten M√ľnchner Backstage auf der B√ľhne und pr√§sentierten ein Set, das vor allem einen guten √úberblick √ľber die lange bisherige Laufbahn gab, aber auch St√ľcke des neuen Werks The Blinding Dark integrierten, das es ja schlie√ülich hier zu pr√§sentieren gab. Bevor es aber soweit war, gab es mit Iszoloscope und Faderhead zun√§chst zwei Vorbands, die beide gut f√ľr Stimmung sorgten in der Halle.

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Den Abend er√∂ffnete Iszoloscope in Form von Yann Faussurier, der an seinen Ger√§tschaften stand und f√ľr elektronisch gepr√§gte Unterhaltung sorgte. Das Songformat wurde dabei gerne mal gesprengt, noisige Einschl√§ge begegneten immer mal wieder und es war dabei teilweise schwierig, die St√ľcke voneinander zu trennen, denn h√§ufig ging es direkt ineinander √ľber und die Klanglandschaften waren im stetigen Wandel. Mit dabei waren nat√ľrlich auch St√ľcke des aktuellen Albums False Vacuum, das im Februar des Jahres erschien. Wechselnde Dynamiken und auch der Gesang sorgten dar√ľber hinaus gerne f√ľr Abwechslung, sodass am Ende der sieben St√ľcke der Auftritt eines gelungenen ersten Support-Acts stand.

Setlist ISZOLOSCOPE ‚Äď M√ľnchen, Backstage (04.11.2016):

01. Faint Negative Charge
02. Raudivian Device
03. The Sum of us All
04. Spectral Inverter
05. In the Face of Decent
06. Inseparable from the Void
07. Relevance Outside of Logic

Ungewohnt wirkte f√ľr viele im Publikum der folgende Auftritt. Faderhead betraten die B√ľhne und direkt fiel auf: S√§nger Sami betrat heute die B√ľhne ohne Sonnenbrille. Wie er sp√§ter auch auf der B√ľhne mitteilte, ist dies Teil eines Wandels ‚Äď es w√§re der zweite Auftritt ‚Äěohne Wodka-Spr√ľhen usw.‚Äú Nerv√∂s sei er. Man merkte es nicht, aber die Ansage machte es sehr sympathisch. Statt harter Partytracks wurde auf vielschichtigere elektronische Arrangements gesetzt, vordergr√ľndig von der neuen EP Anima In Machina, dessen Shame den Reigen er√∂ffnete. Dass auch diese St√ľcke gut tanzbar und eing√§ngig sind, daran lie√üen sie in der Live-Umsetzung wenig Zweifel, wie auch beispielsweise Escape Gravity zeigte. Zwischendrin begegnete beispielsweise Every Hour Kills vom 2014er-Album Atoms & Emptiness, das ebenfalls gut in die neue Ausrichtung passt. Zum Ende hin geht es aber doch noch einmal zu einer Clubhymne ‚Äď genauer gesagt: TZDV. Ein ungewohnter Auftritt von Faderhead, aber dabei einer, der zu begeistern wusste. Der Wandel steht der Band sehr gut, wie auch die Reaktionen des Publikums zeigten.

Setlist FADERHEAD ‚Äď M√ľnchen, Backstage (04.11.2016):

01. Shame
02. Escape Gravity
03. Horizon Born
04. Every Hour Kills
05. Vanish
06. Naughty H
07. Sick City
08. Generation Black
09. TZDV

Nach der Umbaupause und einem langen Intro mit viel Nebel kam dann der Headliner in Dreierbesetzung auf die B√ľhne und legte direkt mit Hits los. Der Leiermann als Opener und direkt darauf Bullet ‚Äď das Publikum war sofort hei√ü auf mehr und es war viel Bewegung auszumachen. Direkt drauf folgten ein Ausflug zum neuen Werk. Der pulsierende Sound von I Close My Eyes reiht sich nahtlos ein und zeigt: Covenant sind neue Wege gegangen, aber immer noch ist es der typische Covenant-Sound, der hier begegnet. Auch das d√ľster-elektronische Morning Star funktioniert hier sehr gut. Cold Reading als drittes St√ľck von The Blinding Dark in Folge leitete mit seinem leicht technoiden Sound gut √ľber zum Best Of-Teil, der ausufernd zum Besten gegeben wurde.

Die ersten T√∂ne von Figurehead und das Backstage war aus dem H√§uschen. Durch alle Phasen der Band spielte man sich nun. Gerade auch Fr√ľhwerke wie Go Film konnten begeistern und wirkten auch im heutigen Kontext keineswegs deplatziert, sondern zeigten gut, dass sich in all den Jahren immer ein grundlegender roter Faden durch den Klang der Band gezogen hat. S√§nger Eskil war dabei best√§ndig in Bewegung und auch das teils sehr grelle Licht auf der B√ľhne sorgten f√ľr einen stimmigen Gesamteindruck. Die Songauswahl tat dies sowieso. Das eing√§ngige 20 Hz beispielsweise, der Klassiker Stalker wie Ritual Noise vom 2006er-Werk Skyshaper: Sie alle sorgten durchweg f√ľr eine gute Stimmung an diesem Freitagabend in M√ľnchen.

Letzteres setzte auch zun√§chst den Schlusspunkt, aber noch l√§ngst nicht den Schlussakkord. F√ľr zwei Zugaben kamen Covenant noch einmal zur√ľck. Teil 1 ging dann noch einmal ins Jetzt zum neuen Album, von dem Dies Irae und das treibende Sound Mirrors begegneten. Zum Ende von Zugabenteil 1 war bei Call the Ships to Port noch einmal gef√ľhlt die ganze Halle in Bewegung. Folglich wurde die Band f√ľr zwei weitere St√ľcke auf die B√ľhne geklatscht, um mit Prometheus und We Stand Alone nach etwa zweieinviertel Stunden ein begeisterndes Konzert zu beenden. Gerne wieder!

Setlist COVENANT ‚Äď M√ľnchen, Backstage (04.11.2016):

01. Der Leiermann
02. Bullet
03. I Close My Eyes
04. Morning Star
05. Cold Reading
06. Figurehead
07. Edge of Dawn
08. The Beauty and the Grace
09. Go Film
10. The Men
11. 20 Hz
12. Ignorance & Bliss
13. Stalker
14. Lightbringer
15. Ritual Noise
16. Dies Irae (Z)
17. Sound Mirrors (Z)
18. Call the Ships to Port (Z)
19. Prometheus (ZZ)
20. We Stand Alone (ZZ)

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