THE PIXIES – Head Carrier

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GeschÀtzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung

7 Gesamtnote

Die Independent-Band The Pixies dĂŒrfte nach Jaco Van Dormaels Fantasy-Drama Mr. Nobody jedem gelĂ€ufig sein. Und wer diesen Film nicht kennt, der hört die Pixies spĂ€testens zum ersten Mal in David Finchers Fight Club. (Wer beide Filme nicht kennt, nachholen!)

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Kommen wir also zu der Frage: „Where is my mind?“

Bissig melodisch, kratzig fetzig. Gitarrenriffs voll starker Emotion, gefolgt von mal sanft, mal krĂ€ftig herausposaunten Zeilen. Das sind The Pixies – zumindest bis 1993. Schon bei ihrem Comeback-Album Indie Cindy fehlt die ehemalige DraufgĂ€nger-Bassistin Kim Deal. Doch das war nicht schlimm! Indie Cindy klingt einfach immer noch so, wie wir die Band lieben. What Goes Boom lĂ€utet das um 2014 erschienene Album heftig ein. WĂ€hrend die Pixies hier in voller BlĂŒte raushauen, was wir Fans uns so lange ersehnt haben, fehlt ihnen bei Head Carrier scheinbar der Mumm. Das Album beginnt gerade mal okay. Irgendwie etwas lahm. Aber jedem Anfang sollte eine Chance gegeben werden. Und bei lĂ€ngerem Hinhören erinnert die Band ein wenig – allerdings wirklich nur ein wenig – an The Kills, findet dann aber wieder ihren eigenen stilistischen Ausdruck. Der Song Baal’s Back wertet das Album in seiner Rauheit und der saftigen Ausnutzung der Stimme des Frontmanns Francis Black ebenfalls ein wenig auf, was allerdings schon wieder vom Nachfolger Might As Well Be Gone sanft gecrasht wird. Paz Lenchantin, Deals Nachfolgerin, wird nahezu identisch wie die Ex eingesetzt. Dennoch vermisst man irgendwie schon ihre VorgĂ€ngerin. Ist eben nicht dasselbe. Und obwohl auch frĂŒhere Songs ruhiger sein konnten – wie z.B. Hey – kann das neue Album dem alten Doolittle von 1989 wohl kaum das Wasser reichen. Die Art, die Stimme, der Stil hat sich einfach fast komplett verĂ€ndert. Meiner Meinung nach zum Schlechteren. Keiner der Songs kommt an Debaser ran. Wer aber Bock auf Old-School-Rock hat, kann sich Head Carrier dennoch gerne geben. Schlecht ist es auf keinen Fall. Höchstens eben lahmer als frĂŒher und teilweise auch etwas eintönig. Dennoch klingen The Pixies immer noch besser als so manch andere, die sich an diesem Genre versuchen oder zu versuchen glauben. Menschen Ă€ndern sich, Stile Ă€ndern sich. Aber Hey! The Pixies sind zurĂŒck und das ist auch gut so. Und vielleicht kommt ja auch ihr ruppig-kratzig-fetziger Verstand bald zurĂŒck.

Tracklist THE PIXIES – Head Carrier:

01. Head Carrier
02. Classic Masher
03. Baal’s Back
04. Might As Well Be Gone
05. Oona
06. Talent
07. Tenement Song
08. Bel Esprit
09. All I Think About Now
10. Um Chagga Lagga
11. Plaster of Paris
12. All the Saints

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