PROJECT PITCHFORK – Look Up, I’m Down There

GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

10 Musik

10 Innovation

10 Artwork

Gesamtnote

Wenn man schon am Wochenende nach der Veröffentlichung aus dem eigenen Umfeld von verschiedensten Leuten, die die Band eigentlich schon abgeschrieben hatten bzw. mit den jĂŒngeren Werken wenig anfangen konnten, zugetragen bekommt, wie stark das neue Album von Project Pitchfork sei, ist das fĂŒr einen selbst vielleicht nicht die neueste Nachricht. Aber es zeugt von der Tatsache, dass die Band mit ihrem neuen Werk Look Up, I’m Down There etwas geschaffen hat, das viele einstige Hörer abholt, auf hohem Niveau agiert und sich auf viele StĂ€rken besinnt. Als einer, der – wer hĂ€ufiger auf dieser Seite liest, könnte es gemerkt haben – selbst dem Oeuvre der Band eher positiv gegenĂŒbersteht und auch die jĂŒngeren Werke der Band durchaus zu schĂ€tzen wusste, ist es natĂŒrlich erfreulich, wenn einen so viele auf das starke neue Album von Project Pitchfork ansprechen. Und die diversen HördurchgĂ€nge ließen auch schnell verstehen, warum die Rezeption des Albums so positiv ausfĂ€llt.

Lass Dir den Beitrag vorlesen:

TatsĂ€chlich begegnen auf dem Album viele Elemente, die aus der Laufbahn der Band bekannt sind und im Jetzt zu neuer StĂ€rke aufleben. Schon die sphĂ€rischen KlĂ€nge des im mittleren Tempo angesiedelten Openers Into Orbit lassen es spĂŒren, dazu stufige Keyboard-Melodien und eingĂ€ngiger Gesang. Mit TitĂąnes ist man dann direkt im hohen Tempo, wird von dunklem Elektro beinah ĂŒberrumpelt und es begegnet in der Stimme die HĂ€rte, die hĂ€ufig vermisst wurde. Pulsierend auch Propaganda Child, das inhaltlich kritisch mit heutiger Selbstverliebtheit und Selbstbezogenheit auseinandersetzt und dabei auch die „Generation WhatsApp“ nicht außen vor lĂ€sst („I stopped to love the internet since WhatsApp made me fly“).

Drei StĂŒcke sind vergangen und man merkt bereits, wie viele und vielseitige StĂ€rken auf dem Album anzutreffen sind. Auch fĂŒr Melancholie ist dabei noch viel Platz, wie unter anderem das TitelstĂŒck zeigt, das zu den ruhigeren Vertretern des Albums gehört sowie das darauf folgende Volcano, das bereits live eine gute Figur machen konnte. Angenehm eingĂ€ngig, erneut mit Keyboard-Melodien, geht man hier gerne bei einer der harmonischsten Nummern auf dem Album mit. Man kann bei dem Album auch kaum anders als mitzugehen – und es lohnt sich, dabei auch zuzuhören. Beispielsweise bei Sunset Devastation, das in seinem dĂŒsteren Sound den Kreislauf von Zerstörung und Neubeginn thematisiert. Oder auch das druckvolle Furious Numbers, das unter anderem mit Konjunktiven arbeitet, vermeintliche BanalitĂ€ten des Alltags beinhaltet und dabei dazu fĂŒhrt, dass man auch beginnt, sich selbst kritisch zu hinterfragen.

Auf seiner gesamten LĂ€nge kann das Album ĂŒberzeugen und beinhaltet – wie bereits eingangs erwĂ€hnt – all die StĂ€rken, die Project Pitchfork ausmachen: der dunkle Elektro-Sound, Melancholie, druckvolle Momente, EingĂ€ngigkeit, sozialkritische Elemente, das Hinterfragen des eigenen Seins… Kurzum: All das, wofĂŒr die Band so geschĂ€tzt wird. Somit lĂ€sst sich konstatieren, dass dieses inzwischen 17. Studio-Album der Band ihr stĂ€rkstes seit sehr langer Zeit ist, wohl das stĂ€rkste, das sie in diesem Jahrtausend bisher veröffentlicht hat.

Tracklist PROJECT PITCHFORK – Look Up, I’m Down There:

01. Into Orbit
02. TitĂąnes
03. Propaganda Child
04. Blind Eye
05. Pandora
06. Look Up, I’m Down There
07. Volcano
08. Sunset Devastation
09. Open With Caution
10. Furious Numbers
11. Exile
12. Sky Eye

Weblinks PROJECT PITCHFORK:

Homepage: www.project-pitchfork.eu
Facebook: www.facebook.com/pages/Project-Pitchfork-Official/65663206412
Twitter: www.twitter.com/PPFofficial

Look Up, I’m Down There

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