WOVENHAND – München, Ampere (21.09.2016)

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Wer Wovenhand so über die Jahre verfolgt hat, gerade auch im Hinblick auf die Live-Präsenz, wird festgestellt haben, dass David Eugene Edwards bei der Zusammenstellung seiner Setlisten den Fokus vor allem auf das neueste Werk legt und auch sonst nicht unbedingt der Typ ist, der auf alte Alben setzt. Aber, so scheint es, das ist offenbar eine Art stillschweigendes Abkommen mit den Fans und Konzertbesuchern, denn beschwert hat sich im Ampere am Abend des 21. Septembers 2016 niemand, stattdessen wurde eifrig mitgemacht und der Band ein warmherziger Empfang bereitet (den sie sich im Übrigen auch mehr als verdient hatte).

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Zunächst aber stand erst einmal Emma Ruth Rundle als Support-Act auf der Bühne und die junge Dame machte ihren Job ordentlich. Überwiegend stand sie mit ihrer Gitarre alleine auf der Bühne, hatte dabei aber genug Selbstbewusstsein, ihre meist ruhigen, folkigen Arrangements souverän rüberzubringen und erreichte damit auch große Teile des Publikums. Dabei präsentierte sie bereits ausgewählte Stücke ihres – inzwischen veröffentlichten, aber zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienenen – neuen Albums Marked For Death und mischte diese mit älteren Stücken. Auch diese kamen gut an, wie man sehen konnte, als nach der Show am Merch-Stand auch eifrig ältere Werke gekauft wurden. Ein guter Auftakt des Abends!

Setlist EMMA RUTH RUNDLE – München, Ampere (21.09.2016):

01. Some Heavy Ocean
02. Arms I know so well
03. Hand of God
04. Protection
05. Run Forever
06. Grandmother Make a Steeple
07. Heaven
08. Shadows of my name
09. Marked for Death

Die Bezeichnungen für ihre Musik variieren, manche sprechen von Americana, andere von Alternative Country oder gar Gothic Country, aber auch wenn die Definitionsschwierigkeit an diesem Abend geblieben sein mag, so wollten Wovenhand an diesem Abend vor allem eines: rocken! Mit Come Brave, dem Opener des aktuellen Albums Star Treatment, ging es schwungvoll los und das folgende Hiss vom Vorgänger Refractory Obdurate. Die Marschroute war klar: Hier sollte heute das Tempo hochgehalten werden, selbst bei Stücken, die sonst ruhiger begegnen wie beispielsweise Maize. Und wenn das Tempo mal runtergefahren wurde: Druck war immer noch eine Menge vorhanden, was man bei Nummern wie The Refractory merkte.

Viel Dynamik war im Spiel, sodass man gar nicht die Möglichkeit hatte, drüber nachzudenken, welche alten Stücke einem eventuell gerade fehlen könnten. Das ist eben dabei auch die große Leistung einer Show von Wovenhand, auch mit vorwiegend neuerem Material einen herausragenden Konzertabend zu gestalten. Kein Wunder, dass nach El-bow der Wunsch in der Luft lag, mehr zu hören. Gedacht, geklatscht und gesehen: Wovenhand beenden den Abend mit King O King als Zugabe. Ein kurzweiliger Konzertabend, der begeistern konnte. Der Schreiber dieser Zeilen war letztlich nur einer von vielen, der mit dem neuen Album unterm Arm das Ampere verließ – was sehr für den Auftritt spricht!

Setlist WOVENHAND – München, Ampere (21.09.2016):

01. Come Brave
02. Hiss
03. Maize
04. Crystal Palace
05. Corsicana Clip
06. The Refractory
07. Obdurate Obscura
08. The Quiver
09. Swaying Reed
10. Salome
11. All Your Waves
12. Crook and Flail
13. 5×5
14. Low Twelve
15. El-bow
16. King O King (Z)

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