PROJECT PITCHFORK – Stuttgart, clubCANN (08.10.2016)

Project Pitchfork, © Marius Meyer
Project Pitchfork, © Marius Meyer
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Wochenende Nummer drei der aktuellen Tour von Project Pitchfork. Eine Station dabei: Stuttgart. Nach den Shows in N√ľrnberg und M√ľnchen suchte man mit dem clubCANN den kleinsten Veranstaltungsort der Tour auf, der daf√ľr dann auch restlos ausverkauft war. W√§hrend drau√üen mit dem Cannstatter Wasen das gr√∂√üte Volksfest Schwabens stattfand, fand man die richtig gute Stimmung einige Meter weiter im clubCANN ‚Äď und zwar in Form eines Konzertes von Project Pitchfork, das in dieser Ausf√ľhrung Seltenheitswert haben d√ľrfte. Das lag zum einen daran, dass der √∂rtliche Club lediglich f√ľr 350 Zuschauer Platz hatte, zum anderen aber auch daran, dass Keyboarder Dirk Scheuber nicht dabei sein konnte. Dieser erholte sich noch im Krankenhaus davon, fortan einen Blinddarm weniger zu haben…

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Aber auch in der Besetzung Peter Spilles, J√ľrgen Jansen, Achim F√§rber und Nook wusste man, wie man zum 25-j√§hrigen Jubil√§um einen ausverkauften Club zum Kochen bringt. Mit Blood-Diamond (See Him Running) war die Aufw√§rmphase schnell erfolgreich abgehakt, an zweiter Stelle ging es mit Timekiller direkt in die Vollen. Nach Rain und dem exklusiven What Have We Done von der aktuellen Second Anthology st√ľrzte man sich in ein Jubil√§ums-w√ľrdiges Best Of-Set, garniert mit Ausblicken auf das am 28. Oktober erscheinende 17. Studio-Album Look Up, I‚Äôm Down There. All das passte gut zusammen, wie man im Laufe der Show merken konnte. ‚ÄěDamals‚Äú und ‚Äěheute‚Äú standen harmonisch nebeneinander, ohne dass man diese Trennung eigentlich vornehmen m√ľsste.

Wie in sich geschlossen das Gesamtwerk der Band ist, merkte man beispielsweise, als der aktuelle Album-Vorbote Tit√Ęnes vom 2013er-Hit Acid Ocean gefolgt wurde und der direkte Sprung zur√ľck ins Jahr 1992 kam. Souls f√ľgte sich hier nahtlos ein und wirkte auch soviele Jahre nach der Erstver√∂ffentlichung noch angenehm unverbraucht. Wie im √úbrigen auch der apokalyptische Titel God Wrote, der mit seinem hymnischen Charakter direkt punkten konnte. Sehr hitzig ging es dabei zu, was S√§nger und Schreiber Peter Spilles dazu brachte, sich aus dem Publikum ein neues Shirt geben zu lassen. So stand der Frontmann der Band pl√∂tzlich mit einem Shirt seiner Band auf der B√ľhne, da dort oben schwitzige Luft in Kombination mit Durchzug herrschte. Zur Vorbeugung von Erk√§ltung nimmt man dann doch lieber ein trockenes Shirt.

Mit trockenem Shirt spielte man weiter bis zu Beholder, das zun√§chst den regul√§ren Teil der Show beendete. Aber nat√ľrlich: Die Zugabenrufe lie√üen nicht lange auf sich warten. Insgesamt sieben St√ľcke sollten noch folgen, verteilt auf zwei Zugaben. Mit Pendulum wurde sogar einer der Bonus-Tracks des neuen Albums pr√§sentiert, mit Nummern wie K.N.K.A. und The Longing ging man indes noch einmal weit in die Historie, was vom Publikum mit gro√üem Applaus bedacht wurde. Als dann zum Ende Rescue das 22. St√ľck markierte, ging ein gelungener Konzertabend zu Ende, der Project Pitchfork auch nach 25 Jahren noch als eine Band in H√∂chstform zeigte. In diesem Sinne: Auf die n√§chsten 25 Jahre!

Setlist PROJECT PITCHFORK ‚Äď Stuttgart, ClubCANN (08.10.2016):

01. Blood-Diamond (See Him Running)
02. Timekiller
03. Rain
04. What Have We Done
05. Existence
06. The Dividing Line
07. Tit√Ęnes
08. Acid Ocean
09. Souls
10. God Wrote
11. Volcano
12. Alpha Omega
13. Carnival
14. En Garde!
15. Beholder
16. Pendulum (Z)
17. K.N.K.A. (Z)
18. Onyx (Z)
19. I Am (A Thought In Slomotion) (Z)
20. The Longing (ZZ)
21. Fire And Ice (ZZ)
22. Rescue (ZZ)

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