Gotham Sounds Festival IV – Hilden, Area 51 (29./30.04.2016)

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Zwei Tage lang wurde die Area 51 – das Jugend- und Kulturzentrum in Hilden – von den Veranstaltern des Gotham Sounds zwecks ihres Festivals belagert. Das zweitĂ€gige Event, was am 29. und 30. April 2016 vollzogen wurde, hatte einiges zu bieten; nicht nur jede Menge Musik. Zur Einstimmung bekam der zahlende Gast einen Tabu Beast, einen auf Absinth basierenden Cocktail, gereicht. Und schon konnte man, den Drink noch am Gaumen kitzelnd, an zwei-drei kleinen VerkaufsstĂ€nden mit diversen gotischen Accessoires im Angebot vorbei schauen, die in den schlichten RĂ€umlichkeiten des Area 51 untergebracht waren. GetrĂ€nke aller Art konnten bei der Crew der Location erworben werden – und das zu Ă€ußerst humanen Preisen. Aber auch der Hunger durfte wenn nötig gestillt werden, hatte sich nahe dem Eingang ein Verkaufstand mit libanesischen SpezialitĂ€ten aufgestellt. Es war wohl fĂŒr weniger experimentierfreudige Besucher eine Erleichterung, dass man natĂŒrlich auch unter anderem eine klassische Pommes Rot/Weiß bekam. Praktischer weise waren die Merchandising-StĂ€nde im Konzertsaal aufgebaut. So konnte man bei Gefallen des Gehörten samt Geldbörse schnell zur Tat schreiten. Allerdings waren die kauf-freudigen GĂ€ste auch schon vor dem allerersten Musik Ton dort krĂ€ftig aktiv. Der Saal an sich war gerĂ€umig genug fĂŒr solch ein Festival, welches Bands aus den Genres Gothic Rock, Dark-Wave und Post-Punk vereint. Und erstaunlicherweise blieb der Sound aller Band auf einem ziemlich gleichwertig guten Level; ohne stumpf, matschig oder schlicht zu laut zu erklingen. Ach ja, die Bands 
 je vier pro Tag betraten die BĂŒhne – und zwar wie folgt:

Freitag, 29. April 2016:

Mit einer leichten Verzögerung von einer Viertelstunde betrat die italienische Band JAPAN SUICIDE die BĂŒhne. Mit dieser jungen und eher unbekannteren Band hatten die Veranstalter direkt eine sehr positive Überraschung in das Lineup gedrĂŒckt: Neben dem schon erwĂ€hnten guten Sound im Saal konnten die fĂŒnf SĂŒdeuropĂ€er mit ihrem innovativen Dark-Wave, der ein wenig Psychedelic wie auch Post-Punk inne hatte, viele Zuhörer in den Saal ziehen und denen Songs ihres letzten Albums wie Death oder A Mood Apart, aber auch komplett neue Tracks wie Circle oder 1978 nĂ€her bringen. Im Hintergrund zu diesen wurden anstatt aufwendiger Lichtshow einige recht kuriose Videosequenzen per Beamer an die Wand gestrahlt. Besonders die Filmausschnitte eines sehr heidnisch erscheinenden Opferungsrituals mit dem Darsteller Christopher Lee waren schon etwas abgedreht. Den Film muss ich mir bei Gelegenheit mal besorgen 
 was in den Siebzigern doch ein merkwĂŒrdiges Zeugs gedreht wurde 
 JAPAN SUICIDE ĂŒberzeugten auf jeden Fall auch so durch ihre eigenstĂ€ndige Musik, bedankten sich artig bei den Veranstaltern und ließen die Besucher nach gut fĂŒnfzig Minuten mit einem brachialen We Die In Such A Place, dem TiteltrĂ€ger des letzten Outputs, zum Verkaufsstand laufen, um sich mit Material des Quintetts einzudecken bis das nĂ€chste Album sowie eine angekĂŒndigte italienischsprachige E.P. erscheinen wird. Man darf sich auf jeden Fall drauf freuen!

Setlist JAPAN SUICIDE @ Hilden, Area 51 (29.04.2016)

01. Circle
02. Blown Away
03. Naked Skin
04. A Mood Apart
05. Nothing
06. The Prisoner
07. 1978
08. Even Blood
09. Death
10. Girl With Curious Hair
11. Tokkotai
12. We Die In Such A Place

Klassischen U.K. Gothic Rock aus Schweden – gibt es nicht? Aber Hallo: Das Quartett BROTHERHOOD bewies das klare Gegenteil. Ganz im Stile von THE SISTERS OF MERCY oder THE MISSION zeigten die Jungs aus dem Norden, wie dieser Sound anno 2016 zu klingen hat, nĂ€mlich frisch und melodiös. In ihrem leider nur knapp vierzig Minuten langen Auftritt begeisterte die Band die leicht gestiegene Zuschaueranzahl und brachte mit Liedern wie Abigail oder Anymore nicht wenige Tanzbeine in Wallung, sondern zeigte auch, dass dieses Genre noch lange nicht ausgesaugt ist und immer noch frisches Material zu bieten hat. Bei dem viel zu kurzen Streifzug durch ihre Veröffentlichungen mit dem zentralen Fokus auf der letzten E.P. The Other Side Of Fear verging die Zeit wie im Flug, die SĂ€nger Micke Lönngren in den Gesangspausen nahezu joggend bewĂ€ltigen zu schien. NatĂŒrlich fehlte ihr interner Hit Shame nicht auf der Setlist, der viele Fans schon vor zwei Jahren an selber Stelle begeisterte und die so natĂŒrlich mehr als erfreut waren, BROTHERHOOD nochmals auf der BĂŒhne sehen zu dĂŒrfen. Es dauert hoffentlich nicht wieder so lange, bis die Schweden unsere heimischen Gefilde beehren werden, denn sie sind eine Bereicherung fĂŒr das Genre!

Setlist BROTHERHOOD @ Hilden, Area 51 (29.04.2016)

01. A Heartbeat Away
02. Abigail
03. The Light
04. Lost
05. Anymore
06. Black Lies
07. Shame
08. So Many Stars

Kann man ASMODI BIZARR ersetzen? Nein, das ist unmöglich 
 und doch mussten sich die Veranstalter mit dieser Frage herumschlagen, da sich der Bassist der deutschen Kultband der Achtziger Jahre das Fersenbein gebrochen hatte und die Musiker schweren Herzens die Teilnahme am Festival absagen mussten! GlĂŒcklicherweise fand sich eine Band, die einspringen wollte. AEON SABLE ĂŒbernahm kurzfristig diesen Part und man kann rĂŒckblickend sagen, dass sie tatsĂ€chlich jedes Bedauern des Ausfalls ad acta legten. Denn die deutsche Gothic Rock-Band mit leichtem Hang zum Gothic Metal legte eine einstĂŒndige Performance hin, die alle Anwesenden wohl so schnell nicht vergessen werden. Beginnend mit dem noch jungen Song Hypaerion blies das Quartett allen den Boden unter den FĂŒĂŸen weg, dass man meinte, von den SoundwĂ€nden der Musiker getragen zu werden. Neben der sauberen Arbeit an den vier- wie sechssaitigen Klampfen stach natĂŒrlich der charismatische Gesang von Nino Sable heraus, der mit der gelungenen Lichtshow bestens harmonierte und seinen teilweise gewaltigen Growls die Fans fesselte. Mit Songs wie Visions oder White Snow beweisen AEON SABLE, dass sie zur deutschen Speerspitze des Genres gehören, was sie sich ehrlich und ĂŒberzeugend erarbeitet haben. Trotz des sehr kurzfristigen Engagements konnte die Band sogar mit Quaawoe Tango einen brandneuen Track prĂ€sentieren – das nennt man professionell. Wenn die Band kein Ersatz gewesen sein mag, dann aber eine mehr als hochkarĂ€tige Erweiterung des Gotham Sounds Festival 2016!

Setlist AEON SABLE @ Hilden, Area 51 (29.04.2016)

01. Hypaerion
02. Visions
03. Elysion
04. Garden Of Light
05. Dancefloor Satellite
06. Agnosia
07. Quaalude Tango
08. White Snow
09. Praying Mantis

Den ersten Abend beendete das Trio THE FOREIGN RESORT aus DĂ€nemark. Die Jungs untermauerten einen Satz aus dem gesamten Musikgenre: Du kannst noch so unbekannt sein – mit Spielfreude bekommst du jedes Publikum auf deine Seite. Und wie! Das Schlagzeug gleichwertig neben Gitarrist und Bassist auf der BĂŒhne stehend, legten die Jungs los wie die Feuerwehr. Onto Us und Under Bright Neon Stars von der jĂŒngsten E.P. The American Dream brachte den Funken zwischen Musiker und Publikum sofort zum Überspringen. Glaubt man erst, The Cure on Speed zu vernehmen, entpuppt sich das Werk doch schnell als eigenwillige Version aus Dark-Wave und Post-Punk. Druckvoll kamen die Lieder wie Landslide oder Take A Walk herĂŒber und die lockere Kommunikation mit den Zuschauern tat das Übrige. Aus einem guten Fundus ihrer bisherigen Veröffentlichungen brachten es die Jungs aus dem Nachbarland routiniert ĂŒber die erste Stunde und als dann festgestellt wurde, dass noch genug Bier auf der BĂŒhne sei, ging es noch gute dreißig Minuten mit Tracks wie zum Beispiel dem flotten Colleen weiter. THE FOREIGN RESORT ist live ein wahrhaftige Offenbarung. Ich kann nur jedermann raten, auf den nĂ€chsten Konzerten der Band reinzuschauen, wie etwa im Juni in Oberhausen. Es lohnt sich!

Setlist THE FOREIGN RESORT @ Hilden, Area 51 (29.04.2016)

01. Onto Us
02. Under Bright Neon Stars
03. Suburban Depression
04. New Frontiers
05. Alone
06. Flushed
07. Skyline / Decay
08. Take A Walk
09. The New Blood
10. Dead End Roads
11. Quiet Again
12. Landslide
13. Buried
14. Orange Glow
15. Torch It (Z)
16. Colleen (Z)
17. Dark White (Z)

Der erste Abend nahm zwar somit auf der BĂŒhne sein Ende, doch anschließend gaben DJ Wahni, DJ Tuxxeedomoon und DJ George Godspeed den musikalischen Takt auf der After-Show-Party an. Es durfte noch lange gefeiert, gefachsimpelt und getanzt werden, wenn es nicht gerade schon nach Hause ging. Die Veranstalter hatten sich dafĂŒr sogar um einen Shuttle-Service in die Umgebung gekĂŒmmert. Gemeinsam hatte der grĂ¶ĂŸte Anteil des Publikums aber wohl nach einem wunderbaren ersten Festival-Abend die Vorfreude auf Tag Zwei des Festivals


Samstag, 30. April 2016:


 und diesen begann erneut eine italienische Band. Niemand geringeres als BURNING GATES weckten die noch mĂŒden Glieder der letzten Nacht mit ihrem explosiven Gemisch aus Gothic Rock und Post-Punk. Zu den Vortags-TĂ€tern gesellten sich etliche weitere Fans wie Neugierige, was die Gesamtbesucherzahl ĂŒber die 200er Marke geschraubt haben sollte und allesamt konnten sich von der druckvollen Performance des Quartetts ĂŒberzeugen lassen. Songs wie Twilight oder Dancing In The Mirror wirkten deutlich rauer als sie auf den TontrĂ€gern der Band zu vernehmen sind. Dies rĂŒttelte die Menge wach und brachte die Körper in Wallung. Die SĂŒdeuropĂ€er prĂ€sentierten eine gelungene Mischung ihrer Veröffentlichungen und zeigten augenscheinlich Spaß an dem Auftritt. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht wenige Zuschauer exakt wegen dieser Band die Anreise gewagt hatten, denn niemand weiß, wie es nach diesen geplanten Gigs der eigentlich seit den frĂŒhen 2000er Jahren aufgelösten Band weitergehen wird. Der ĂŒberzeugende, dreiviertelstĂŒndige Auftritt auf dem Gotham Sounds Festival, der mit einer genialen Coverversion von KILLING JOKEs The Wait endete, zeigte, dass noch jede Menge Leben in BURNING GATES steckt, was nicht verschwendet werden sollte – keep on gothin‘ 


Setlist BURNING GATES @ Hilden, Area 51 (30.04.2016)

01. Waxfire
02. Grain Of Sand
03. Twilight
04. Shadows Of The Past
05. To The Moon
06. Oblivion Door
07. Dancing In The Mirror
08. The Wait

Es ging nicht minder druckvoll weiter, die zweite Band des zweiten Abends waren TERMINAL GODS, denen es durch eine rege PrĂ€senz in den neuen Medien sowie nicht wenigen Live-Auftritten gelungen war, ihren Bekanntheitsgrad hochzuschrauben. Wie alte Bekannte wurden die Briten auf der BĂŒhne begrĂŒĂŸt und dankten es mit einer Spielfreude, welche schnell einen Link zu den Fans herstellte. Sichtlich erleichtert, nun auch endlich einen Longplayer namens Wave / Form vorweisen zu können, prĂ€sentierten die EnglĂ€nder von diesem einen wunderbar flotten und melodischen Gothic Rock, der sich in Songs wie Electric Eyes oder Changing The Guard widerspiegelte. Gerade die Refrains ließen die Fans jede Menge Spaß an der knapp einstĂŒndigen Performance haben und sagen freudig mit. Und weil es so schön war, hing das Quartett kurzerhand mit Lessons In Fire noch eine Zugabe dran. TERMINAL GODS haben auf dem Gotham Sounds Festival bewiesen, dass auch der melodiöse Gothic Rock eine Zukunft haben kann!

Setlist TERMINAL GODS @ Hilden, Area 51 (30.04.2016)

01. Intro (R.I.P. Tony Benn)
02. Connection & Rupture
03. Road Of The Law
04. Changing The Guard
05. Cold Life
06. Movement
07. Discovery
08. Monolith
09. Persona
10. The Wheels Of Love
11. Godchild
12. Electric Eyes
13. Lessons In Fire (z)

Auch wenn STILL PATIENT? wieder öfters auf den deutschen BĂŒhnen zu sehen ist und die Band aus der Pfalz mit Shape Shifters sogar einen noch frischen Longplayer vorweisen kann, so ist es doch nicht als SelbstverstĂ€ndlichkeit vorauszusetzen! Immerhin war das Quartett schon in der Versenkung der Musikbranche verschwunden. Umso dankbarer sollten Freunde des mit Synthies und Samples untermalten Gothic Rock der einstigen Vorzeigeband des Genres sein, dass sie sich besonnen und nochmal zusammengerauft haben. Denn diese Jungs gehören einfach auf die BĂŒhne! Trotz tollen Tracks wie Seconds Of Fame oder We Come In Peace wollten die Massen natĂŒrlich nochmal die ErgĂŒsse der frĂŒhen Neunziger hören und wurden durch die sympathischen Musiker nicht enttĂ€uscht. God And Satan oder Anavryn waren natĂŒrlich ebenfalls auf der Setlist vorhanden. Zwischenkommentare der mittlerweile unter dem Publikum gemischten Musikern von BURNING GATES konterte Frontmann Andy Koa in welcher Sprache er denn nun zu antworten habe: deutsch, englisch, italienisch 
 oder gar spanisch? Solche Foppereien zeigten, dass sich in Hilden eine große, schwarze Familie zusammengefunden hatte. Das bemerkte Andy ebenfalls: So viele bekannte Gesichter aus der ganzen Welt auf einen Haufen. Etwas melancholisch wurde es bei der Coverversion Metropolis des im letzten Jahr verstorbenen Norbert Schwefel, doch es hĂ€tte ihm bestimmt gefallen, wie hingebungsvoll die Masse samt der Band den Song beherrschte. Gut siebzig Minuten verflogen unfassbar schnell und STILL PATIENT? beglĂŒckte mit zwei Zugaben samt dem abschließenden Mascara Osris jeden der anwesenden Fans.

Setlist STILL PATIENT? @ Hilden, Area 51 (30.04.2016)

01. Intro
02. Chameleon
03. Seconds Of Fame
04. All Is Well
05. The Sun
06. Red River
07. Metropolis
08. God And Satan
09. Swallowed
10. Anavryn
11. Devils Bride
12. Agoraphobia (Z)
13. We Come In Peace (Z)
14. Mascara Osris (ZZ)

Manchmal ist einfach der Krux drin. Waren die Veranstalter mit dem Ausfall von ASMODI BIZARR nicht schon genug bestraft und mussten sich um Ersatz mĂŒhen, meldete sich die angekĂŒndigte und von vielen Fans lang ersehnte britische Band CHILDREN ON STUN sehr kurzfristig krank! Gut, dass in der heutigen Zeit die modernen Medien da doch Handlungsbedarf schneller ermöglicht und so fand sich mit SWEET ERMENGARDE aus dem Ruhrgebiet die wohl zumindest hierzulande derzeit gefragteste Gothic Rock-Band als Ă€ußerst wĂŒrdigen Ersatz. Denn dies versprach auf jeden Fall einen guten musikalischen Abschluss des Gotham Sounds Festival, da beide Longplayer des Quintetts eine zweifellos hohe QualitĂ€t aufweisen. Und weil gerade das Zweitwerk alle Nörgler verstummen lassen hatte, wurde mit dessen Opener und Titelgeber Ex Oblivione sowie den Folgesongs Into Oblivion und From Beyond direkt in die Vollen gegangen – wenig Licht und viel Nebel inklusive. So gefĂ€llt Goth-Rock – damit wuchsen wir auf. Die Hereinnahme von dem Track Kisses zeigte ĂŒbrigens die Unterschiede des Wechsels auf der SĂ€nger-Position auf. War der Song unter Kuba Achteliks‘ Stimme sehr voluminös, öffnet er mit Daniel Schweigler am Mikrofon seine dunkle Seite – beides hat ihren eigenen Charme. SWEET ERMENGARDE spielte ihre Setlist professionell herunter. Ehrlich gesagt wĂŒrde ich mir hier an dieser Stelle etwas mehr PublikumsnĂ€he wĂŒnschen, wie es bei allen anderen Bands zuvor der Fall war, aber hey – vielleicht gehört das ja zum Konzept der Jungs. Es wĂŒrde allerdings ein wenig mehr die Lust und den Willen der Band herĂŒber bringen. Okay, Jammern auf hohem Niveau 
 das episch zu nennende Necropolitan Rest beendete die Zugabe nach insgesamt sehr guten siebzig Minuten den Auftritt und damit auch den zweiten und letzten Abend des Festivals in der Live-Variante. Ob dies den Tiefflug des Fans in den Merchandising-Stand der Band begrĂŒndete? Wohl eher, dass leichter Pogo und schwerer Alkohol eine abhebende Wirkung auslösen kann


Setlist SWEET ERMENGARDE @ Hilden, Area 51 (30.04.2016)

01. Ex Oblivione
02. Into Oblivion
03. From Beyond
04. A Promise To Fulfill
05. For This Moment
06. Tender Russian Roulette
07. Kisses
08. Dreamlands
09. Dead Of Night
10. Nigredo Clad (Z)
11. Necropolitan Rest (Z)

Gefeiert wurde aber noch bis tief in die Nacht auf der After-Show-Party mit den zuvor schon erwĂ€hnten DJs. Die meisten Musiker des Abends waren ebenfalls noch zugegen, um einige Worte auszutauschen oder was immer das Herz des Fans sonst begehrte. Dies zeigte schlussendlich, dass man den vierten Aufguss des Gotham Sounds Festivals als sehr gelungen bezeichnen kann. Die MĂŒhen der Veranstalter haben sich mehr als gelohnt und ihr Können bewiesen sie zweifelsohne mit der schnellen und mehr als guten Reaktion auf die kurzfristigen Absagen von ASMODI BIZARR und CHILDREN ON STUN – an dieser Stelle gute Besserung an die unglĂŒcklichen Erkrankten und Verletzten von hier. Dazu schufen sie mit einem guten Zeitplan und vielen Details wie Willkommenstrunk, Geldbörsen-freundliche Preise und einer sehr zweckdienlichen Location keinerlei Raum fĂŒr Unzufriedenheit. Das Festival zeigte einfach auf, das es möglich ist, sehr schöne und mit Live-Musik gefĂŒllte Gothic Rock-Abende im familiĂ€ren Kreise zu schaffen, an die man lange und gerne zurĂŒck denkt. Ich werde es bestimmt tun 
 und ihr doch alle auch, oder?

Fotos: Michael Nowakowski (vielen Dank!)

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