OOMPH! & UNZUCHT – CH- ZĂŒrich, Komplex 457 (22.04.2016)

Oomph!, (c) Dietmar Grabs
Oomph!, (c) Dietmar Grabs
GeschÀtzte Lesezeit: 5 Minute(n)

Unzucht, gegrĂŒndet 2009, kann bereits auf drei Alben und vier EPs zurĂŒckblicken. Am 11. MĂ€rz brachten sie ihre vierte EP Kettenhund heraus und sind seitdem auf Tour – heute mit Oomph!.

Als um 20:00 Uhr Unzucht auf die BĂŒhne kamen, war die grosse Halle des Komplex 457 noch nicht einmal zur HĂ€lfte gefĂŒllt. Dennoch legte sich die Band um SĂ€nger Daniel Schulz vom ersten Song an richtig ins Zeug. Die meisten schienen dies nur wohlwollend zur Kenntnis genommen zu haben. So richtig Stimmung kam keine auf. Dies Ă€nderte sich wĂ€hrend der letzten drei Songs. Die Energie der Band ĂŒbertrug sich nun auch auf das Publikum, das nun mit der Band begeistert mitfeierte. Nach rund 40 Minuten verlangte es sogar noch nach einer Zugabe. Mit dem anschliessenden Engel der Vernichtung brachte die Band die Leute in absolute Hochstimmung. Unter begeistertem Applaus beendete Unzucht ihr Set und gab die BĂŒhne frei fĂŒr Oomph!.

Setlist UNZUCHT @ ZĂŒrich, Komplex 457 (22.04.2016):

01. Unendlich
02. Seelenblind
03. Deine Zeit lÀuft ab
04. Kettenhund
05. Der letzte Tanz
06. Unzucht
07. Nur die Ewigkeit
08. Engel der Vernichtung

PĂŒnktlich um 21:00 Uhr betraten Crap, Flux und anschliessend Dero von Oomph! die BĂŒhne. Im Hintergrund dabei: Vier Gastmusiker fĂŒr Gitarre, Keys, Drums und Percussion. Wie Dero zwischenzeitlich betonte: Bei diesem Konzert sei alles echt: „keine Sequencer und kein Playback!“ Die Halle war mit rund 500 Besuchern gut gefĂŒllt und die Stimmung war schon jetzt sehr gut. Oomph! starteten mit Alles aus Liebe und brachten die Menge aus dem Stand heraus zum Mitfeiern – noch etwas verhalten, aber dies sollte sich im Laufe des Abends noch deutlich Ă€ndern. Als Dero „Hopp Schwiiz“ ind die Menge rief, kam ein „Hopp Schwiiz“ von ihr als Echo zurĂŒck. Danach stimmte er die ersten ruhigen Töne an mit dem ersten von ihnen geschrieben Lied: Mein Herz. Bei Der neue Gott von ihrem ersten Album ließ er das Publikum begeistert mitsingen „Ich bin der neue Gott„. Nach Unzerstörbar ließ Dero alle HĂ€nde in die Luft heben und stellte fest „Ihr seid das sauberste Publikum„. Nun griff er zu zwei Sticks und trommelte rythmisch auf seiner neben seinem MikrostĂ€nder stehenden Drum. Die Leute riefen begeistert ein lautes „Hey!“ passend zum Rythmus. Nach der ganzen Action wurde Dero wieder ruhiger und ließ die Herzen bei Als wĂ€rs das letzte Mal schweben, bevor er bei Jede Reise hat ein Ende alle aufforderte mitzuspringen und natĂŒrlich alle folgten und nahezu das gesamte StĂŒck im Takt mithĂŒpften. Zu Jetzt oder nie nahm Dero seine beiden Sticks in die HĂ€nde und ließ das erstaunlich textsichere Publikum, von seinem Trommeln untermalt, erneut mitsingen: „BrĂŒder schenkt nochmal ein, Die Welt ist satt und gemein, Wir werden gebor’n und wir kĂ€mpfen gemeinsam, doch sterben muss jeder allein!“ hallte es nun durch die Halle. Nach Niemand zelebrierte der Fronter ein weiteres Mal ein gemeinsames „Hopp Schwiiz“ und in der Menge wurde eine breite Gasse zur Wall Of Death gebildet, was auch reibungslos und recht zĂŒgig klappte. Der anschließende Mosh-Pit zu Mitten ins Herz verschonte nur die ersten beiden Reihen, ansonsten gehörte die Mitte des Zuschauerraums vollkommen der pogenden Menge. Nach mehrfachem „Gott ist tot“ macht Dero Croudsurfing in den vorderen Reihen und bat dann um mehr Licht: „Feuerzeuge, Handydisplays, leuchtende Vibratoren“, denn nun kam etwas Romantisches: Unter Diesem Mond. Getragen von der romantischen Stimmung wechselte Crap fĂŒr Auf Kurs zur akustischen Gitarre. Bei Sandmann war dann wieder Schluss mit tiefen GefĂŒhlen. In der Mitte wurde wieder gepogt und am Rand sangen die Leute – auch die Schweizer – gut mit. Als Dero zu Augen auf! bis auf 10 hochzĂ€hlte bildete sich automatisch wieder eine kleine Gasse um bei „10“ erneut aufeinander zuzulaufen und dann zu pogen. Auf diesem gefĂŒhlten Höhepunkt verabschiedeten sich Dero und der Rest der Band nach 100 Minuten mit einem lauten „Gute Nacht ZĂŒrich!„.

Das Publikum hatte aber noch genug Energie und forderte rufend, pfeiffend und singend nach einer Zugabe. Keine fĂŒnf Minuten spĂ€ter betraten Crap, Flux und Dero – dieser nun bekleidet mit Zylinder, langer Weste und blutrot bemalten Augen – erneut die BĂŒhne. Er zĂ€hlt „Eins….zwei….eins…..zwei…..eins…..zwei…..drei….vier!“ und gibt den Kleinstadtboy zum Besten. Als zweite Zugabe wird das gut bekannte Gott ist ein Popstar herausgeholt, zu dem die Menge nochmal so richtig abfeiert. Zum Abschluss hieß es dann noch einmal „Gute Nacht“ und die Band stimmte eine alte Swingmelodie aus den frĂŒhen 1960er Jahren an. Dero sang dazu passend eine leicht abgewandelte Version von Dankeschön (von Wayne Newton) und Crap ließ sich in dieser Zeit von der Menge auf gestreckten Armen durch die Halle tragen. PĂŒnktlich zur gemeinsamen Verabschiedung kam er aber wieder auf der BĂŒhne an und genoss den frenetischen Applaus des Publikums. Nach der Verbeugung nahm Dero seine beiden Sticks, leckte sie einzeln ab und warf sie in die begeisterte Menge. Um kurz vor 23:00 Uhr verließ die Band ein letztes Mal die BĂŒhne und hinterließ viele sichtlich gut gelaunte Menschen.

Setlist OOMPH! @ ZĂŒrich, Komplex 457 (22.04.2016)

01. Alles aus Liebe
02. Labyrinth
03. TrÀumst Du
04. Mein Schatz
05. Das weisse Licht
06. Mein Herz
07. Der neue Gott
08. Unzerstörbar
09. Als wÀrs das letzte Mal
10. Wunschkind
11. Jede Reise hat ein Ende
12. Bis der Spiegel zerbricht
13. Jetzt oder nie
14. Niemand
15. Mitten ins Herz
16. Unter diesem Mond
17. Auf Kurs
18. Sandmann
19. Gekreuzigt
20. Augen auf!
21. Kleinstadtboy (Z)
22. Gott ist ein Popstar (Z)
23. Outro (Dankeschön) (Z)

Weblinks UNZUCHT:

Homepage: http://unzucht-music.com/
Facebook: https://www.facebook.com/Unzucht
Twitter: https://twitter.com/unzucht
Youtube: https://www.youtube.com/user/unzuchtofficial

Weblinks OOMPH!:

Homepage: http://www.oomph.de
Facebook: https://www.facebook.com/oomphband
Twitter: https://twitter.com/oomphband
Youtube: https://www.youtube.com/user/OomphVEVO

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