DEAD GUITARS – M├Ânchengladbach, Messajero (19.12.2015)

Dead Guitars, (c) Michael Gamon
Dead Guitars, (c) Michael Gamon
Gesch├Ątzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Wir lieben sie einfach, unsere toten Gitarren, die Dead Guitars, die auch im Dezember 2015 wieder einmal beweisen, dass viel mehr Leben in ihnen steckt, als ihr Bandname zun├Ąchst vermuten l├Ąsst. Dass wir allerdings nicht die Einzigen sind, die ihr Herz an das melancholisch-vertr├Ąumte Gespann um Frontmann Carlo van Putten verloren haben, zeigt sich am starken Andrang im M├Ânchengladbacher Messajero. Wie auch in den vergangenen Jahren klebt auch 2015 bereits fr├╝hzeitig das Wort ÔÇ×Ausverkauft!ÔÇť auf dem Bandbanner und man bekommt den Eindruck, dass wir der musikalischen Macht der Dead Guitars Jahr um Jahr schneller verfallen.

Dead Guitars Fronter Carlo in seinem Element

Dead Guitars Fronter Carlo in seinem Element

Das ist jedoch kein Wunder, immerhin haben die ÔÇ×DeadiesÔÇť dieses Mal nicht nur ihre altbekannten Kracher, sondern offiziell ihr gesamtes neues Werk Shelter mit im Gep├Ąck, das uns auf Platte und bei kleineren Privatkonzerten schon so sehr begeistert hat. Kurz nach 21:00 Uhr ist es also so weit, die ersten T├Âne des wunderbaren Heaven Seven ert├Ânen und sofort tauchen wir mit Carlo van Putten, Peter Brough, Ralf Aussem, Kurt Schmidt und Hermann Eugster in eine andere Welt ein, die uns so schnell nicht mehr loslassen wird. Ob bei I Surrender, Mona Lisa oder Wooden Head… Carlo, das charismatische Aush├Ąngeschild der Band, wei├č genau, welche Kn├Âpfe er dr├╝cken muss, um uns tief im Herz zu ber├╝hren, und webt seine bezeichnende Mimik und Gestik um die neuen St├╝cke als w├Ąren sie schon ewig da, schon ewig ein Teil des gro├čen Ganzen gewesen. Nat├╝rlich erwarten uns aber auch altbekannte Kracher wie Pristine oder Crash, die von der Menge emotional zelebriert werden. Egal wohin man sich heute an diesem vorweihnachtlichen Abend auch umschaut, man schaut doch ├╝berall in zutiefst gl├╝ckliche und zufriedene Gesichter, die gar nicht genug von ihren Idolen bekommen k├Ânnen und somit nach dem Hauptset ohne Umwege mehr fordern.

Die Dead Guitars ├╝berzeugen in M├Ânchengladbach mit Freude und K├Ânnen

Und die Dead Guitars w├Ąren nicht die Dead Guitars, wenn sie nicht mindestens genauso viel Freude an dem h├Ątten, was hier und heute in diesen R├Ąumlichkeiten geschieht. Und so freuen wir uns gemeinsam ├╝ber Zugaben ├á la dem emotionsgeladenen Along the Great Divide, ein weiteres Mal Heaven Seven, das hier jeder aus tiefstem Halse mitsingt oder dem bebenden Silver Cross River. Und doch sind es nicht nur die Texte, die uns immer wieder ber├╝hren, es ist das Zusammenspiel, das durch die instrumentalen K├╝nste jedes Einzelnen zustande kommt, die wohligen Schauer, die uns Gitarren und Bass ├╝ber den R├╝cken jagen, die Kraft der Drums, die unseren Herzschlag vorgeben, und der ausdrucksstarke Gesang, der uns durch Mark und Bein f├Ąhrt.

Jungs, ihr habt auch im Dezember 2015 wieder einmal Gro├čes vollbracht! Danke!

Setlist DEAD GUITARS @ M├Ânchengldbach, Messajero (19.12.2015):
01. Heaven Seven
02. Happy Sad
03. Half Light / Hangout in Heaven
04. I Surrender
05. Bullet Proof
06. Mona Lisa
07. Wooden Head
08. Mandy’s House
09. Love Goddess and the Love Ghost
10. Pristine
11. Crash
12. Name of the Sea (Z)
13. Along the Great Divide (Z)
14. Heaven Seven (ZZ)
15. Silver Cross River (ZZZ)

Fotos: Michael Gamon

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