ASP – Verfallen: Folge 1 – Astoria

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Gesch├Ątzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung

5 Musik

8 Anspruch

Asp ist B├╝cherfan, interessante Romane faszinieren ihn, das merkt man. Kein Wunder, dass er auch immer wieder mit K├╝nstlern wie Kai Meyer Lesungen veranstaltet und zu deren Romanen sogar Songs oder ganze Alben schreibt. So auch im vorliegenden Falle, bei dem sich Asp vom Roman ÔÇ×Das Fleisch der VielenÔÇť von Kai Meyer hat inspirieren lassen und im Rahmen eines Zweiteilers wieder seine K├╝nste als Geschichtenerz├Ąhler unter Beweis stellt. Auf Verfallen nehmen ASP den H├Ârer mit auf eine gro├če, abenteuerliche Reise. Und dies ist sogar w├Ârtlich zu verstehen, denn der Protagonist macht sich zu Beginn von Folge 1: Astoria in der Tat auf den Weg in das wundersch├Âne Leipzig, wo sich sein bis dahin recht trostloses Leben rasant ver├Ąndern wird. Asp wei├č wie man Spannungsb├Âgen formt und so ist der erste Teil exakt wie ein guter Roman aufgebaut: zun├Ąchst wird der Hauptdarsteller vorgestellt und der H├Ârer in die Geschichte eingef├╝hrt, die dann -genau wie die zugeh├Ârige Musik- immer wieder an Fahrt aufnimmt, Ruhephasen einlegt und seinem dramatischen H├Âhepunkt immer n├Ąher r├╝ckt, um dann eher melancholisch zu werden und Ausblicke auf das weitere Geschehen zu geben. Und so hei├čt der abschlie├čende Track auch passenderweise Fortsetzung folgt. Das Ganze wirkt schl├╝ssig und durchaus spannend, besitzt allerdings einen Nachteil: die Musik ordnet sich auf Astoria vollkommen der erz├Ąhlten Geschichte unter. Wer hier also ein typisches ASP Hit-Feuerwerk erwartet, wird sicher entt├Ąuscht sein, denn auch wenn sich wieder der eine oder andere durchaus gute und auch eing├Ąngige Song wie Loreley findet, k├Ânnen diese, allein f├╝r sich betrachtet, beiweitem nicht mit den Klassikern der Band mithalten. Hier z├Ąhlt vor allem die Geschichte in Ihrer Gesamtheit und darauf muss sich der H├Ârer einlassen (k├Ânnen).

Fans seiner bisherigen Trilogien und diejenigen, die bereit sind sich auf diese Albumart tats├Ąchlich einzulassen, sollten Verfallen unbedingt eine Chance geben, alle anderen, denen die reinen Songs wichtiger sind als anspruchsvolle Texte, sind wom├Âglich mit anderen Alben des Meisters besser bedient. Hier lohnt es sich dann, erst einmal ein Ohr zu riskieren. Allerdings sollte man dabei auch nicht zu vorschnell urteilen, denn das Album entwickelt sich mit mehrmaligem H├Âren. Von den Arrangements her, ist Verfallen: Folge 1 – Astoria sicher anspruchsvoll und durchaus hochwertig ausgefallen, ein musikalischer Hochgenuss ist es jedoch wie schon angedeutet nur bedingt, was eine objektive, gerechte Bewertung schwierig macht, da sie sehr vom pers├Ânlichen Zugang abh├Ąngt.

Tracklist ASP – Verfallen: Folge 1 – Astoria:
01. Himmel und H├Âlle (Kreuzweg)
02. Mach’s gut, Berlin
03. Zwischent├Âne: Ich nenne mich Paul
04. Zwischent├Âne: Bauk├Ârper
05. Begeistert (Ich bin unsichtbar)
06. Zwischent├Âne: Lift
07. Astoria verfallen
08. Souvenir, Souvenir
09. Zwischent├Âne: Blank
10. Dro[eh]nen aus dem rostigen Kellerherzen
11. Alles, nur das nicht
12. Loreley
13. Fortsetzung folgt ÔÇŽ

Verfallen Folge 1: Astoria

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