VÖLKERBALL – Oberhausen, Turbinenhalle (17.04.2015)

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Am Freitag den 17.04.2015 ging es am Abend in die noch recht neue Halle 2 der Turbinenhalle in Oberhausen. Mit ihrer Empore und einem Fassungsvermögen von ca. 1.800 Personen eine sehr gelungene Konzert-Location. Auf dem Programm standen Völkerball, eine Rammstein Tributeband der Extraklasse. Und das darf man wirklich so sagen. Denn wer wie ich Rammstein schon live gesehen hat, der wird zweifelsohne Vergleiche durchfĂŒhren und feststellen, dass die sechs Jungs aus Rheinland-Pfalz dem Original sehr nahe kommen. Ein sehr gut aufeinander abgestimmtes Team aus Band, Crew, Pyro-, Licht- und Tontechnik bieten eine mehr als gelungene Tribute-Show.

Nachdem im Vorfeld ca. 1.200 Karten verkauft wurden, fĂŒllte sich die Halle recht schnell. Mit der Abendkasse zusammen kamen wir auf geschĂ€tzte 1.500 Besucher. Und diese sollten einen nahezu perfekt inszenierten und organisierten Auftritt erleben. ?Als um 20:15 Uhr der schwarze Vorhang vor der BĂŒhne fiel, gab dieser das aufwendig inszenierte BĂŒhnenbild frei und gleichzeitig auch den Startschuss fĂŒr Völkerball. Reise Reise ertönte es aus den Lautsprechern. Und ab ging sie, die Reise durch die Zeitepoche Rammstein. ?Vor dem Auftritt sagte mir der Tourleiter Mario Thomas: Wenn ich wĂ€hrend des Konzertes mal die Augen schließen wĂŒrde, „könnte ich die Ähnlichkeit der Stimme von SĂ€nger RenĂ© Anlauff zur Stimme von Til Lindemann erkennen.“ Und tatsĂ€chlich, er hatte Recht. Jedoch öffnete ich meine Augen schnell wieder, als die nĂ€chste heiße Welle von Pyros in meinem Gesicht ankam. Irgendwie erinnerte ich mich daran, was unsere Eltern uns beibrachten: Spiele nicht mit dem Feuer. Bei diesen Jungs haben es die Eltern vergebens versucht, denn hier wurde nicht nur gekleckert, sondern geklotzt. Bassist Tilmann Carbow zĂŒndete gelegentlich an einer FeuerfontĂ€ne das Ende seines Basses an. Leider so weit hinten auf der BĂŒhne, dass man es kaum sah.? Da ich ein Rammstein-Hörer der ersten Stunde bin, waren Herzeleid und Weißes Fleisch die Highlights der ersten Stunde. Die gesamte Setlist ließ aber definitiv keinen Hörer zu kurz kommen.? Wie auch bei Rammstein kamen Flammenwerfer, SprĂŒhkörper, Lichtbogen usw. zum Einsatz. Eine perfekt inszenierte Show. Nach 1 Stunde und 15 Minuten wurde beim Lied Haifisch mit der Bootsfahrt von Keyboarder Andreas Schanowski die Pause eingeleitet. Zeit, um sich ein weiteres Bierchen zu holen, denn das Flammmaterial hatte einen eigenen Geschmack hinterlassen. ?Nach wenigen Minuten ging es dann weiter. Mit Sonne startete Völkerball in die zweite Halbzeit. Wenn man den Eindruck gehabt haben könnte, dass die Jungs sich in der ersten HĂ€lfte vielleicht etwas geschont hatten, so gaben sie jetzt jedoch alles. Die Show hatte in dieser HĂ€lfte ihren Höhepunkt. Die Band prĂ€sentierte jetzt auch einen eigenkomponierten Song. Radioaktiv passte hervorragend in das Line-up und offenbart das Potential, welches in Völkerball, bzw. Heldmaschine,  steckt. ?Nach ĂŒber 2 Âœ Stunden Zeitreise durch die Rammstein-Epoche und viel Show wollten sich die Herren von der BĂŒhne verabschieden. Ein fantastischer Konzertabend ging aber erst zu Ende, nachdem es noch zwei Zugaben gab. Hier wurde RenĂ© Anlauff bei Engel von einer GastsĂ€ngerin unterstĂŒtzt – ein tolles Finish. ?

Setlist VÖLKERBALL @ Oberhausen, Turbinenhalle (17.04.2015):
01. Reise, Reise
02. Links 2,3,4
03. Feuer frei
04. Keine Lust
05. Der Meister
06. Stein um Stein
07. Tier
08. Herzeleid
09. Weißes Fleisch
10. Zerstören
11. Wiener Blut
12. Waidmanns Heil
13. Haifisch
Pause
14. Sonne
15. Du riechst so gut
16. Dein Herz brennt
17. Heirate mich
18. Radioaktiv
19. Weiter
20. Asche zu Asche
21. Seemann
22. Mein Teil
23. Ich will
24. Du Hast
25. Ich tu dir weh
26. Ohne dich
27. Pussy (Z)
28. Engel (Z)

Fotos: Marcus Nathofer