SUICIDE COMMANDO & REAPER – Oberhausen, Kulttempel (01.05.2015)

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Am 01.05. war es soweit. Der Belgier Johan van Roy prĂ€sentierte mit seinem Projekt Suicide Commando eines seiner begehrten und exklusiven „Vintage“-Sets. Eine ganz besondere RaritĂ€t an diesem Abend im Kulttempel in Oberhausen, da es die einzige „Vintage“-Show fĂŒr dieses Jahr in ganz Europa war.?

Doch zuvor durfte Vasi Vallis, unterstĂŒtzt von Torben Schmidt alias Reaper das Publikum anheizen. Die beiden wurden bereits, wĂ€hrend der Club sich langsam fĂŒllte, durch ihre auf der BĂŒhne schon aufgebauten, leuchtenden MacBooks angekĂŒndigt. Und so gaben sich die beiden auch nur mit einer leichten VerspĂ€tung die Ehre. Elektronische KlĂ€nge durchströmten den Raum, getreu ihrem eigenen Motto: „Not limited to any electronic genre“. So lieferten die beiden ein elektronisches Feuerwerk gepaart mit harten tanzbaren Beats, die das Publikum feiernd und durch alle Reihen bewegend annahm. Auch wenn wohl an diesem besonderen Abend nicht jeder etwas mit dieser extremeren HĂ€rte anzufangen wusste. Ihrem Auftritt nahm dies jedoch nichts. Die beiden meisterten ihre Zeit mit Bravur, und verabschiedeten sich von der applaudierenden Menge.?

Nach einer kurzen, gut organisierten Umbauphase, welche bereits erkennen ließ, dass es zum folgenden Auftritt kein Live-Schlagzeug geben wĂŒrde, lĂ€utete Nebel und dĂŒsteres Licht auch die ersehnte Show des EBM-Urgesteins Johan van Roy, besser bekannt als Suicide Commando ein. Das Live-Duo fĂŒr diesen Abend begann das „Vintage“-Set mit Murder gefolgt von T.V. Obsession. Johan van Roy prĂ€sentierte seinen Fans einen ausgezeichneten Querschnitt durch das frĂŒhe Schaffenswerk Suicide Commandos, wĂ€hrend er die von Lichtblitzen gepeitschte BĂŒhne ausnutzte, um eine gewohnt dynamische und publikumsnahe Show zu performen. Es fehlte weder an Dia-Projektor noch an Johans Posen, mit denen er seinem tobenden Publikum den Psychopathen mimte. Trotz Schiene am Knie, fegte er wild ĂŒber die BĂŒhne. Mit dem Clubhit See you in hell wurde die feiernde, tanzende Menge in das Jahr 1995 zurĂŒck gefĂŒhrt, welche begeistert singend und grölend die Kontrolle ĂŒber das Mikro durch Johan erhielt und von ihm animiert die Lieder ebenso textsicher fortsetzen konnte. Den jĂŒngeren GĂ€sten dĂŒrften die Klassiker aber auch besser bekannt gewesen sein, als so manch anderes Lied an diesem Abend. Die Zeit verging wie im Flug und so ließ sich das Duo gleich zweimal zu einer Zugabe zurĂŒck auf die BĂŒhne bitten und beendete nach The Mirror endgĂŒltig ihr Set. Eine rundum gelungene Darbietung.

Suicide Commando:

Reaper:

Fotos: Miriam Neiken

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