ITCHY POOPZKID – Köln, Werkstatt (18.04.2015)

2015-04-18_Itchy_Poopzkid_-_Bild_007.jpg
Geschätzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Am 18.04.2015 ging es in die Werkstatt nach Köln zu Itchy Poopzkid. Itchy … who? Poopzkid … Motherfucker. Es ist der Tourauftakt zur kleinen Disaster Clubtour mit ausschließlich Konzerten quer durch Deutschland, als Vorbereitung zur großen SIX Tour die im Herbst 2015 folgen wird. Kurz gesagt: Warm-up. Die mit 400 Personen ausverkaufte Werkstatt war recht überschaubar. „Punk isn’t dead“ lautete das Motto, welches an diesem Abend Gesetz war. Mit von der Partie waren wieder Sea Shepherd, eine Umweltorganisation, die ihren Stand gegenüber dem Merch-Stand von Itchy aufgebaut hatten.

Als Auftakt gab es jedoch erstmal was von States and Empires auf die Ohren. Die drei aus Wales stammenden Musiker existieren noch nicht wirklich lange als Band. Ihr harter Sound wusste beim Publikum zu gefallen und war als Einheizer mit zwei Circlepits durchaus geeignet.

Kurz nach acht stürmten die drei Itchy Poopzkid-Boys auf die Bühne und lieferten Punkrock vom feinsten. Die aus Leichlingen stammende ehemalige Schülerband hatte ihr gerade veröffentlichtes sechstes Album im Gepäck. Sibbi (Sebastian Hafner), Panzer (Daniel Friedl) und Max (Max Zimmer) legten gleich richtig los. Grip it Tighter als neuer Song und Drogenfrau fetzte es aus den Boxen. Auf die Frage von Sibbi , wie viele Personen wirklich aus Köln seien, zeigten ca. 12 Personen auf – 12 von 400 ist nicht wirklich viel. Immer wieder zwischen den Songs wurde sowohl der verbale als auch körperliche Kontakt zum Publikum gesucht. Ein Konzert von Itchy Poopzkid ist wie ein Sportprogramm mit guter Musik. Wer hier nicht ins Schwitzen kam, der war nicht wirklich in der Halle. Auf die Frage: „Können wir jetzt mal richtig durchdrehen?“ ging es ab mit Pogo. Zwischendurch spielte Sibbi dann mal auf der Theke weiter, während Panzer und Max weiterhin von der Bühne aus Dampf machten. Aber auch an die Umwelt wurde gedacht. Mit As long as I got chords wurde es kurz mal etwas ruhiger um durch zu atmen.

Beim Run DMC Cover It’s Tricky gaben Sibbi und Panzer Gitarre und Bass an den Tourmanager und eine weitere Person aus dem Backstage-Bereich ab und rappten, was das Zeug hielt. Nachdem Panzer eine Wasserflasche in die feiernde Menge warf, sagte Sibbi zu ihm: „Du solltest Baseballspielerin werden.“ Die Flasche war offen und der/die Fänger(in) nass. Zum Ende hin wurde dann aus den Zuschauern ein Aushilfsbackliner gesucht. Er habe nur eine Aufgabe: Man statte ihn mit Gaffa Tape und einem Hammer aus, und wenn etwas auf der Bühne kaputt gehe, solle er einfach was Intelligentes tun. Er nahm den Hammer…

Nach drei Zugaben endete das Konzert mit Down Down Down, bei dem das Publikum noch einmal aufgefordert wurde einen Kanon zu singen. Das klappte so gut, dass nachdem die drei Poopzkids die Bühne längst verlassen hatten, der Refrain noch Minuten lang vom Publikum aus nach halte.

Ein mehr als gelungener Tourauftakt, der Lust auf die SIX-Tour macht.

Setlist ITCHY POOPZKID @ Köln, Werkstatt (18.04.2015):
01. Grip it Tighter
02. Drogenfrau
03. Where is the Happiness
04. Darkness
05. Say no
06. Silence is Killing me
07. Never say die
08. Out There
09. You don’t bring me down
10. Pretty me
11. As long as I got Chords
12. It’s Tricky
13. She’s gonna get it
14. The Living
15. Try Try Try
16. We say so
17. Dancing in the Sun
18. Why still Bother (Z)
19. The Weight of the Water (Z)
20. Down Down Down (Z)

Itchy Poopzkid:

States And Empires:

Fotos: Marcus Nathofer

Kommentar verfassen