FAELEND – Children Of IlĂșvatar – Music From Middle Earth EP

cover-faelend-children-of-iluvatar-single.jpg
GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Unsere Bewertung

9 Bewertung

Mit asiatisch angehauchten KlĂ€ngen beginnt die DebĂŒt-EP Children Of IlĂșvatar von Faelend, welche sich einem ganz speziellen Genre verschrieben haben, das es so eigentlich vor ihnen noch gar nicht gab. Denn Faelend verbinden verschiedenste Musikstile wie folklorische Mittelalter- und Popmusik mit asiatischen SoundeinflĂŒssen und elbischer Sprache (Sindarin). Heraus kommt dabei eine Art moderner Herr-der-Ringe-Sound, bei dem die elbische Sprache geschickt von der hypnotischen Stimme AnĂłriels eingesetzt wird, um den Zuhörer mit auf eine Reise in ferne Zeiten und Ziele zu entfĂŒhren. Das hat dann schon etwas von Chill-Out-Musik, aber mit einem komplett anderen Grundansatz. Es fĂ€llt daher schwer, Faelend musikalisch greifbar einzuordnen, da man sich auf dem DebĂŒt Ă€ußerst wandlungsfĂ€hig zeigt. FĂŒhlt man sich beizeiten an eine Band wie Dead Can Dance erinnert, sieht das nur wenige Augenblicke spĂ€ter schon wieder ganz anders aus und man fĂŒhlt sich an einen sĂŒdlĂ€ndischen Strand oder in einen orientalischen Markt versetzt. Allen Tracks gemein ist hingegen die Eindringlichkeit, mit der Faelend den Hörer umwickeln und gefangen nehmen. Ist man einmal in diesem musikalischen Geflecht gefangen, möchte man gar nicht mehr zurĂŒck, schließlich gibt es viel zu entdecken. Man kann ebenso zu den Songs tanzen (Faelend (Revised)) wie trĂ€umen oder sich einfach nur von der AtmosphĂ€re und AnĂłriels Stimme verzaubern lassen. Es ist wirklich faszinierend, wie wandlungsfĂ€hig ihr Gesang ist und vor allem in den Sprechpassagen wirkt das Ganze so dermaßen mysteriös, dass es einen im positivsten Sinne erschaudern lĂ€sst. Doch auch die Begleitmusik erschafft Klangwelten, die wunderschön anzuhören sind und mit der Stimme von AnĂłriel und den Backingvocals von Ádalon, Ben CrabĂĄn und einem ganzen Chor Elben eine perfekte Symbiose eingehen. Dabei klingen Faelend ĂŒberraschend modern und alles andere als antiquiert. Hier wird mit zum Teil wirklich uralten und seltenen Instrumenten wie einer Koto ein Klang erzeugt, der so eigenstĂ€ndig ist, dass er sich richtig frisch anfĂŒhlt, was vor allem beim abschließenden Kokoro No Oto – Sound Of Your Heart augenscheinlich wird, bei dem deutliche EinflĂŒsse aus dem Gospel einfließen und der trotzdem als Popsong funktioniert. Highlights fĂŒr mich sind allerdings die beiden Children Of IlĂșvatar-Interpretationen, die vollkommen unterschiedliche Facetten des Grundthemas herausarbeiten und bei Part II sogar, dank hymnischem Gitarreneinsatz, interessante Rockelemente mit einbinden.

Wer nun neugierig geworden ist oder einfach nur sehr gerne ins Universum von Tolkiens Herr der Ringe eintaucht, sollte unbedingt reinhören, es lohnt sich!

Tracklist:
01. Children of IlĂșvatar I (Eldar) 03:02
02. Faelend (Revised) 04:47
03. Children of IlĂșvatar II (Edain) 07:01
04. Kokoro no Oto – Sound of your Heart 03:59

Kommentar verfassen