EMP PERSISTENCE TOUR 2015 – Oberhausen, Turbinenhalle 1 (17.01.2015)

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Gesch├Ątzte Lesezeit: 5 Minute(n)

Das lange Warten f├╝r die Hardcore / Punk Fans hat heute ein Ende!
W├Ąhrend im Kulttempel zum Rock’n’Roll geladen wurde und f├╝r Metalfans in der Turbinenhalle 2 das HammerFall Konzert stattfand (wir berichten ebenfalls), war es in der gro├čen Turbinenhalle wieder Zeit f├╝r die EMP Persistence Tour!
Um 17:30 Uhr war es schon soweit und die Opener TBA [GALLERY] betraten die B├╝hne. Die Halle war zu diesem Zeitpunkt gerade zur H├Ąlfte gef├╝llt und die Musiker hatten es schwer, die Fans vor die B├╝hne zu locken. Einzelne pogten, jedoch kam die Stimmung in der halben Stunde Ihres Sets nicht wirklich in Wallung.


Broken Teeth
[GALLERY] aus Manchester waren als zweiter Act dran. Ihre Songs zeichnen sich durch einen guten Mix aus schnellen Abschnitten mit Singalongs und wilden Moshparts aus. Endlich finden sich auch eine handvoll textsichere Leute vor der B├╝hne und so springt der S├Ąnger beim letzten Song mal eben ├╝ber die Absperrung ins Publikum, um das Mikrofon an die Fans weiterzureichen. Aber so richtig wollte der Funke auch hier noch nicht ├╝berspringen.

Dann gab es erstmal einen kurzen Schreckmoment. Als auf der B├╝hne umgebaut wurde, h├Ârte man pl├Âtzlich Schreie aus dem hinteren Bereich. Leute rannten wild durcheinander, die Securitys leiten das Publikum Richtung Hallenmitte. Wie ich dann erfahren habe, gab es ein Problem mit der B├╝hnenstatik. Zwei St├╝tzs├Ąulen drohten wohl zu kippen. Das Problem wurde aber souver├Ąn innerhalb von knapp 30 Minuten gel├Âst und so konnte es dann gegen 19:00 Uhr weitergehen.


All For Nothing
[GALLERY] ist eine Hardcore-Band aus Rotterdam. Mit Frontfrau Cindy spielen sie hochenergetische Hardcore-Songs mit teilweise langen Ch├Âren, straffen Beat-Down-Passagen und melodischen Riffs, die von verschiedenen Einfl├╝ssen herr├╝hren. Einer der Gitarristin springt auf der B├╝hne wie wild herum – Ein echter Hingucker. Die Turbinenhalle hat sich mittlerweile gut gef├╝llt und auch die Stimmung wird immer besser. Es bilden sich Circlepits, es wird wild gepogt und auch Stagediver finden ihren Weg in die Menge.

Mehr N├Ąhe wie zum S├Ąnger Brendan von Turnstile [GALLERY] gab es an diesem Abend nicht mehr. Die aus Baltimore/DC/Ohio stammende Kombo ging nach der Ver├Âffentlichung Ihrer Demo 2010 ihren eigenen Weg. Sie sind bekannt f├╝r Ihre verr├╝ckten Live Shows und das stellten sie auch heute wieder unter Beweis. S├Ąnger Brendan suchte stets den direkten Kontakt zu den Fans, war somit mehr im B├╝hnengraben und reichte das Mikro w├Ąhrend der ganzen Show immer wieder an seine Anh├Ąnger weiter. Circlepits waren da ein Muss!

Rykers [GALLERY] geh├Ârt zu den erfolgreichsten europ├Ąischen Hardcore-Bands der 1990er-Jahre. Die aus Kassel stammende Band, ver├Âffentlichte 2014 das Comeback-Album Hard To The Core. Sch├Âner Proleten-HC mit Metalgitarren, ordentlichen Gangvocals und pathetischem Inhalt wurde hier geboten. Mit Bassist Chris, der mit seinem Bass aus dem Stand immer wieder in die H├Âhen springt, gab es auch was f├╝rs Auge. S├Ąnger Kid-D wiederrum suchte seinerseits immer wieder die N├Ąhe der Fans und lie├č sie ins Mikrofon shouten. Mit Circlepits und Crowdsurfern feierte das Publikum ihre Band.

Dann kamen keine schwarzgef├Ąrbten Haare, keine lackierten Fingern├Ągel und auch keine Tusche unter den Augen, sondern einfach nur eine Band, die immer wieder durch ehrliche und brachiale Auftritte aus dem Gros der Szene heraussticht: Walls Of Jericho [GALLERY]! Die Band aus Detroit drehte von Anfang an m├Ąchtig auf. Frontfrau Candace Kucsulain fegte ├╝ber die B├╝hne als g├Ąbe es kein Morgen, wobei sie sich die Kehle rauskreischte und sicherlich in einem der n├Ąchsten Filme von Tarantino ein durchgeknalltes Dope Chick spielen k├Ânnte, ohne sich gro├č verstellen zu m├╝ssen. Die Energie der Songs und die Stageperformance lie├čen nichts zu w├╝nschen ├╝brig. Als Candace dann noch auf die Absperrung des B├╝hnengrabens kletterte, gab es kein Halten mehr. Die Fans surften auf der Crowd zu Ihr um in das Ihnen entgegen gehaltene Mikrofon zu kreischen.

Als vorletzte Band des Abends betrat dann Ignite [GALLERY] die Stage! Mit Ihrem Melodic/Westcoast Hardcore aus Kalifornien geh├Âren sie zu den wichtigsten Vertretern dieses Stils in der heutigen Zeit. Ab dem ersten Ton, der aus den Boxen schallte, war das Publikum nicht mehr zu halten. Auch wenn man gewollt h├Ątte, den schwitzigen K├Ârpern und Stagedivern konnte man sich einfach nicht entziehen. Was bei Auftritten von Ignite abgeht, kann man sich eigentlich schon vorstellen, wenn man sich nur die Tontr├Ąger zu Gem├╝te f├╝hrtÔÇŽ aber die Energie zu sp├╝ren, die durch den Saal flie├čt, sobald die ersten Takte von Bleeding aus den Boxen schallen, ist ein wahres Erlebnis.

23.45 Uhr! Eine Legende des New York-Hardcores bestehend aus vier einfach netten Herren betritt die B├╝hne: Sick Of It All [GALLERY]! Sie geh├Âren sicherlich zu den mitrei├čendesten Live-Bands. Nicht viele verspr├╝hen auf der B├╝hne eine solche Energie, die sich im Handumdrehen auch auf das Publikum ausweitet. Gitarrist Pete Koller und Bassist Craig Ahead standen wohl nur wenige Sekunden still. Lieber rannten sie ├╝ber die B├╝hne, zeigten ihre Liebe zur Musik. S├Ąnger Lou Koller forderte immer wieder Circlepits die von den Fans umgehend umgesetzt wurden. Die vier Securitys im B├╝hnengraben kamen fast gar nicht hinterher, die zahlreichen Crowdsurfer rauszuziehen.

Fazit: Hardcore Fans kamen heute sicherlich auf Ihre Kosten!

Bilder des Festivals und der beteiligten Bands befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind dort durch Anklicken der gelben Sprechblase oben rechts m├Âglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Gallery-Links bzw. Fotos.

Fotos: Tanja Schilling

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