METRONOMY & TELEMAN – Köln, Live Music Hall (14.12.2014)

2014-12-14_Metronomy_-_Bild_006.jpg
GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Am dritten Advent 2014 bespielten die fĂŒnf Jungs und MĂ€dels von Metronomy aus Großbritannien die BĂŒhne in der Kölner Live Music Hall. Als Support hatten sie die ebenfalls britische Band Teleman dabei. Die vier Musiker, Bass, Gitarre, Schlagzeug und Keyboard, grĂŒndeten sich 2012 aus drei Musikern der Band Pete and the Pirates. Ihr aktuelles und erstes Album ist das 2013 erschienene Breakfast aus dem sie ihr 30-minĂŒtiges Set vornehmlich bestreiten. Ihr Stil lĂ€sst sich noch am ehesten mit teilweise tanzbarem Indiepop beschreiben. Nach anfĂ€nglich statischem Beginn mit Christina oder Steam Train Girl, startet die Band um Thomas Sanders mit dem brandneuen Song Strange Combinations und Skeleton Dance die zweite HĂ€lfte ihres Sets, bei der endlich etwas getanzt werden kann. Allerdings scheint erst beim letzten Song Not in Control das Eis gebrochen zu sein, erst jetzt geht die Band aus sich heraus und lĂ€dt das Publikum zum tanzen und klatschen ein. Die höflichen Briten „from London“ verabschieden sich und rĂ€umen die BĂŒhne fĂŒr Metronomy.

In der Umbaupause laufen fast ausschließlich Beatles Songs, welche die Stimmung unter den Besuchern in der sehr gut gefĂŒllten Live Music Hall weiter steigen lassen. Um Punkt 21 Uhr betreten nun Metronomy die BĂŒhne und beginnen mit Holiday vom 2008 erschienenen Album Night outs. Ihre BĂŒhne, wie auch ihr BĂŒhnenoutfit, hat die Band um den Mastermind Joseph Mount ganz in weiß gehalten, selbst ihre Keys und Synthesizer sind schön hinter weiß lackiertem Holz versteckt. Über allem schwebt eine große Discokugel, all das schreit: „Es ist Discozeit!“

Nach der aktuellen Single Love Letters begrĂŒĂŸt Mr. Mount das Publikum mit der Geschichte, dass sie gestern ihren Off-Tag in einem Irish Pub verbracht haben um gleich darauf „einen schönen Montagabend“ zu wĂŒnschen. Nachdem ihm zugeflĂŒstert wird, dass doch heute erst Sonntag sei entschuldigt er es mit dem Touralltag und scheint ein klein wenig erleichtert zu sein wenn die Tour nach drei Shows „endlich“ vorbei ist.

Bei The Look kommt endlich auch die große Discokugel zum Einsatz und wir befinden uns spĂ€testens jetzt in den 70ern. Zu I’m Aquarius verlĂ€sst Anna Prior ihr Schlagzeug und begibt sich zu ihrem Kollegen ans Keyboard es wird kurzzeitig kuschliger. Alle scheinen ihren Spaß zu haben, Gbenga Adelelkan strotzt nur so vor Spielfreude an seinem Bass, wĂ€hrend Joseph bei fast jeder Zwischenansage munter zwischen den Wochentagen wechselt und nach Tipps fĂŒr den nĂ€chsten freien Tag fragt und wie Oscar Cash nur so zwischen Gitarre und Keys wechselt.
Letzterer erbittet sich aber Ruhe bevor er „sein“ Cover von Here comes the sun der Beatles zum besten gibt und somit die Verbindung zur Pausenmusik zieht. Nach zwei, etwas in die lĂ€nge gezogenen Zugaben, bei denen Metronomy noch einmal alle Register ziehen und sich das Publikum ein letztes Mal mit dem heiteren Elektro-Indie-Sound den Sommer zurĂŒckwĂ€hnt, entlassen sie alle in die Sonntagnacht.

Fazit: Metronomy dĂŒrfen gerne jederzeit wiederkommen und uns in ihre Glitzerwelt entfĂŒhren.

Metronomy:

Teleman:

Fotos: André Techert

Kommentar verfassen