WAVE-GOTIK-TREFFEN 2014 (WGT) – Leipzig (06.-09.06.2014)

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Bereits zum 23. Mal fand in diesem Jahr das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig statt und man darf mit Fug und Recht sagen, dass es seinem Ruf als Familientreffen der Schwarzen Szene wieder vollends gerecht wurde. Gut 21.000 Besucher kamen zusammen und f├Ąrbten die Leipziger Innenstadt und diverse Stadtteile in tiefes Schwarz.


Freitag, den 06.06.2014

Der Freitag beginnt traditionell beim Wave-Gotik-Treffen mit dem Viktorianischen Picknick [GALLERY] (Viona’s Victorian Picnic) im Clara-Zetkin-Park und auch dieses Mal gab es hier wieder viele ausgefallene Outfits zu bewundern. Erstmals wurde das Areal dieses Mal ein wenig abgeteilt, so dass diejenigen, die gem├╝tlich und ohne Fotografen picknicken wollten, dazu auch die Chance hatten. Zum Gl├╝ck f├╝r die Besucher nahmen aber nur wenige von dieser Option Gebrauch und auch das Wetter spielte, entgegen der meisten Vorhersagen, ├╝berraschend gut mit, so dass es wieder viel zu sehen und bestaunen gab. Man kann immer nur den Hut vor dem ziehen, was sch viele der Picknick-Teilnehmer Jahr f├╝r Jahr einfallen lassen und wie akkribisch sie diese Pl├Ąne dann auch in die Tat umsetzen. (MG)

Einmal so dunkel eingestimmt machten wir uns auf den Weg zur agra, wo mit Christian Death [GALLERY] bereits fr├╝h um 18:00 Uhr Wegbereiter der Gothicszene auf der B├╝hne standen. Auch wenn es sich hierbei heutzutage ÔÇ×nur nochÔÇť um das Projekt von Frontmann Valor Kand handelt, sorgten die Songs des Hitalbums Catastrophe Ballet, welches u.a. komplett aufgef├╝hrt wurde, f├╝r Begeisterung bei den Fans. Ein starker Einstieg und auch die nachfolgenden The Eternal Afflict [GALLERY] wussten ihren Fans zu gefallen, auch wenn ich mir pers├Ânlich noch etwas mehr erhofft hatte. Aber was Andr├ę Kampmann alias Cyan und seine Mannen da auf die B├╝hne brachten war schon ansprechend und neben Klassikern wie We Lebanon You oder San Diego wurden auch ein paar neuere Tracks dargereicht. (MG)

Wir bleiben in der agra und nun folgte mein pers├Ânliches Tageshighlight: The Fair Sex [GALLERY]! Die Band feiert in diesem Jahr ihr drei├čigj├Ąhriges Bestehen und die Show beim WGT sollte etwas ganz besonderes werdenÔÇŽ und das war sie dann auch. Mit viel Energie fegte S├Ąnger Myk Jung ├╝ber die B├╝hne und immer wieder bekamen The Fair Sex Unterst├╝tzung von Gasts├Ąngern, die das Ganze noch weiter auffrischten. Den Anfang machte Peter Spilles bei Cyberbite, sp├Ąter folgten mit Oswald Henke (In The Desert) und Darrin C. Huss (Shelter) noch weitere Wegbegleiter und machen diesen Auftritt zu einem unvergesslichen Ereignis. Nicht dabei sein konnte heute leider Rascal, denn der spielte ungl├╝cklicherweise genau parallel im Kohlrabizirkus mit seinem aktuellen Projekt Rotersand. (MG)

Und dieser Auftritt stellte auch unseren gelungenen Einstand in den rein elektronischen Teil des WGT dar. Rotersand [GALLERY] pr├Ąsentierten dem Publikum eine musikalische Mischung aus Electro, Techno und Pop die zum Tanzen aufforderte. In einem gut gef├╝llten Kohlrabizirkus kamen die Massen schnell in Bewegung, die Stimmung war ausgelassen und die Temperatur stieg an. Rotersand hatten sichtlich Spa├č am Performen und genossen die Atmosph├Ąre. Ein guter Anheizer f├╝r die n├Ąchste Band [:SITD:] [GALLERY], kurz f├╝r Shadows In The Dark. In der kurzen Umbaupause kamen noch einige EBM-Fans und der Kohlrabizirkus f├╝llte sich weiter. Mit immer noch ausreichend Platz zum Tanzen legte das Publikum gleich mit den ersten Takten los, sich zu den treibenden Beats und apokalyptischen Electro-Hymnen zu bewegen. Die Show war energiegeladen und lie├č keine Zeit zum Verschnaufen, das Publikum bejubelte die drei Protagonisten nach jedem Lied. Den Jungs sah man den Spa├č an der ÔÇ×ArbeitÔÇť an. Es wurden bekannte [:SITD:]-Hits wie Snuff Machinery und Stammheim unter Beifall gespielt, auch die restliche Songauswahl fand Zuspruch in den Massen. Einfach ein sehr gelungenes Konzert zum Abtanzen. F├╝r mich ein Highlight des WGTs. (KS)

Auch wenn man glaubt, der Kohlrabizirkus ist schon voll, passen trotzdem noch weitere Leute in den Saal. Sp├Ątestens bei Hocico [GALLERY] war der Saal bis zum Ausgang gef├╝llt,

die Temperatur war weiter gestiegen, aber man fand immer noch gen├╝gend Platz zum Tanzen. Etwas verwundert war das Publikum ├╝ber die ÔÇ×VorbandÔÇť. 2 Leute mit Gitarre und Geige gaben zwei spanische Volkslieder unplugged zum Besten. Obwohl musikalisch v├Âllig ÔÇ×andersÔÇť, klang es sehr gut, brachte das Publikum etwas runter und wurde auch mit viel Applaus wieder verabschiedet. Kurz danach ging es los, die ersten Kl├Ąnge und das Publikum war nicht mehr zu halten und rief nach Hocico. Als Erk Aicrag auf die B├╝hne kam, kochte das Hallenrund. Der S├Ąnger entwickelt auf der B├╝hne eine Energie, die seinesgleichen sucht. Er singt/schreit, tanzt, springt wie ein Flummy – und das ohne Unterlass bis zum Ende des Konzerts ohne Anzeichen von Ersch├Âpfung. Diese Energie ging auch auf das Publikum ├╝ber, welches sich schwei├čnass bis zur Ersch├Âpfung tanzte und die W├Ąnde des Kohlrabizirkuses zum Beben brachte. Ein Hocico-Konzert muss man miterlebt haben, da man diese Dynamik gar nicht richtig in Worte fassen kann. Es war ein Konzert wie man es von Hocico kennt und danach konnte man einfach nur noch zufrieden und gl├╝cklich in sein Bett fallen. (KS)

In der agra hatte sich derweil ein Stilwechsel vollzogen. Kaum waren die letzten T├Âne von The Fair Sex und der lang anhaltende Applaus des begeisterten Publikums verklungen, begann der Umbau f├╝r Apoptygma Berzerk, die ihre Wurzeln zwar auch zumindest schon in den Neunziger Jahren haben, aber sich danach eher zug├Ąnglicheren Rhythmen zuwandten. Trotzdem geh├Ârten zum heutigen Set neben neueren St├╝ck sowie der Peter Schilling Coverversion Major Tom, mit Burning Heretic und Love Never Dies auch ein paar Klassiker. Die Fans waren zufrieden und konnten sich danach erst einmal etwas erholen, denn nun folgte eine ├╝ber einst├╝ndige Pause bevor die White Lies mit dem ersten Mitternachtsspecial 2014 den Schlusspunkt unter den Konzertabend setzten und nun uneingeschr├Ąnkt an die diversen DJs ├╝bergaben. (MG)

 
Samstag, den 07.06.2014

Der Samstag startete f├╝r uns in einer der neuen Locations und zwar im T├Ąubchenthal, das ÔÇôwenn man die Bandansetzungen begutachtete- offensichtlich in die gro├čen Fu├čstapfen des weggefallenen Werk II treten soll(te). Mit einem etwas unguten Gef├╝hl machten wir uns auf, doch kaum dort angekommen, schwang der Zweifel in Begeisterung um. Nat├╝rlich ist das Ambiente hier etwas anders als im Werk II, aber ├Ąu├čerst angenehm! Eine starke Mischung aus gem├╝tlich und gro├čfl├Ąchig, mit einem sch├Ânen Au├čenbereich, einer Empore, einer Dachterrasse und irgendwie allem was man sich so w├╝nschen kann. Wir waren begeistert und diese Begeisterung hielt auch beim ersten Act Inkubus Sukkubus [GALLERY] an, denn das war schon allerfeinster Pagan-Rock der uns da entgegenschallte. Die Stimmung war bestens, S├Ąngerin Candia Ridley und ihre Mitstreiter waren sehr gut aufgelegt und mit solch tollen Songs wie Heart Of Lilith zogen sie ihr Publikum voll in ihren Bann. (MG)

Danach hie├č es schnell weiter in die agra, denn dort standen, nachdem wir den Auftritt von Poupp├ęe Fabrikk leider wegen Zeit├╝berschneidung mit Inkubus Sukkubus verpasst hatten, nun mit Placebo Effekt [GALLERY] echte Pioniere des deutschen Dark Electros auf der B├╝hne. Frontmann Axel Machens hat schon eine ganz besondere Ausstrahlung auf der B├╝hne und sein ÔÇ×wahnsinniges AuftretenÔÇť wirkte wie ein Magnet auf die Augen der Zuschauer, die fortan nicht nur an der Musik, sondern auch an seinem Geb├Ąrden auf der B├╝hne klebten. Es war vermutlich eine einmalige Chance die Formation noch einmal live zu sehen und so war die agra wirklich bestens gef├╝llt und Placebo Effect hatten leichtes Spiel mit den anwesenden J├╝ngern. (MG)

W├Ąhrenddessen stand auch der erste Besuch auf der Parkb├╝hne an. Auf Grund der W├Ąrme hatten wir uns entschieden, in den Clara-Park zu gehen und uns die Band Untoten [GALLERY] zum ersten Mal anzusehen. Eine Formation bestehend aus dem Komponisten, Texter und Musiker A. Line und der deutsch-ungarischen S├Ąngerin und Malerin Greta Ida Csatlos. Eine Band mit gro├čem musikalischem Spektrum, die man einfach in keine Schublade packen kann. Und zudem eine Band mit gen├╝gend Fans, um die Parkb├╝hne voll zu bekommen. Musik, die zum Mittanzen, Zuh├Âren und Nachdenken anregt. Eine S├Ąngerin, die Ihre Reize auf der B├╝hne einzusetzen wei├č und deren Stimme klangvoll erotisch sein kann. Und ein Publikum, das all diese Komponenten zu sch├Ątzen wei├č. Ein durchaus gelungenes Konzert trotz der W├Ąrme und ein zufriedenes Publikum, welches zum Abschluss die Band bejubelte. (KS)

Nach kurzer Pause war es dann so weit: Staubkind [GALLERY] traten als (mehr oder minder) Secret-Act unter tosendem Applaus vor einer vollen Parkb├╝hne auf. Ein Konzert, auf welches ich besonders gespannt war, nachdem sich Staubkind zuletzt doch zu einer Band gemausert haben, die selbst im Radio zu h├Âren ist. Louis zeigte sich selbstsicherer als fr├╝her und war dennoch ger├╝hrt und dankbar f├╝r jeden Applaus der ihm und seiner Band beschieden war. Und die Jubelschreie lie├čen all meine Bedenken verschwinden. Es ist immer noch Staubkind, teilweise wurden die alten Songs nur etwas rockiger und die neuen Songs etwas sanfter gespielt. Die Nervosit├Ąt von Louis war trotzdem wieder in Form von einem Textaussetzer zu merken, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, die Fans feierten, tanzten und sangen die alten Lieder mit. Deutschsprachige Rockmusik die einf├╝hlsam ist, Tiefgang besitzt aber auch hart und laut sein kann. Die Band bedankte sich mehrfach bei Ihren Fans f├╝r die 10 Jahre Treue und gab auch noch die Ver├Âffentlichung eines neuen Albums in diesem Jahr bekannt. Es war f├╝r mich das beste Konzert des WGT. Die Stimmung war einfach nur genial, die Parkb├╝hne rockte, die Fans feierten und die Band war einfach nur super und sympathisch. Auf das Staubkind mal kein zweites Unheilig wird! (KS)

In der agra blieb es derweil ÔÇ×altÔÇť und d├╝ster, denn nach Placebo Effect enterten Dirk Ivens und Peter Mastbooms, aka die aktuelle Live-Besetzung von The Klinik [GALLERY] mit Masken ├╝ber dem Kopf die B├╝hne. Sie hatten ein absolut energiegeladenes Programm dabei und brachten die ganze agra zum Tanzen. Mit allen Hits der Klinik-Historie wie Black Leather, Sick In Your Mind oder Moving Hands stand einem Siegeszug nichts im Wege und ich war wie geflasht von diesem Auftritt. Schon des ├ľfteren durfte ich The Klinik live sehen, nie haben sie mich zuvor so gefesselt wie heute. Ein gro├čartiger Auftritt und ganz sicher eines der absoluten Highlights des WGT 2014. (MG)

So aufgew├Ąrmt fiel es im Anschluss nat├╝rlich auch den Ur-Pionieren Front Line Assembly [GALLERY] nicht schwer, ihre Fans bei Laune und im Rhythmus zu halten. Bill Leeb war sichtlich gut gelaunt und wandelte wieder wie ein Tiger von einer Stageseite zur anderen und feuerte dabei seine leicht verzerrten Shouts in die Menge. Plasticity, Gun, Liquid Seperations oder Mindphaser waren nur einige jener Songs die das Publikum feiern lie├čen und auch die zugeh├Ârige Lichtshow wurde immer ekstatischer und erhellte die agra, so das man fast an eine g├Âttliche Erscheinung h├Ątte denken k├Ânnen. Die Band hat in all den Jahren nichts verlernt und geh├Ârt nach wie vor zur Speerspitze des Electros. (MG)

Unsere ÔÇ×Parkb├╝hnenfraktionÔÇť hatte sich, da Staubkind die letzte Band im Clara-Zetkin-Park waren, nach so viel rockiger Musik entschieden, auf ein Metalkonzert in den Kohlrabizirkus zu gehen, um dort kr├Ąftig weiter zu rocken. Als Headliner des Abends im Kohlrabizirkus standen Primordial [GALLERY] auf dem Programm. Eine Band mit irischen Wurzeln, die heute der wohl bekannteste Vertreter des Pagan-Metals auf der gr├╝nen Insel ist. In den Texten werden vorrangig mythologische Themen vorchristlicher Religionen behandelt. Leider waren wir etwas ├╝ber den halbleeren Kuppelbau schon etwas entt├Ąuscht, denn der Kohlrabizirkus war f├╝r einen Headliner schon ziemlich leer. Nach dem vielversprechenden Intro (sch├Âne, tiefe, mystische Stimme) ging es dann auch schon los. Leider war die Akustik so schlecht, dass die tolle Stimme vom Intro nun nicht mehr zu h├Âren war. Texte waren allgemein kaum zu h├Âren, daf├╝r rockte die Fanbase in den ersten Reihen. Leider war die Stimmung ÔÇôverst├Ąndlicherweise- nicht zu vergleichen mit den beiden vorangegangenen Konzerten auf der Parkb├╝hne. F├╝r eingefleischte Fans sicherlich ein sch├Ânes Konzert, aber nicht so ganz unsere Tasse Tee. (KS)


Sonntag, den 08.06.2014

Nach einem kurzen Ausflug bei gut 30 Grad Au├čentemperatur zur Moritzbastei und in die neue Absintherie Sixtina, wo Schneewittchen gerade ausdrucksstark performen, zieht es uns als erstem Highlight des Sonntags in die Arena, wo mit Wagner Reloaded – Apocalyptica Meets Wagner [GALLERY] ein Wahnsinnsspektakel auf uns wartet. Die Musik Wagners hat sowieso schon etwas Bombastisches, doch unterst├╝tzt von den finnischen Teufelscellisten samt Drummer und einer aufwendigen B├╝hnenshow mit ├╝ber 120 Mitwirkenden ist das umso beeindruckender. Die Show selbst r├╝ckt dabei keine einzelnen Werke Wagners in den Mittelpunkt, sondern gleich seinen kompletten Lebens- und Schaffensweg, der mit einer Mischung aus Tanz, Artistik, Objekttheater, Audiovisuellen Medien und Live-Konzert erlebbar wird. Ganz gro├čes KinoÔÇŽ nein, Theater! (MG)

Kurz vor dem Ende machen wir uns aber schnell auf den Weg zum Leipziger Volkspalast, denn in der dortigen Kantine steht mit den Finnen von Beastmilk [GALLERY] ein ganz hei├čes Eisen an. Sie selbst nennen ihren Stil ÔÇ×Death RockÔÇť, was sicher auch mit der beizeiten an Ian Curtis erinnernden Stimme von S├Ąnger Kvohst zu tun hat. Allerdings wirkt diese live zugleich auch ungemein druckvoll-rockig, so dass auch Bands wie Volbeat und Co. in den Sinn kommen, was in Kombination eine explosive Mischung ergibt. Schnell haben die Jungs aus Helsinki ihr Publikum im Griff und fortan werden zu Songs wie Surf The Apocalypse oder dem Hit Death Reflects Us die K├Âpfe gesch├╝ttelt und die Beine in Tanzbereitschaft versetzt. Ein gro├čartiger Auftritt und f├╝r mich der vielleicht st├Ąrkste Newcomer beim WGT. (MG)

Nun aber schnell weiter zur Theater-Fabrik, eine Strecke, die nur mit dem Auto rechtzeitig zur├╝ckgelegt werden kann, will man noch rechtzeitig zum Auftritt von Borghesia [GALLERY] ankommen. Bedenken, sich wegen der Hitze zu sehr abzuhetzen, stellen sich dort angekommen schnell als bedeutungslos heraus, denn die Luft in der Theater-Fabrik ist zum Zerschneiden und die gef├╝hlte Temperatur liegt l├Ąngst bei 45 Grad oder mehr. Beeindruckend, dass die slowenische Kult-Formation trotzdem ordentlich mit My Life Is My Message loslegt, auf der B├╝hne tanzt und alles gibt. Mittlerweile haben Borghesia dem EBM alter Tage weitestgehend abgeschworen und erinnern an aktuelles Material ihrer Landsm├Ąnner Laibach. Dass ihr Auftritt zu ├╝berzeugen wei├č sieht man insbesondere daran, dass die Fans fast vollst├Ąndig dem Auftritt erhalten bleiben, abwandern will hier kaum einer, nach einer kalten Dusche sehnen sich aber wohl trotzdem die meisten. (MG)

Im Gegensatz zur Theater-Fabrik ist der Kohlrabizirkus angesichts der heutigen Witterung wohl noch am besten bel├╝ftet. Wir haben es gerade noch rechtzeitig zu Chrom [GALLERY] geschafft. Das erste Lied war schon fast zu Ende und das Publikum tanzte bereits als wir die Kuppelhalle betraten. Gut gef├╝llt aber nicht zu voll und von den Temperaturen auch ertr├Ąglich lie├čen wir uns von tanzbaren und melodischen ÔÇťElektroÔÇŁ-Kl├Ąngen verzaubern. Es dauerte nicht lange und man fing automatisch an zu tanzen. An diesem Abend h├Ątte die Akustik etwas besser sein k├Ânnen, was der Stimmung aber nicht schadete. Es ist immer eine Freude, den beiden Musikern beim Performen zuzusehen. Das Publikum honorierte das Engagement und die Lust am Pr├Ąsentieren mit tosendem Applaus. Ein sehr sch├Âner Auftakt in den Abend. (KS)

W├Ąhrend der kurzen Umbaupause str├Âmte die Masse nach drau├čen und die Luft in der Kuppelhalle k├╝hlte etwas herunter. Die Verschnaufpause dauerte nicht lange und die n├Ąchste Band, Solitary Experiments [GALLERY], betrat die B├╝hne. Am Anfang noch recht leer, f├╝llte sich die Halle nach dem zweiten Lied extrem. Viele Fans umjubelten die 4 Protagonisten und schienen auch sehr textsicher beim mitsingen. Die Kuppelhalle tanzte. F├╝r meinen Geschmack machen Solitary Experiments gut h├Âr- und tanzbare Musik, bestehend aus einer Mischung aus Pop und EBM. Wenn man allerdings 5 Lieder geh├Ârt hat, wei├č man wie der Rest so klingt. F├╝r ein ganzes Konzert vielleicht doch etwas zu wenig Vielfalt. Ihrem Selbstbewusstsein schadet das aber nicht und so preisen sie immer wieder ihre eigenen Lieder an. Den Fans scheint es jedenfalls zu gefallen und das ist doch die Hauptsache. (KS)

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Und so hie├č es f├╝r uns, einmal bei Anne Clark [GALLERY] mit dabei sein zu d├╝rfen, die heute das Programm im Kohlrabizirkus beschlie├čen wird. Das Publikum wechselt w├Ąhrend der Pause sp├╝rbar. Viele gehen, daf├╝r kommt neues, anderes Publikum in die Halle gestr├Âmt, bis diese gut gef├╝llt war. Wenn man Anne Clark h├Ârt, fallen einem die altbekannten Hits aus den Achtzigern wie Sleeper in Metropolis und Our Darkness ein, die auch heute nat├╝rlich zum Schluss gespielt werden. Aufgrund der doch eher ruhigeren Kl├Ąnge und des Sprechgesangs war die Stimmung insgesamt eher verhalten. Es wurde mitgewippt und applaudiert. Nichtsdestotrotz waren gen├╝gend Fans vor Ort, die diesen Auftritt sichtlich genossen und in Erinnerungen schwelgen konnten. Man muss diesen Sprechgesang m├Âgen, um sich der Stimmung des Konzertes hingeben zu k├Ânnen. Eine kleine Frau mit sch├Âner Stimme, die auch heute noch Ihre Fans in den Bann ziehen kann. (KS)

Derweil geht es in der agra weitaus rockiger zu, denn Tarja [GALLERY], die sagenumwobene ehemalige Nightwish Frontfrau, gibt sich dort die Ehre. In Rekordzeit wird die agra voller, denn alles wartet auf die weibliche Stimme im Metal schlechthin: Tarja Turunen. Von Beginn an ist die Stimmung gro├čartig und das erfreut die sympathische Finnin sichtlich. Immer wieder l├Ąchelt sie breit ins Publikum, animiert zum Mitklatschen und freut sich auf die niemals enden wollende Reaktion ihrer Fans. L├Ąngst kann sie dank ihrer f├╝nf Solo-Alben einen Konzertabend mit eigenen St├╝cken bestreiten und Lieder wie Little Lies oder Until Silence rei├čen das Publikum immer wieder mit. Die Hauptakteurin besticht derweil mit ihrer Sopran-Stimme bei leisen und h├Ąrteren St├╝cken gleicherma├čen und auch Mike Terrana an den Drumfellen ist ein beliebtes Beobachtungsobjekt, denn er bringt die Energie ebenfalls perfekt r├╝ber. Zum Gl├╝ck gibt es im Anschluss etwas Zeit zu regenerieren, bevor das n├Ąchste Midnight-Special ansteht: Slowdive. (MG)

Zu Brian Enos Song Deep Blue Day betreten die Briten Slowdive [GALLERY] die B├╝hne der agra, bevor Slowdive passenderweise das Konzert der Band er├Âffnet. Seit ganzen 20 Jahren hatte die Band bis vor kurzem nicht mehr zusammen live gespielt und viele hatten sie in dieser Zeit schmerzlich vermisst. Angesichts des Konzertstarts um kurz nach 1:00 Uhr war die agra zwar l├Ąngst nicht mehr voll, aber zumindest zu gut 40% gef├╝llt und diejenigen, die ausgeharrt hatten, wurden nun mit einem absolut wundervollen Konzert belohnt. Die Begeisterung l├Ąsst sich in den Gesichtern der Fans deutlich ablesen, auch wenn die meisten das komplette Konzert mit fast durchg├Ąngig geschlossenen Augen erleben um die Musik noch tiefer in sich aufnehmen zu k├Ânnen. Der dreamy Shoegaze der Briten nimmt alle mit auf eine Reise in die Tiefen des Lebens, doch mit Rachel Goswells Stimme als besch├╝tzende Kraft kann uns nichts passieren und so lassen wir uns v├Âllig fallen und genie├čen diesen Auftritt ausgiebig, bevor es gl├╝cklich zur├╝ck in die Nacht oder einen der Tanztempel geht und die Vorfreude auf den letzten Tag beginnt. (MG)


Montag, den 09.06.2014

Der letzte Tag des WGT 2014 brachte noch einmal neue Rekordtemperaturen mit sich und das Thermometer kletterte auf bis zu 35┬░C. Trotzdem war das Programm in den Au├čenanlagen attraktiv und so machte sich die eine Sparklingphotos-Gruppe zun├Ąchst auf den Weg in den Clara-Zetkin-Park, wo mit Fetisch: Mensch [GALLERY] schon fr├╝h um 15:30 Uhr ein Projekt von

Goethes Erben Mastermind Oswald Henke auf dem Programm stand. Dass viele nur am Rande von Fetisch:Mensch geh├Ârt haben liegt wohl daran, dass es von dieser Band keine CDs zu kaufen gibt, lediglich 2008 wurde das Album Manchmal als Download angeboten. Musikalisch zeigen sich Fetisch:Mensch etwas bodenst├Ąndiger als andere Oswald Henke Projekte, dank Oswalds unnachahmlicher Art und den unverkennbaren Texten finden sich Fans aber trotzdem gleich in der Musik wieder. Neben h├Ąrteren St├╝cken wie Kinderherzen gab es zum Gl├╝ck f├╝r Henke und seine Mannen auch den ein oder anderen ruhigeren Song, denn die Hitze war dank genau auf die B├╝hne scheinender Sonne fast unertr├Ąglich und Bewegung eigentlich nicht empfohlen, komplett hindern konnte sie Henke aber trotzdem nicht an jedem einzelnen Gef├╝hlsausbruch. Und auch seinen Humor hatte er sich bewahrt, und mahnte seine Fans ÔÇ×Bevor ihr tot umkippt, reicht euer Wasser bitte an euren Nebenmann weiter, er kann es gebrauchen.ÔÇť Wie offen insbesondere Oswald Henke zudem mit Musik umgeht konnte man an der Auswahl einer Coverversion sehr gut ablesen, denn Fetisch:Mensch ├╝berraschten sicher den einen oder anderen mit einer sehr eigenen Interpretation von Caspers Lilablau. Ein wirklich guter Auftritt, der aber bei anderen Temperaturen sicher passender beheimatet gewesen w├Ąre. (MG)

Derweil befand sich unsere zweite Delegation auf dem Weg nach Markleeberg, wo die entscheidende Frage entweder rechts Richtung See oder links Richtung Agra / Heidnisches Dorf hie├č. Wir haben uns f├╝r letzteres entschieden, obwohl der See sehr verlockend war. Wir suchten uns einen schattigen Platz im Heidnischen Dorf und lauschten den Kl├Ąngen von Totus Gaudeo [GALLERY] – Vagantenmusik aus vergangenen Zeiten, mit derben, deftigen mittelalterlichen Texten. Einige, die der Hitze trotzten, sprangen und h├╝pften im Takt. So wie es sich auf einem Mittelalterfest eben geh├Ârt. (KS)

Musikalisch in eine ganz andere Richtung ging es nun im T├Ąubchenthal, denn heute ist WGT-Montag und da das Werk II, wie eingangs erw├Ąhnt, in diesem Jahr beim WGT nicht zu den genutzten Locations geh├Ârte, ├╝bernahm das T├Ąubchenthal den Horrorpunkabend. Nachdem Dead United das Publikum schon einmal aufgew├Ąrmt hatten, steht mit Kitty In A Casket [GALLERY] ein sehr interessanter Act aus Wien auf der B├╝hne, der mit Frontmieze Kitty nicht nur musikalisch, sondern vor allem auch optisch einiges zu bieten hat. Die quirlige, blonde Sch├Ânheit h├╝pft ├╝ber die B├╝hne und rei├čt mit ihren musizierenden Jungs einfach alle mit – Es ist vielleicht die h├╝bscheste Horror(punk)show die man sich vorstellen kann. Der PunkÔÇÖnÔÇÖRoll von Kitty In A Casket hat es wirklich in sich, bringt den Spielspa├č sehr gut her├╝ber und die Beine der Zuschauer setzen sich schon bei den ersten T├Ânen ganz von alleine in Bewegung und man tanzt als g├Ąbe es kein Morgen mehr. (MG)

Dem wollen nat├╝rlich auch die deutschen Kollegen von Der Fluch [GALLERY] in nichts nachstehen, auch wenn ihnen im Vergleich nat├╝rlich das weibliche Aush├Ąngeschild fehlt. Fronter Deutscher W. wei├č allerdings, wie er das ausgleicht und so gibt er sichtbar alles um die Massen weiter voranzutreiben. Schnell springt er von der B├╝hne an die Grabenabsperrung und heizt die Stimmung weiter an. Der Fluch w├╝rzen den eingeschlagenen musikalischen Weg mit ein wenig mehr Punk, Horror und Psychobilly und das Tanzen h├Ąlt weiter an. Mit Songs wie F├╝rsten Der Nacht, Rattengift oder Halb Mensch Halb Tier sch├╝ttelt die nach eigenen Aussagen gruftigste Kapelle Deutschlands einen Hit nach dem anderen aus dem ├ärmel – eine verflucht gute Show! (MG)

Das kann man danach auch von den ebenfalls aus Wien stammenden Bloodsucking Zombies From Outer Space [GALLERY] sagen, die schon optisch klar die Richtung vorgeben: Horrorbilly (Horrorpunk meets Psychobilly) und das erster G├╝te. Sie selbst geben an, vom weit entfernten Planeten Transilvania zu stammen und auf die Erde gekommen zu sein, um ÔÇ×die Menschen mit der Musik des B├Âsen, dem Rock’n Roll, zu ├╝berfluten und den wohl mit Abstand blutigsten Rock’n Roll zu spielen, den Mutter Erde je erlebt hat.ÔÇť. M├╝he geben sie sich dabei allemal und das kommt an. Das T├Ąubchenthal feiert weiter eine Party, die uns vorangehende Abende im Werk II f├╝r die komplette Dauer vergessen lassen, der WGT-Montag hat ganz sicher hier sein neues, umjubeltes Zuhause gefunden. Wir sehen uns im n├Ąchsten Jahr bestimmt wieder ÔÇŽ (MG)

Wer mit Horrorpunk nicht viel anfangen kann oder einfach eine andere Option gezogen hatte, der machte sich vielleicht schon um kurz vor 18 Uhr in Richtung agra auf. Die Agra-Halle war schon ziemlich warm und man hoffte nur, dass es nicht allzu voll werden w├╝rde. Anstelle von God Module (die wenige Tage zuvor absagen mussten) sprang kurzerhand Erk Aicrag von Hocico mit seinem Projekt Rabia Sorda [GALLERY] ein. Das Soloprojekt des Energieb├╝ndels ist etwas weniger aggressiv und laut. Obwohl es immer noch elektronische Musik ist, wird auch eine Gitarre mitverwendet, die den Sound deutlich beeinflusst. Das Publikum schien nicht allzu entt├Ąuscht und feierte den S├Ąnger, als er auf die B├╝hne sprang. Wie bereits bei Hocico gab Erk alles auf der B├╝hne, das Publikum tanzte und feierte. Die Luftfeuchtigkeit stieg schlagartig an. Ein echter Gewaltakt bei den Bedingungen f├╝r die Akteure, was Erk Aicrag allerdings nicht anzumerken war. Wie immer verlie├č er gut gelaunt und mit (immer noch) fast voll geladenen Akkus die B├╝hne. Ein gelungenes Ersatzkonzert. Das Klima der Halle konnte sich f├╝r eine halbe Stunde neutralisieren, bis es mit Faderhead [GALLERY] weiterging. Faderhead steht f├╝r berstend volle Tanzfl├Ąchen und eine musikalische Komposition aus harten Beats und eing├Ąngigen Synthpop-Harmonien. Die Halle war zwar nicht ganz voll aber alle bewegten sich und umjubelten die Band. Die Akteure gaben auf der B├╝hne alles, animierten das Publikum mitzusingen und sich beim Tanzen so richtig zu verausgaben. Die Fans lie├čen sich nicht lange bitten und die Agra-Halle wurde zur EBM-Halle umfunktioniert. Nach dieser guten Stimmung und einen Temperatursprung nach oben wurde es wieder etwas leerer und ruhiger mit Absolute Body Control [GALLERY]. Was soll man zu ABC sagen…? Diese Musik mag man oder man mag sie nicht. Wenn man nur der Musik folgt, ohne Band und S├Ąnger zu sehen, k├Ânnte man nach ein paarmal h├Âren, auch ohne sie vorher zu kennen, Gefallen daran finden. Schaut man sich die Show dazu an, wird man allerdings doch eher von den abgehackten, fast spastischen Bewegungen Dirk IvensÔÇś abgelenkt und auch der Gesang wirkte auf mich etwas deplatziert. Dennoch waren ihre Fans gekommen und hatten sichtlich Spa├č an der Performance der K├╝nstler. F├╝r das restliche Publikum aber live eher eine etwas zu schwere Kost. (KS)

W├Ąhrend wir drau├čen beim Frischluftauff├╝llen sa├čen, kamen auf das Agra-Gel├Ąnde Massen von Menschen gestr├Âmt. Und unsere Bef├╝rchtungen haben sich erf├╝llt, denn diese wollten alle zu Oomph! [GALLERY]. Die Agra-Halle war l├Ąngst voll mit bereits vorhandenem

und neuem Publikum. Die Luftfeuchtigkeit lag bestimmt mittlerweile bei 80 % und alle fieberten dem Auftritt von Oomph! entgegen. P├╝nktlich betraten diese unter tosendem Applaus im Seemannsoutfit die B├╝hne. Als Dero die B├╝hne in einem r├Âtlichen Kost├╝m mit Augenmaske betrat, tobten die Massen. Der Sinn bzw. Unsinn dieses Outfits hat sich mir bis heute allerdings noch nicht erschlossen. Leider ist die Akustik in der agra f├╝r Rockkonzerte meist nicht sehr gut, so dass man in der Regel schon genau hinh├Âren muss, um die Lieder ├╝berhaupt zu erkennen. Die Fans direkt in der Mitte zur B├╝hne schienen da weniger Probleme zu haben, als die an den Seiten und sie rockten was das Zeug h├Ąlt. Ich hatte mir von Oomph! jedoch mehr versprochen, wurden die fr├╝heren Konzerte von Fans doch immer hoch gelobt. Ihre Musik ist super, vielleicht sollte man mal zu einem Einzelkonzert in einer besseren Location und mit angenehmerer Akustik gehen. Geschuldet der Akustik und der Hitze in der Halle war dies f├╝r mich leider heute kein besonders gelungener Abschluss des WGT. (KS)

Besser hatten wir es da schon im Kohlrabizirkus getroffen, wo Equilibrium [GALLERY] das kurz zuvor von Varg bestellte Metalfeld weiter beackern durften. Erst einen Tag zuvor haben sie sich dank Bassistin Jen Majura wieder personell komplettiert, doch wer nun eine unsichere Performance erwartete, lag vollkommen falsch. Die u.a.

von Knorkator bekannte Jen f├╝gt sich perfekt in die Band ein und das Miteinander wirkt ganz so, als h├Ątte es schon immer so sein sollen. Zwar war der Kohlrabizirkus heute insgesamt nicht mehr besonders stark gef├╝llt, doch alle die, die hier geblieben waren, wurden mit einer klasse Metalshow belohnt, Haaresch├╝tteln inklusive. Der am├╝santen Aufforderung ÔÇ×Zeigt mir eure Patscheh├ĄndchenÔÇť h├Ątte es da gar nicht bedurft um das Publikum einzufangen, denn dieses folgte Equilibrium von ganz alleine und so entwickelte sich ein harter und zugleich sympathischer Ausklang. Was lag da nach dem Verstummen der letzten Sounds n├Ąher, als das Festival in gem├╝tlicher Runde unter Freunden auch noch einmal f├╝r sich pers├Ânlich ausklingen zu lassen und sich gegenseitig das Versprechen zu geben, dass man sich an gleicher Stelle im kommenden Jahr wiedertrifft?! (MG)

Insgesamt war es wieder einmal ein starkes WGT, das bewies, dass auch ein auf den ersten Blick nur bedingt ├╝berzeugendes Line-up seine St├Ąrken ausspielen kann. Wie in jedem Jahr hatte man auch 2014 beim WGT die Chance viele Bands abseits des Mainstreams zu sehen und diese wussten fast durchweg zu ├╝berzeugen. Wir haben wieder viele neue Bands (live) kennengelernt und gleicherma├čen alte Bekannte gesehen und genossen. Auf das n├Ąchste WGT vom 22.-25.06.2015ÔÇŽ!

Bildergalerie: Besucherfotos WGT 2014
Bildergalerie: WGT-Besucher auf der AMI 2014 in Leipzig


Autoren: Katrin S. (KS), Michael Gamon (MG)
Fotos: Danny Sotzny & Michael Gamon

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