THE SISTERS OF MERCY – Berlin, Columbiahalle (12.05.2014)

2014-05-12_The_Sisters_Of_Mercy_-_Bild_001.jpg
GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minute(n)

Seit mehr als 20 Jahren keine Neuveröffentlichung und trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) laufen die Tourneen gut – The Sisters of Mercy sind ein PhĂ€nomen. Im Mai tourten die barmherzigen Schwestern durch 12 europĂ€ische StĂ€dte bevor im Juli weitere Gigs folgen. Beim Tourauftakt in der Berliner Columbiahalle waren wir fĂŒr euch live vor Ort.

Eröffnet wird der Abend von den britischen Indie-Rockern Losers. Im GepĂ€ck haben sie ihren aktuellen Longplayer 
And So We Shall Never Part den sie mit coolen Posen und voller Lightshow nun live prĂ€sentieren. Mit dem abwechslungsreichen frischen Sound können jedoch nur ein paar wenige Zuschauer in der bereits gut gefĂŒllten Halle etwas anfangen und so kommt nur langsam etwas Stimmung auf. Trotz allem kann man davon ausgehen, dass man von den Losers in Zukunft noch einiges hören wird.

Nach gut einer halbe Stunde Umbaupause werden dann die Nebelmaschinen angeworfen bis man auf der BĂŒhne nur noch die leuchtenden Apple Logos von Dr. Avalanche erkennt, dem Drumcomputer der Sisters. Kurz darauf betreten die beiden Gitarristen, gefolgt vom einzig verbliebenen GrĂŒndungsmitglied Andrew Eldritch, die BĂŒhne und starten mit More, ihrem wohl grĂ¶ĂŸten Radio Hit. Mit Ribbons folgt darauf ein weiterer Song vom 1990er Vision Thing Album. Crash And Burn ist hingegen ein relativ „neuer“ Song und auch das in den letzten Jahren bereits mehrfach live erprobte Red Lorry Yellow Lorry Cover Gift That Shines findet sich in der Setlist wieder. Mit Blood Money ist aber auch ein StĂŒck dabei welches schon lĂ€nger nicht mehr live gespielt wurde. Arms gehört zwar schon seit einigen Jahren zum Standardprogramm, ist so gesehen der neueste Song der Sisters, auch wenn dieser seit der Entstehung im Jahre 2009 nie offiziell veröffentlicht wurde. Zum Ende des regulĂ€ren Sets erhöhen TSoM mit Songs wie Dominion/Mother Russia, Alice, First And Last And Always und This Corrosion die Schlagzahl und geben der Menge die Klassiker, auf die sie gewartet hat. Danach ist allerdings auch erstmal Schluss. Doch nach etwas Wartezeit eröffnet das schleppende Kiss The Carpet den ersten Zugabeblock, der noch eine energiegeladene Version von Vision Thing und das treibende Lucretia My Reflection fĂŒr die Fans bereithĂ€lt. Abermals verlassen die Protagonisten dann die BĂŒhne um nach ein paar Minuten erneut zurĂŒckzukehren und mit Something Fast eine weitere Zugabe zu geben. FĂŒr den nĂ€chsten Song zieht sich Andrew Eldritch in den Nebel zurĂŒck und ĂŒberlĂ€sst seinen beiden Gitarristen Ben Christo und Chris Catalyst die BĂŒhne, die eine Coverversion von Dick Dale‘s Misirlou zum Besten geben bevor das Konzert nach knapp ĂŒber 60 Minuten effektiver Spielzeit mit dem obligatorischen Temple Of Love ein wĂŒrdiges Ende nimmt. Mit einem kurzen „Wir bedanken uns“ verabschiedet sich Eldritch vom Publikum, das ihn und seine Mitstreiter mit dankbarem Applaus entlĂ€sst. Und mit Sicherheit werden die Fans auch bei der nĂ€chsten Tour wieder dabei sein – denn The Sisters of Mercy sind einfach Kult.

Setlist The Sisters Of Mercy:
01. More
02. Ribbons
03. Amphetamine Logic
04. Crash And Burn
05. Gift That Shines
06. Still
07. Blood Money
08. A Rock And A Hard Place
09. When You Don’t See Me
10. Marian
11. Arms
12. Dominion/Mother Russia
13. Alice
14. Valentine
15. First And Last And Always
16. This Corrosion
17. Kiss The Carpet (Z)
18. Lucretia My Reflection (Z)
19. Vision Thing (Z)
20. Something Fast (ZZ)
21. Misirlou (ZZ)
22. Temple Of Love (ZZ)

Fotos: Christan Reipen

Kommentar verfassen