CD-Rezension : COCTAIL TWINS – Our Fears EP

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Unsere Bewertung

9 Bewertung

Coctail Twins – Our Fears EP

Eine Band die als EinflĂŒsse „The sound of breaking glass“, „The rain against your window”, „The sound of breaking hearts“ und „Midnight frost“ angibt, muss man doch eigentlich mögen! Und wenn sie dann auch noch betörend schöne Musik macht wie die Coctail Twins, dann ist das Gesamtpaket ansprechend geschnĂŒrt. Die Kölner Newcomer hatten erst vor 6 Wochen ihre erste Single Rooms Made Of Dust via Bandcamp vorgestellt und legen nun mit der ersten EP Our Fears, pĂŒnktlich zum ersten Live-Auftritt am 21.03.2014 im Rahmen der Temptation Club Reihe im Kölner Tsunami Club, nach.

Los geht es mit Sometimes The Waves und schon dieses StĂŒck versetzt den Zuhörer in eine fast hypnotische Stimmung. Wer Schlagworte zur besseren Einordnung benötigt, dem kann mit Begriffen wie „Dreampop“ oder „Shoegaze“ erst einmal weitergeholfen werden, die erzeugte AtmosphĂ€re sollte aber eigentlich fĂŒr sich selbst sprechen dĂŒrfen, denn sie wird einen direkt packen und so schnell nicht mehr loslassen. DĂŒster-vertrĂ€umt geht es zu, wofĂŒr vor allem die tiefen MollklĂ€nge, die GitarrenflĂ€chen und der zerbrechlich bis verstörende Gesang von Frontfrau Box sorgen. Sie betört den Hörer nicht nur bei der Vorabsingle Rooms Made Of Dust, das bei aller AtmosphĂ€re auch genug Platz fĂŒr Melodie lĂ€sst und schnell im Ohr bleibt. Pastel Days kommt hingegen um einiges reduzierter und ruhiger daher. Wie die gesamte EP passt es eher in die dunklere JahreshĂ€lfte, aber wer lĂ€sst da nicht gerne mal die Jalousien herunter um sich bei einem Glas Rotwein in die richtige Stimmung zu versetzen, sollte die Sonne doch schon einmal etwas stĂ€rker hervorbrechen? Hervorbrechen ist dann auch gleich das richtige Stichwort fĂŒr das abschließende Waiting For The Birds (dreamed), denn hier entlĂ€dt sich eine ferne Gitarrenkraft und auch Boxes Gesang wirkt nun verstörender und so nehmen uns die Coctail Twins noch einmal mit auf einen sechseinhalbminĂŒtigen Trip der uns immer tiefer in ihre Klangwelt fĂŒhrt und uns etwas erschöpft, aber glĂŒcklich zurĂŒcklĂ€sst.

Die Coctail Twins haben ihren Ursprung ganz sicher in den Anfangstagen des Shoegaze und Wave-Pops und atmen den Geist dieser spannenden Zeit des musikalischen Aufbruchs, hauchen diesen KlĂ€ngen aber unĂŒberhörbar neues Leben mit eigener persönlicher Note ein. Auf den hoffentlich auch bald erscheinenden Longplayer (vielleicht ja am besten im Herbst?) darf man schon jetzt gespannt sein.

Tracklist:
01. Sometimes The Waves
02. Rooms Made Of Dust
03. Pastel Days
04. Waiting For The Birds (dreamed)

Autor: Michael Gamon

Die EP ist ab 21.03.2014 via Bandcamp erhÀltlich, bis dahin gibt es dort die kostenlose Vorabsingle Rooms Made Of Dust: Coctail Twins @ Bandcamp

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