KLANGSTABIL – Bochum, Matrix (14.03.2014)

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Bevor die Nacht den TanzsĂŒchtigen gehört wird die E.O.D. mit Livemusik eingeleitet. Es ist weit nach 22:00 Uhr als experimentelle Sounds durch die Matrix rauschen. Auf der BĂŒhne steht ein DJ Pult an dem zwei Musiker werkeln. Phasenmensch betĂ€uben die Besucher mit klangvollen Melodien die im Laufe des Sets immer mehr Kraft bekommen. Schleichend entwickelt sich der vertrĂ€umte Start zu tanzbaren Beats, die von den Anwesenden in Bewegung umgesetzt werden.

Auch die nÀchste Band ist zu zweit, das Equipment das sie benötigen, fÀllt ebenfalls schmal aus. Dennoch ist bei Klangstabil alles anders. Ihre Musik wird mit Worten ausgestattet und bleibt vielfach Instrumental.

Bevor es losgeht wird noch ein Teppich auf der BĂŒhne ausgerollt, dann kann Boris May die Schuhe ausziehen und Barfuß seine Hetzjagd von einer Seite zur anderen beginnen. DafĂŒr bleibt sein Mitstreiter Maurizio die ganze Zeit hinter dem Pult.

Der Frontmann bleibt selten still und wandert unruhig hin und her. Aufgedreht, nervös oder wĂŒtend vergrĂ€bt er sich in die Musik, um sie authentisch wiederzugeben. Klangstabil starten mit dem großartigen Shadowboy vom aktuellen Album. Mit diesem Griff in ihr Repertoire lassen sie die Zuschauer gebannt verstummen. Die AtmosphĂ€re lĂ€dt sich auf und verursacht ein Knistern auf der Haut. Mit minimalem Aufwand erzeugen Klangstabil eine große Show die nachhaltigen Eindruck hinterlĂ€sst.

Aus dem mittlerweile 18 jĂ€hrigen Bandbestehen spielen Klangstabil einen Querschnitt ihrer letzten Alben. Die schwer zugĂ€ngigen StĂŒcke aus den AnfĂ€ngen werden in dieser live Performance ignoriert. Obwohl dieses unförmige Musikgut es nicht auf die Setlist geschafft hat, fĂŒllt die Band ĂŒber 60 Minuten mit tanzbarer Synthetik und nervenaufreibenden Sounds.

Klangstabil:

Phasenmensch:

Fotos: Martina Peitz

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