CASPER & PORTUGAL. THE MAN – Dortmund, Westfalenhalle (22.03.2014)

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Der deutsch-amerikanische Rapper Casper ist der Ausnahmek├╝nstler schlechthin. Zur Zeit gibt es keinen spannenderen und interessanteren K├╝nstler im deutschen Rap als ihn. Mit seiner Musik und den h├Âchst biografischen Texten trifft er genau den Nerv der Zeit und verbindet eine ganze Generation.

Vor zwei Jahren erschien sein Erfolgsalbum XOXO und feierte damit gro├če Erfolge sowie sein Durchbruch der ├╝ber Nacht kam. Statt sich nach dem ganzen Rummel eine Pause zu g├Ânnen, trommelte er nur wenigen Wochen sp├Ąter sein Gang zusammen und arbeitete an neuen Songs und Material. Herausgekommen ist Hinterland, das dritte Album des Rappers und darauf erfindet er sich einmal mehr musikalisch neu. So war es auch nicht verwunderlich, dass seine Clubtour letztes Jahr binnen zwei Stunden ausverkauft war. Dies war aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kommende Tour, die f├╝hrt den Musiker n├Ąmlich in einige Gro├čst├Ądte und in die ganz gro├čen Hallen. Samstag Abend machte der Ausnahmek├╝nstler mit seiner Gang die Dortmunder Westfalenhalle unsicher und begeisterte ein ganzes Publikum.
P├╝nktlich um 19:30 Uhr er├Âffneten Portugal. The Man aus Alaska das Set f├╝r den Rapper mit Purple Yellow Red Blue von ihrem aktuellem Album Evil Friends und ├╝berraschten damit den einen oder anderen Besucher. Die Indie- Rock Band hat mit Rap wenig zu tun, kam dennoch sehr gut an und sorgte f├╝r Stimmung bei den eingefleischten Caspar Fans. Anschlie├čend folgte ein kleiner Umbau und selbst dieser wurde zu einem kleinen Highlight. Als das Intro zu Fix You von Coldplay erklang, z├╝ckten unz├Ąhlige Besucher spontan ihre Handys und Kameras und verwandelten die Westfalenhalle in ein wundersch├Ânes Lichtermeer. Die Menge wartete weiterhin gespannt auf dem Rapper und verlangte lautstark nach ihm. Und dann pl├Âtzlich verstummte die Musik und die Halle verdunkelte sich. Casper und seine Gang schritten auf die B├╝hne und legten sofort mit Im Ascheregen los. Von der ersten Sekunde an hatte der Musiker die Menge fest im Griff und sorgte f├╝r einige denkw├╝rdige Momente. Fast zwei Stunden lang gab nicht nur der Musiker mit der heiseren Stimme alles, sondern auch seine leidenschaftlichen Fans. Es folgten weitere Songs wie Auf und Davon, XOXO sowie Die letzte Gang der Stadt und sorgte damit f├╝r gro├če Begeisterungsst├╝rme, die den ganzen Abend ├╝ber anhielten. Bei den gro├čartigen Songs So perfekt und Hinterland wurde der Musiker dann noch mal richtig gefeiert und verabschiedete sich anschlie├čend beim unglaublichen Publikum.
Nur wenige Minuten sp├Ąter ert├Ânte das Intro zu Sabotage von den Beastie Boys und Casper sowie die Jungs von Portugal. The Man st├╝rmten die B├╝hne und feierten erst mal ihre eigene kleine Party mit Whisky, der an diesen Abend von Tischen getrunken wurde. Die Fans wollten den Rapper aber so schnell noch nicht gehen lassen und dieser hatte noch ganze vier Zugaben im Gep├Ąck. Unter anderem Der Druck steigt sowie Michael X vom Erfolgsalbum XOXO. Zum Schluss gab es dann noch mal ein ganz besonderes Highlight. Casper coverte die wohl beste Band der Welt Oasis mit dem Song Don┬┤t Look Back In Anger und verband damit noch mal ein ganzes Publikum, besser h├Ątte dieser Abend nicht enden k├Ânnen. Zum Schluss bedankte sich der Rapper bei den Besuchern mit den Worten: "Ich bin sehr ├╝berw├Ąltigt. Das ist einer der sch├Ânsten Abende meines Lebens". Besser h├Ątte es Casper nicht sagen k├Ânnen und genau mit diesem Gef├╝hl verlie├čen auch 11.000 weitere Fans die ausverkaufte Westfalenhalle.

Setlist CASPER:
01. Im Ascheregen
02. Alles endet (aber nie die Musik)
03. Auf und davon
04. Casper! Bumaye
05. Ganz sch├Ân okay
06. 20qm
07. Lux Lisbon
08. Blut sehen (Die Vergessenen Pt.2)
09. Nie genug
10. Medley (Halbe Mille/Cas in Paris/Mittelfinger hoch)
11. XOXO
12. Ariel
13. Die letzte Gang der Stadt
14. Das Grizzly Lied
15. Lilablau
16. So Perfekt
17. Hinterland
18. Der Druck steigt (Die Vergessenen Pt. 1) (Z)
19. Michael X (Z)
20. Endlich angekommen (Z)
21. Jambalaya (Z)
22. Don’t Look Back in Anger (Oasis cover) (with Portugal. The Man) (ZZ)

Archivfotos: Michael Gamon (vom Hurricane Festival 2012)

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