Preview : EDWARD SHARPE & THE MAGNETIC ZEROS geben einziges Deutschlandkonzert in Köln

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Wenn die Mitglieder des kalifornischen Kollektivs Edward Sharpe & the Magnetic Zeros gemeinsam die Bühne entern, entfachen sie eine so auf- wie anregende Indierock-Party zwischen Folk und Alternative Rock. Mit ihren außergewöhnlichen Stimmen, der authentischen Instrumentierung und den ausgezeichneten Songs erobern sie jedes Publikum im Sturm. Seit 2009 tourte die Band um Frontmann Alex Ebert mit ihrem fantastischen Debütalbum „Up From Below“ um die Welt. 2012 erschien ihr zweites Werk Here, das ihnen in ihrer Heimat großen Erfolg bescherte, darunter Platz 5 in den Billboard Charts. Ende August folgte nun ihr drittes, selbstbetiteltes Album, das die Fans neben den bekannten Hits Anfang Februar in Köln live zu hören bekommen.

Alles begann mit der Kreation des fiktiven Charakters Edward Sharpe, einer Art Messias, der auf die Welt gesandt wird, um die Menschheit zu retten, dort jedoch durch weibliche Verlockungen immer wieder von seiner Aufgabe abgelenkt wird. Alex Ebert erschuf diese Figur, die auch der Protagonist seines ersten Buches ist, und rief gemeinsam mit Sängerin Jade Castrinos Edward Sharpe & the Magnetic Zeros ins Leben.

Zügig wuchs das Line-Up zur heutigen Größe von bis zu zehn Mitgliedern an. Neben den beiden Sängern Ebert und Castrinos gehören Nico Aglietti (Gitarre, Keyboard), Stewart Cole (Trompete, Keyboard, Ukulele), Aaron Embry (Klavier, Keyboard), Nora Kirkpatrick (Akkordeon), Christian Letts (Gitarre), Seth Ford-Young (Bass), Orpheo McCord (Drums) und Josh Collazo (Trommeln) zur festen Besetzung. Da alle Musiker auch zum Gesangsmikro greifen, erhält der Sound eine außergewöhnlich dynamische Qualität.

2011 spielten Edward Sharpe über 20 Konzerte auf renommierten internationalen Open Airs. Im Zuge ihrer Tournee entstanden die Grundzüge der Songs, die auf Here veröffentlicht wurden. Das zweite Album geriet deutlich stärker als das Debüt zur Kollektiv-Arbeit, da jeder seinen kreativen Part beisteuerte. Überdies verfüge es, so Ebert, über ein „positiveres Grundgefühl: Wir behandeln darauf ähnliche Themen, aber mit weniger Verzweiflung im Ansatz.“ Dies zahlte sich aus: Die Platte stieg nicht nur in die Top 5 der US-Charts, es wurde auch vom amerikanischen ‚Rolling Stone’ auf Platz 7 der „besten Alben des Jahres“ gewählt.

Auch am Gewinn eines Grammys hat das Kollektiv mitgewirkt: 2011 gingen sie gemeinsam mit Mumford & Sons auf die Railroad Revival Tour und spielten Shows an ungewöhnlichen Orten. Der Regisseur Emmett Malloy drehte über diese spezielle Konzertreise die Dokumentation Big Easy Express, die 2012 mit einem Grammy in der Kategorie ‚Best Long Form Music Video’ ausgezeichnet wurde.

Die Zusammenarbeit mit Mumford & Sons wurde in der Folge noch intensiviert: So erschien ihr am 30. August veröffentlichtes Album Edward Sharpe and the Magnetic Zeros beim Mumford & Sons-Label ‚Gentlemen of the Road’. In den USA erreichte der zwölf Song starke Langspieler Platz 14 der Charts. Ihr Mix aus rohem, nicht zu bändigendem Pop und psychedelischem Indierock offenbart wieder einmal die ständige Weiterentwicklung der Band, die jeden Fan hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt.

Termin:
02.02.2014 Köln, Live Music Hall

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