PLACEBO (Telekom Street Gigs) – Essen, Zeche Zollverein (26.11.2013)

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Ich gebe zu, bei Magenta denke ich zu erst an die Rocky Horror Picture Show und weniger an die Telekom. Aber dem Bezug kann sich Keiner entziehen der an diesem Abend die Trichterhalle der Zeche Zollverein betritt. Alles ist Magenta ausgeleuchtet und verziert mit Werbung des gro├čen deutschen Telekommunikation-Unternehmens.
Aber mit den Street Gigs ist der Telekom auch ein respektabler Wurf gelungen. Acts wie Linkin Park, Fanta 4, Milow, Casper, Fettes Brot, Billy Talent, Clueso oder zuletzt Max Herre & Freunde gaben sich schon die Ehre und jetzt folgen die Superstars aus UK, Placebo!
Tickets f├╝r dieses Konzert gab es auch nicht zu kaufen sondern wurden verlost bzw. mit Apps erspielt.
F├╝r Alle die nicht das Gl├╝ck hatten Einlass zu erhalten bestand dann aber noch die M├Âglichkeit sich das Konzert per Live-Stream am heimischen Rechner zu g├Ânnen. Eine beachtliche Anzahl an Kameras stehen hier f├╝r auch bereit.

Doch bevor die wartende Menge endlich Placebo von beachtlich naher Distanz sehen kann betritt der kurz vorher erst angek├╝ndigte Support die B├╝hne: In The Valley Below. Das amerikanische Duo ist als Support Act f├╝r die White Lies Konzerte in Europa unterwegs und wird mit dem Deb├╝t-Album The Belt als neuer Star am Indie Himmel gehandelt. Romantischer Indie-Electro-Pop mit psychedelischen Einfl├╝ssen aber auch kraftvollen Elementen. Das mich umgebende Publikum ├Ąussert sich nach dem, mit 30 Minuten eigentlich zu kurzen, Auftritt durchaus ├╝berrascht und begeistert.

P├╝nktlich um 20:30 Uhr, nachdem noch ein paar Handys verlost wurden, betreten nun Placebo die B├╝hne. Die Band um Brian Molko, Stefan Olsdal und Steve Forrest ist gut um und unter einem ehemaligen Trichter verteilt, wird lautstark begr├╝├čt und legt auch direkt mit B3 los. Der Sound ist top und die verh├Ąltnism├Ą├čig kleine Halle tut ihr ├ťbriges um eine sehr gute Stimmung zu unterst├╝tzen. Mit Loud Like Love und Scene of the Crime folgen dann auch direkt zwei St├╝cke vom neuen Album Loud Like Love, was mit acht Tracks auch den restlichen Abend leicht dominiert. Twenty Years schiebt sich Energie geladen dazwischen um dann mit vier neuen St├╝cken in Folge, die aber alle sehr gut ankommen, wieder an das neue Album zu erinnern.
Etwas sp├Ąter l├Ąutet nach zw├Âlf Songs der Song To Say Goodbye auch erst mal das Ende ein und die Band verl├Ąsst die B├╝hne um nach st├╝rmischen Applaus f├╝r drei weitere St├╝cke zur├╝ck zu kommen. Darunter auch das sehr gute Kate Bush-Cover Running Up That Hill.
Leider war auch genauso p├╝nktlich Schluss wie alles begonnen hatte. Der aufgeheizten Menge w├Ąre eine weitere Zugabe sicher sehr Recht gewesen, aber so ist man halt mit einem seligen Grinsen im Gesicht nach Hause gegangen.

Setlist Placebo:
01. B3
02. Loud Like Love
03. Scene Of The Crime
04. Twenty Years
05. Too Many Friends
06. Rob The Bank
07. A Million Little Pieces
08. Purify
09. Space Monkey
10. Blind
11. Exit Wounds
12. Begin The End
13. Song To Say Goodbye
14. Teenage Angst (Z)
15. Running Up That Hill (Z)
16. Infra-red (Z)

Autor: Frank G├╝thoff
Foto Placebo: Michael Gamon (Archiv)

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