NOCTURNAL CULTURE NIGHT (NCN) 2013 Tag 3 – Deutzen, Kulturpark (08.09.2013)

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Obwohl die Temperatur gegen├╝ber den Vortagen etwas sank, war auch der Sonntag bis auf minimalistischen Regen ein sehr angenehmer Tag.

Diesmal startete die erste Band auf der kleinen B├╝hne: Die rostigen L├Âffel. Das Projekt wurde 2001 von Stefan Bahners gegr├╝ndet. Die ersten G├Ąste kamen schon zur kleinen B├╝hne, wo harte Gitarrenkl├Ąnge und Sprechgesang den letzten Festivaltag er├Âffneten. Die Besucher sparten ihre Energie noch und lauschten den vorwiegend deutschen Texten.


Low-Fi
aus Boise (USA) trat nun als erste Band des Tages auf der gro├čen B├╝hne auf. Die Indie-Rock-Band existiert seit 2007 und hat seitdem 2 Alben ver├Âffentlicht, zuletzt After All This Time (2011). Sie lebt nach dem Motto ÔÇ×weniger ist mehrÔÇť. Die Sitzpl├Ątze waren vollst├Ąndig besetzt und man konnte die Show von dort aus gem├╝tlich betrachten. Einige G├Ąste wollten die Band hingegen lieber von ganz Nahem genie├čen und betrachteten die Show direkt vom B├╝hnenrand.

Auf der kleinen B├╝hne wurde es nun Zeit f├╝r Unzucht aus Hannover. Die Band existiert seit 2009 und ist stilistisch zwischen Gothic Rock und Dark Rock einzuordnen. Neben 2 EPs gibt es das im letzten Jahr erschienene Album Tods├╝nde 8 und dieser Tage erscheint mit Rosenkreuzer der Nachfolger. Die Performance von Unzucht fesselte die Zuschauer vom ersten Song an. S├Ąnger Daniel Schulz wollte das Publikum hautnah sp├╝ren und setzte zum Stage Diving an. Das brachte die Fans so richtig in Fahrt. Unzucht sorgte bereits am fr├╝hen Nachmittag f├╝r eine unglaubliche Stimmung.

Immer mehr G├Ąste fanden sich jetzt auf dem Festivalgel├Ąnde ein. Durch den bew├Âlkten Himmel musste man sich nicht wie die Tage zuvor im Schatten verstecken. Als n├Ąchstes stand die deutsche Band Bloody Dead & Sexy auf dem Programm. Die Band verbindet Elemente aus Gothic-Rock und Punk. Sie wurde 1997 gegr├╝ndet und ver├Âffentlichte im Mai dieses Jahres das aktuelle Album Bad Ambient. Die Musik war entspannend und die Zuschauer genossen die Show meist von den Sitzpl├Ątzen aus.

Mit deutlich tanzbarer Musik ging es anschlie├čend auf der kleinen B├╝hne weiter. Autodafeh kommen aus Schweden und haben sich der Electronic Body Music verschrieben. Gegr├╝ndet wurde die Band 2007 von Mika Rossi, Jesper Nilsson und Anders Olsson. 2009 traten sie bei einigen Konzerten im Vorprogramm von Front 242 auf. Ausruhen war nun Fehlanzeige. Klassische elektronische Rhythmen dominierten die Show und animierten die Fans zum Tanzen.

Gespannt warteten die Besucher jetzt schon auf Heimataerde. Das Projekt besch├Ąftigt sich mit der Thematik der Tempelritter. Heimataerde kombinieren harte elektronische Musik mit mittelalterlichen Instrumenten. Bandgr├╝nder und S├Ąnger Ashlar von Megalon und seine Bandmitglieder waren gewohnt mit Kettenhemden oder M├Ânchskutten bekleidet. Links und rechts standen Ritter in kompletter Ritterr├╝stung inklusive Helm und Schild. Die Band kombiniert Synthesizerkl├Ąnge mit Fl├Âtenspiel. D├╝stere Texte sorgen f├╝r das entsprechende Ambiente. Eine doch etwas andere Show, wurde aber von den Besuchern begeistert aufgenommen. Dicht standen sie vor dem B├╝hnenrand und wurden vom mittelalterlichen Ambiente verzaubert.

Im Anschluss ging es wieder elektronisch weiter mit Aesthetic Perfection. Das Projekt wurde im Jahre 2000 von Daniel Graves in Hollywood gegr├╝ndet. 3 Alben sind mittlerweile erschienen, zuletzt All Beauty Destroyed (2011). Daniel Graves trat mit Hemd, Hut und Weste auf die B├╝hne. Schwarze und wei├če Schminke untermauerte seinen Stil. Musikalisch durch Schlagzeug und Keyboard unterst├╝tzt, pr├Ąsentierte Aesthetic Perfection seine melodischen und tanzbaren Songs. Ein elektronisches Highlight voller Energie. Sowohl Band als auch das enthusiastisches Publikum gaben alles bei dieser Show.

Nun folgte auf der gro├čen B├╝hne die deutsche Elektro-Wave-Band The Eternal Afflict. Geduldig warteten bereits viele Fans auf ihre Show. Bekanntester Clubhit ist San Diego aus den fr├╝hen 90ern, der bis heute noch in den Clubs gespielt wird. Die Band l├Âste sich 1994 auf, formierte sich aber 2003 neu. Seitdem werden verst├Ąrkt auch Elektro- und Rockelemente verwendet. Dies war auch bei der Show sichtbar. S├Ąnger Andr├Ę Kampmann pr├Ąsentierte die Songs sehr gef├╝hlvoll. Sowohl Klassiker als auch neue Songs ├╝berzeugten die Fans.

Auch am Sonntag gab es noch eine Band auf der Kulturb├╝hne zu sehen. Diesmal ein komplett akustisches Highlight: Die Kammer. S├Ąnger Marcus Testory und Gitarrist Matthias Ambr├ę haben das Projekt 2011 gegr├╝ndet. Neben akustischer Gitarre kamen Cello, Viola, Violine, Tuba und Minimal Drums zum Einsatz. Im gem├╝tlichen Ambiente der Kulturb├╝hne genossen viele Besucher die ganz andere Art von Musik.

Neben einigen anderen Musikern hatte auch Erk Aicrag einen zweiten Auftritt beim NCN. Am Vortag agierte er schon als Frontmann der mexikanischen Elektro-Legende Hocico. Nun legte Erk noch einmal nach und pr├Ąsentierte auf der kleinen B├╝hne sein Projekt Rabia Sorda. 2 Alben sind seit 2006 erschienen, zuletzt Noise Diary (2009). Der Sound von Rabia Sorda ist insgesamt melodischer und weniger aggressiv als der von Hocico. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades war es erwartungsgem├Ą├č voll vor der kleinen B├╝hne. Rabia Sorda lieferte eine schwei├čtreibende Show. Das Publikum sang und tanzte zu den eing├Ąngigen Songs der Band.

Vor der gro├čen B├╝hne warteten die Besucher nun schon gespannt auf die letzte Band des Abends. Die deutsche Synthie-Pop-Band Camouflage war der Abschluss des diesj├Ąhrigen Festivals. In den 80er Jahren hatte die Band zahlreiche Hits wie The Great Commandment und Love Is A Shield. Zuletzt erschien im Jahre 2009 die DVD Live in Dresden. Dicht gedr├Ąngt standen die Festivalbesucher nun am B├╝hnenrand. S├Ąnger Heiko Maile war wieder komplett in wei├č gekleidet und beanspruchte fast die komplette B├╝hne f├╝r seine Performance. Sowohl Camouflage als auch das Publikum nutzen all ihre Energie. Besonders die Klassiker aus den 80er Jahren wurden von den Fans begeistert mitgesungen. So wurde diese Show zu einem wundervollen Erlebnis.

Auch 2013 war die Nocturnal Culture Night wieder ein gro├čartiges Festival und der beste Beweis, dass kleine Festivals ihren eigenen Reiz haben. Das Wetter war super. Besser h├Ątte es f├╝r ein Festival im Sp├Ątsommer nicht sein k├Ânnen. Die Besucher sorgten f├╝r gute Stimmung, die Bandauswahl war bunt gemischt und somit f├╝r jeden etwas dabei. F├╝r viele Besucher stand sofort fest: N├Ąchstes Jahr sind wir wieder mit dabei. Um so sch├Âner, dass vor einigen Tagen auch bereits die n├Ąchste Nocturnal Culture Night angek├╝ndigt wurde: Vom 05. Bis 07.09.2014 ist es dann Zeit f├╝r NCN9.

Tickets k├Ânnen bereits hier bestellt werden:
http://www.nocturnal-culture-night.de/Artikelliste/kategorie/Tickets_Wochenende.html

Wir haben f├╝r euch eine Galerie mit Bildern des dritten Tages zusammengestellt, die ihr hier oder durch Anklicken der Bilder erreichen k├Ânnt:

Galerie NCN Festival 2013 Tag 3 (Sonntag, den 08.09.2013)

Autor & Fotos: Thomas Bunge

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