Preview : Britpop-Ikone SUEDE meldet sich zurück auf deutschen Bühnen

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Vor gut 3 Jahren meldete sich eine absolute Britpop-Ikone zurück auf der Bühne: Suede! Als die Band sich am 24. März 2010 zu einem Konzert in der Royal Albert Hall wieder gemeinsam auf die Bühne stellten, war das als einmaliger Benefizauftritt gedacht. Doch bereits nach der Hälfte dieser Show waren die Britpop-Ikonen so begeistert von der Erfahrung, endlich wieder gemeinsam live Musik zu machen, dass allen klar war: Hier muss es weitergehen. Das ist nicht der krönende Abschluss einer Bandgeschichte. Das ist der Anfang der Zukunft. Das schrie geradezu nach Fortsetzung. Noch im gleichen Jahr spielten sie auch in Deutschland eine exklusive Show in der Berliner Columbiahalle. Nun haben Suede nach langer, harter Arbeit in diesem März ein neues Studioalbum auf den Markt gebracht. Bloodsports stieg auf Platz zehn in die UK-Charts ein, geht zurück in die beste Zeit der Londoner und schließt direkt an die ersten drei Alben an. Genau wie die Meilensteine Suede von 1993, Dog Man Star (1994) und das legendäre Coming Up zwei Jahre später wurde die aktuelle Platte wieder von Ed Buller produziert. Und da ist sie zurück, diese dunkle, glamouröse, romantische, hedonistische Kraft, die immer hinter Suede steckte, die die Londoner zur größten britischen Band der frühen 90er gemacht hat, die Vorbilder für alles, was nachher Britpop genannt wurde, die das Gegenmodell war zu diesen uneleganten und depressiven Krachmachern aus Seattle. Erinnern wir uns: Die Heftigkeit des Grunge war eine Seite der Jungbewegungsgoldmedaille, die nötig war, um noch eine Form für die Rebellion zu finden. Die andere Seite waren der nonchalante Glamour und der Wille zu Melodie, Harmonie und musikalischem Selbstbewusstsein. Geschult an den Roxy Music oder David Bowie gleichermaßen wie an The Smiths oder den Beatles überschauten Suede den gesamten bis dahin gültigen Kanon und entwickelten daraus einen völlig eigenständigen Sound. Und das tun sie weiterhin. Suede im Jahr 2013 sind immer noch ebenso richtungweisend wie 20 Jahre zuvor. Das ist das Überraschende und Überragende an dieser Band und macht sie weiterhin zur Blaupause für großartige britische Musik. Und wer Brett Anderson und seine Jungs einmal live auf der Bühne gesehen hat, weiß eh, dass da nicht mehr viel Besseres kommen wird.

Termine:
18.11.2013 – Berlin, Huxleys Neue Welt
19.11.2013 – München, Tonhalle
21.11.2013 – Köln, E-Werk
22.11.2013 – Weissenhäuser Strand (Ostsee), Rolling Stone Weekender Festival

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