DROPKICK MURPHYS, FRANK TURNER & CRYSSIS – DĂŒsseldorf, Mitsubishi Electric Halle (31.01.2013)

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Donnerstag der 31.01.2013, DĂŒsseldorf Mitsubishi Electric Halle. The Boys are back, The Dropkick Murphys waren zu Gast. Als Support stand Frank Turner mit den Sleeping Souls und die Band Cryssis auf dem Programm. Gut 7000 Zuschauer kamen um dieses grandiose Konzerterlebnis zu sehen. Ein Abend gepaart aus Folk und Punkrock.

Gegen 19:30 Uhr, die Halle war zu dem Zeitpunkt zu 1/3 gefĂŒllt, begann die Band Cryssis mit melodischem Punkrock. Diese Band wurde 2009 von dem Schlagzeuger „Vom Richie“, bekannt durch die Toten Hosen (ebenfalls dort am Schlagzeug) und dem Gitarristen und SĂ€nger Dick York gegrĂŒndet. Mit Ihnen auf der BĂŒhne standen Bassist Thomas Schneider und Gitarrist Trip Tom. DĂŒsseldorf war fĂŒr „Vom Richie“ ein klares Heimspiel und das HalbstĂŒndige Set ein sehr gelungenes Warm-up fĂŒr die beiden folgenden Akts.

20:15 Uhr; nein nun begann nicht das langweilige Abendprogramm von RTL, zumindest nicht hier, sondern Mister Frank Turner und seine Band „The Sleeping Souls“ rockten die mittlerweile gut gefĂŒllte Halle in DĂŒsseldorf. Have a break and listen. Folk mit Punkrock EinflĂŒssen vom Feinsten. Schon alleine der Auftakt war mehr als großartig, bei dem Frank erst alleine mit seiner Gitarre auf die BĂŒhne trat, das Publikum begrĂŒĂŸt und mit dem Song If Ever I Stay startete. Mit der zweiten Strophe kamen Ben Lloyd (Gitarre), Matt Nasir (Keyboard), Tarrant Anderson (Bass) und Nigel Powell (Schlagzeug) dazu um gnadenlos mit einzusetzen. Immer wieder sprach Frank mit seinem doch recht gut verstĂ€ndlichen Deutsch zum Publikum. Er erklĂ€rte vor dem Song Long Live The Queen, dass es nichts Besseres gĂ€be als Karten zu spielen, zu Rauchen und mit seiner Oma Whiskey zu trinken. Four Simple Words kĂŒndigte er mit den Worten an „Das ist fĂŒr meine bescheuerte Ex-Freundin“.

Zum Ende hin wurde das Publikum noch einmal aufgefordert zu tanzen und alles zu geben. Es sei eine „Competition“ und das Publikum aus den Auftritten in Berlin und MĂŒnchen lagen beim Feiern vorne. Nun sei es an DĂŒsseldorf diese beiden zu schlagen. Und es wurde getanzt und gefeiert. Diese Jungs sind echt ein Erlebnis wert. Aber sie waren noch nicht der Headliner des Abends. Mit I Still Believe verabschiedeten sich die 5 nach guten 45 Minuten. So genial Frank Turner und die Sleeping Souls waren, es sollte noch eine Steigerung geben.

Setlist Frank Turner:
01. If Ever I Stray
02. The Road
03. Peggy Sang The Blues
04. Reasons Not To Be An Idiot
05. Glory Hallelujah
06. Long Live The Queen
07. Four Simple Words
08. Photosynthesis
09. Try This At Home
10. I Still Believe

Denn um 21:30 Uhr klang es aus den Boxen: The Boys Are Back. Und das waren sie, die Dropkick Murphys, bewaffnet mit ihrem aktuellen Album Signed and Sealed in Blood, waren zurĂŒck. Die 1996 in Boston, Massachusetts gegrĂŒndete irisch-amerikanische Folk-Punk-Band verstand es ein Konzert zu feiern. Die aktuelle Besetzung mit Al Barr (Gesang), Ken Casey (Gesang und Bass), James Lynch (Gitarre), Matt Kelly (Schlagzeug), Tim Brennan (Gitarre und Akkordeon), Scuffy Wallace (Dudelsack und Tin Wistle) und Jeff DaRosa (Mandoline, Tin Whistle, Banjo und Akkustik Gitarre) brachte die Halle zum Kochen. Es wurde getanzt, gepogt und getrunken
 nein gemeint war natĂŒrlich mitgesungen.

Auch wenn die Stimme von Al Barr gesundheitlich etwas angeschlagen war, so schmĂ€lerte es in keiner Weise dieses große Konzert. Im Gegenteil, seine raue Klangfarbe kam so noch besser zur Geltung. Sein Statement dazu war nur: „Ich habe zwei Konzerte verpasst, aber jetzt, 
 The Show must go on“, und The Show goes on. WĂ€hrend des Auftritts hĂ€tte man einen SchrittzĂ€hler an seinem Fuß befestigen können, denn es war garantiert eine beachtliche Strecke die Al zurĂŒcklegte.

So powerful die Songs der Murphys auch sind, können sie auch anders, wie der Song Rose Tattoo zeigte. Eine sehr gelungene Ballade von ihrem aktuellen Album. Mit dem Ende des Liedes wechselte schlagartig der Hintergrund der BĂŒhne, und statt des Tour-Banners waren keltische Muster zu sehen. Bei End Of The Night wurde das Publikum nach und nach auf die BĂŒhne geholt bis, ja bis kein Platz mehr war. Zusammen zelebrierte man noch 2 weitere Lieder. Und mit dem AC/DC Cover T.N.T. war dann Schluss. Es war gut vorzustellen, dass einige der Anwesenden nach dem Konzert den Abend noch in einem Irish-Pub beendeten. „What the Fuck“, was ein geiles Konzert.

Setlist Dropkick Murphys:
01. The Boys Are Back
02. Burn
03. Johnny, I Hardly Knew Ya
04. Going Out In Style
05. The Gauntlet
06. A Few Good Men
07. Your Spirit’s Alive
08. Prisoner’s Song
09. The Irish Rover
10. My Hero
11. Jimmy Collins‘ Wake
12. Worker Song
13. Citizen C.I.A.
14. The Battle Rages On
15. Forever
16. Working (Cock Sparrer Cover)
17. The Gang’s All Here
18. Rose Tattoo
19. Captain Kelly’s Kitchen
20. I’m Shipping Up To Boston (with Frank Turner)
21. Barroom Hero (Z)
22. End Of The Night (Z)
23. Skinhead On The MBTA (Z)
24. T.N.T. (AC/DC Cover) (Z)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der Fotos

Dropkick Murphys:

Frank Turner & The Sleeping Souls:

Cryssis:

Autor: Marcus Nathofer
Fotos: Michael Gamon

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