Mesh – Born To Lie (CDS)

cover-mesh-born-to-lie.jpg
GeschÀtzte Lesezeit: 2 Minute(n)

Unsere Bewertung

9 Bewertung

10 Bewertung 2

Wenn man das Remix-Album An Alternative Solution aus 2011 einmal außer Acht lĂ€sst, sind seit dem letzten Studioalbum A Perfect Solution der britischen Synthiepopper Mesh bereits ganze vier Jahre vergangen, in denen sich die Masterminds Mark Hockings und Richard Silverthorn etwas zurĂŒckgezogen haben, einige Konzerte absolvierten und sich ansonsten vor allem auf ihre StĂ€rken besannen. Wohin sie dies gebracht hat dĂŒrfen wir jetzt endlich hören und als ersten Vorboten zum im MĂ€rz erscheinenden Album Automation Baby schicken die Bristolians die Single Born To Lie in den Äther. Von dessen QualitĂ€ten konnte man sich bereits in kurzen Snippets und beim Pluswelt-Festival Ende Dezember ĂŒberzeugen und das, was uns jetzt aus den Lautsprechern entgegen schallt, ist Mesh in Bestform. Die Singleversion ist auf den Punkt, ohne LĂ€ngen und besitzt absoluten Ohrwurmcharakter, einfach eine grandiose Single. NaturgemĂ€ĂŸ etwas druckvoller kommt die Club Version daher, ohne den Charakter ansonsten allzu stark zu verĂ€ndern, hier darf also ausgiebig getanzt werden. Mit Black Dog folgt ein exklusiver Track, der es zunĂ€chst mal etwas langsamer angehen lĂ€sst und mich von der Trip Hop geschwĂ€ngerten Stimmung der Strophe her an People Like Me erinnert, trotz der Dynamiksteigerung im Refrain allerdings insgesamt ruhiger als sein populĂ€rer Vorfahre ausgelegt ist.

Danach geht’s zurĂŒck zu Born To Lie und zwar mit zwei Fremdremixen, die das Release abrunden und den Track mit neuen Ideen fĂŒttern, ohne ihn dabei seiner IdentitĂ€t zu berauben. Als erstes legen Rotersand mit ihrem Re-Work Hand an das Werk und spendieren diesem einige neue Elemente, durch die der Track verspielter wirkt und nicht mehr ganz so hymnenhaft daher kommt, aber weiter tanzbar bleibt. Der abschließende Remix by Blitzmaschine nimmt etwas Tempo heraus, addiert einige ihrer typischen EBM-Beats und verleiht ihm dadurch einen fast tranceartig-hypnotischen Touch.

Fazit: Hatte mich das letzte Album noch leicht enttĂ€uscht, bin ich von Born To Lie schlichtweg begeistert und die Erwartungshaltung an das anstehende Album ist enorm gewachsen. Kann es nur annĂ€hernd mit der Single mithalten, steht uns Großes ins Haus. Und damit die Vorfreude auf Automation Baby noch weiter wĂ€chst, spendieren uns Mesh im (uns leider noch nicht vorliegenden) Booklet einen QR-Code, an dessen Ziel uns ein weiterer Einblick in das Album erwartet. Die Spannung steigt…

Tracklist:
01. Born to Lie (Single Version) – 4:11 min
02. Born to Lie (Club Version) – 6:52 min
03. Black Dog (Exclusive Track ) – 6:21 min
04. Born to Lie (Rotersand Re-Work) – 6:37 min
05. Born to Lie (Remix by Blitzmaschine) – 4:24 min

Autor: Michael Gamon

Kommentar verfassen