PETER HEPPNER & SOLAR FAKE – K├Âln, Live Music Hall (27.11.2012)

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Am 27. November 2012 trat der S├Ąnger Peter Heppner, welcher in den fr├╝hen Neunzigern mit dem Duo Wolfsheim erste kommerzielle Erfolge erzielte, in der K├Âlner Live Music Hall auf. Am 18. Mai 2012 hatte Heppner sein zweites Soloalbum namens My Heart Of Stone ver├Âffentlicht und somit bot sich auf der aktuellen Tour die M├Âglichkeit auch neues Material live auszuprobieren.

Als Support waren Solar Fake angereist um das Publikum f├╝r Peter Heppner vorzuw├Ąrmen. Das Elektro-Projekt um Zeraphine und Dreadful Shadows S├Ąnger Sven Friedrich und Keyboarder Frank Arnold konnte mit Liedern wie No Apologies oder More Than This bei den Heppner Fans punkten. Wenn die Zuschauer auch nicht ausgelassen tanzten, war ihnen doch anzusehen, dass ihnen die Darbietung der Berliner Band gefiel. Als kleines und verfr├╝htes Weihnachtsgeschenk gab es am Merch-Stand ein K├Ąrtchen um den Song Reset To Default kostenlos und legal herunterladen zu k├Ânnen.

Highlight der Show war sicherlich das Cover des Synthie-Pop-Songs Such A Shame von der britischen Band Talk Talk aus dem Jahre 1984. Wenn auch viele Anwesenden den Titel keiner Band zuordnen konnten war der Songtext doch den meisten Zuschauern im Ged├Ąchtnis, sodass ein wenig mitgesungen werden konnte. Bevor mit Here I Stand die Show von Solar Fake vorbei war, nutzte Sven die Chance um f├╝r das Konzert am 21. Dezember in der K├Âlner Essigfabrik zu werben, bei dem die Anwesenden in den Weltuntergang feiern und tanzen k├Ânnten (zumindest bis der Strom ausf├Ąllt).

Obwohl der B├╝hnenumbau fix geschehen war, war so schnell von Peter Heppner und seiner Band nichts zu sehen. Ein wenig schade oder sogar ├Ąrgerlich, denn sowohl fr├╝her nach Hause zu kommen als auch noch ein paar mehr Solar Fake Songs zu h├Âren waren angenehmere Optionen als eine nahezu leere B├╝hne zu betrachten. Gegen Viertel vor Zehn war es dann aber soweit und Peter Heppner betrat samt Band die B├╝hne in der K├Âlner Live Music Hall. Nach dem Intro ging es mit I Won’t Give Up und Alleinesein stimmig los. Das Publikum zeigte wie auch bei Solar Fake zuvor nicht das gro├če Bed├╝rfnis zu tanzen (Ausnahmen best├Ątigten die Regel) sondern stand gem├╝tlich da und genoss die Show.

Die Lichtshow war wohldurchdacht und bot eine abwechslungsreiche Untermalung zu Heppners mindestens ebenso abwechslungsreichen Songs, sodass weder akustisch noch optisch Langeweile aufkam. Einziges kleines Manko war das B├╝hnenauftreten des S├Ąngers selber, denn die ├╝berwiegende Zeit verbrachte er nat├╝rlich wie gewohnt in Stein gemei├čelt mit der rechten Hand am Mikrofon und mit der linken Hand am Mikrofonst├Ąnder. Ein bisschen mehr Bewegung h├Ątte hier sicherlich nicht geschadet, aber da er seine Hauptaufgabe zu Singen mit Bravour erf├╝llte, l├Ąsst sich dar├╝ber leicht hinweg sehen.

Das Publikum reagierte erfreut auf die geschickt ausgew├Ąhlten Songs die an diesem Abend gespielt wurden. Obwohl Heppner mit zwei Soloalben genug komplett eigenes Material zur Verf├╝gung stand war die Setlist durch die gute Mischung der drei Kategorien Solomaterial, Wolfsheim-Songs und Songs aus Zusammenarbeit mit anderen K├╝nstlern gepr├Ągt.

Nach Vorbei, dem traditionellen letzten Song war gegen 22:50 Uhr der offizielle Teil des Abends beendet. Die K├Âlner mussten jedoch nicht lange f├╝r eine Zugabe betteln, um Heppner erneut auf die B├╝hne zu bewegen. F├╝r zwei Zugabeblocks, die zusammen f├╝nf Songs enthielten, gab der Ausnahmes├Ąnger seinen Fans die letzten M├Âglichkeiten ein wenig zu tanzen. Passend zur Jahreszeit – aber fast noch ein wenig zu fr├╝h – beendete Dream Of Christmas das 21 Songs umfassende Set.

Es war ein toller Abend, der wieder einmal Peter Heppners stimmliches K├Ânnen aufzeigte und nebenbei einen repr├Ąsentativen Querschnitt durch sein musikalisches Schaffen wiederspiegelte.

Setlist:
01. Intro
02. I Won’t Give Up
03. Alleinesein
04. Meine Welt
05. Vielleicht
06. Being Me
07. Once In A Lifetime
08. K├╝nstliche Welten
09. Deserve to Be Alone
10. God Smoked
11. Cry Tonight
12. Dream Of You
13. Kein Zur├╝ck
14. Give Us What We Need (Truth Is Not the Key)
15. The Sparrows And The Nightingales
16. Vorbei
17. Leben… I Feel You (Z)
18. Wir sind wir (Z)
19. Whenever I Miss You (ZZ)
20. Die Flut (ZZ)
21. Dream Of Christmas (ZZ)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase m├Âglich) oder direkt durch Anklicken der Fotos

Peter Heppner:

Solar Fake:

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