Christmas Ball Festival 2012 – Köln, Theater am Tanzbrunnen (25.12.2012)

2012-12-25_The_Wars_-_Bild_001.jpg
GeschÀtzte Lesezeit: 4 Minute(n)

Beim Einlass bekommen alle Besucher einen Hinweiszettel in die Hand, worauf weitere Informationen zum Konzert stehen. Eisbrecher-Schlagzeuger Achim FĂ€rber ist krank und musste sich einer Notoperation unterziehen und konnte daher heute nicht auftreten. Durch diesen Zwischenfall fĂ€llt die Band Eisbrecher am Abend natĂŒrlich leider komplett aus. Wir wĂŒnschen an dieser Stelle eine schnelle Genesung und hoffen, dass alles ohne Komplikationen verlĂ€uft. Durch die schlechte Nachricht sind leider viele Menschen nicht gekommen. Als Wermutstropfen durften die vorhandenen Bands alle etwas lĂ€nger spielen, was fĂŒr manche sicher ein erfreulicher Ersatz sein wird.

Zu Beginn warten alle Besucher im Vorraum, wo es GetrĂ€nkte und Essen gibt. In diesem Vorraum darf auch geraucht werden wodurch die Luft recht stickig wird. Nach und nach fĂŒllt sich der Raum und aus dem Konzertsaal klingt der Sound Check leise heraus. Laut Plan der ĂŒberall aushing, sollte es um 19 Uhr beginnen aber in der RealitĂ€t ging es leider erst um 20 Uhr los.

So voll der Vorraum auch war, so leer ist es im riesigen Saal des Theaters beim Opener. Leider scheint der Sound von The Wars, der ersten Band des Abends, nicht richtig abgemischt zu sein. Alles klingt etwas dumpf, was aber vielleicht sogar gewollt sein könnte, allerdings gewöhnungsbedĂŒrftig klingt. Die Musik die sie machen ist in den frĂŒhen Achtzigern einzuordnen. Beim Umschauen durchs Publikum ist noch wenig Bewegung in den Reihen zu erkennen. Allerdings wird dieser Blick auch etwas erschwert, da vergessen wurde beim Auftritt der Band das Licht einzuschalten. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Saal nicht mal bis zur HĂ€lfte gefĂŒllt, aber das wird sich sicher im Laufe der nĂ€chsten Band Ă€ndern.

Setlist The Wars:
01. Transit
02. Succubus
03. Enklave
04. Nature
05. Whiteout
06. Coast
07. Sequence
08. Stairway
09. Heisenberg

Nach einer kurzen Umbauphase betreten nach und nach die Bandmitglieder von The CrĂŒxshadows die BĂŒhne. Ordentlich wartend und in Reih und Glied verbrachten sie die Zeit bis Frontmann Rogue singend und gemĂŒtlich laufend aus dem Publikum kommt. Zeitgleich fangen die beiden TĂ€nzerinnen an, in ihren weihnachtlichen Outfits zu Tanzen. Der Sound klingt fantastisch, nicht so wie noch bei The Wars. Immer wieder sucht Rogue die NĂ€he zum Publikum, er setzt sich dazu meist auf die Absperrung und feiert gemeinsam mit den Fans der ersten Reihen. Das Publikum selbst ist aus dem HĂ€uschen und genießt die Show, die oben auf der BĂŒhne stattfindet. Alle schauen gebannt auf die Stage denn an allen Ecken passiert etwas Neues. Seien es die TĂ€nzerrinnen, die mittanzende Geigerin oder Rogue, der wieder etwas verrĂŒcktes macht. Allerdings merkte man schnell, dass Rogue etwas zum hinaufklettern sucht, da es seine spezielle Angewohnheit bei Konzerten ist. Da sie durch den Ausfall von Eisbrecher lĂ€nger spielen können, kommen ihre Fans voll auf ihre Kosten.

In einer kleinen Pause wird die Zeit genutzt, um die Band einmal vorzustellen, dies passiert in deutscher Sprache, man sieht ihnen an, dass sie sich verdammt viel MĂŒhe dabei geben. Aber es zaubert auch dem ein oder anderen ein Schmunzeln ins Gesicht, sehr sympathisch. Als der Mainset zu Ende ist, geht ein Grummeln im Saal um, gefolgt von den Rufen nach einer Zugabe. Und nach ein paar Sekunden kehren sie dann auch wirklich um und spielen als allerletzten Song ihren Hit „Marilyn My Bitterness“.

Die Leinwand im Hintergrund beginnt zu leuchten, nach und nach ist es möglich dort eine Schrift zu sehen. Als sie komplett zu erkennen ist, steht dort Project Pitchfork. Die Musik dröhnt aus den Boxen, das Publikum beginnt zu tanzen und SĂ€nger Peter Spilles legt los. Plötzlich hebt sich die Stimmung im Saal. Einziges Manko des Abends war ja, dass trotz der guten Bands recht wenig Menschen gekommen sind. Dies schadet aber keineswegs der klasse Stimmung. Die meisten Tanzen und Singen ausgelassen mit. Zwischen den Songs beginnt das Publikum stets zu Klatschen und zu Pfeifen, sie feuern die Band richtig an, damit sie nicht zu spielen aufhören. Es ist aber auch zu beobachten, dass der Saal langsam immer leerer wird, was sicher auch an der fortgeschrittenen Uhrzeit liegen wird. Es folgt eine Zugabe mit zwei Liedern, die das Set aus neueren StĂŒcken und Klassikern vervollstĂ€ndigen.

Setlist Project Pitchfork:

01. Continuum
02. Conjure
03. Beholder
04. Knka
05. Run for Cover
06. The Queen of time and Space
07. Timekiller
08. Revolution now
09. Endless infinity
10. Carnival
11. Dividing line

12. Steelrose
13. Souls
14. Lament
15. Freeze in Silence
16. En grade
17. Existence
18. Fire & ice
19. Rescue

Obwohl der Headliner ausgefallen ist war es ein richtig geniales Festival. Knapp 1000 begeisterte Fans wohnten diesem Spektakel bei und feierten gemeinsam bis der letzte Sound verstummte.

Bilder der Veranstaltung befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der Fotos

Weitere Fotos des Events gibt es hier

Kommentar verfassen