BLACKFIELD FESTIVAL 2012 Tag 2 – Gelsenkirchen, Amphitheater (24.06.2012)

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Das Blackfield Festival startete in den Sonntag und zwar mit Regen. Es versprach wechselhaft zu werden. Dennoch war die Stimmung ausgelassen bis heiter. Kein Wunder, denn es standen Bands wie Stahlmann, Megaherz, Welle Erdball, Agonoize, Combichrist und In Extremo u.a. auf dem Programm. Man war zwar gut gerĂŒstet, zumindest sah man viele Regenschirme auf dem GelĂ€nde des Blackfield Festivals, dennoch stellte das Wetter eine klare Herausforderung dar.

Auf der AmphitheaterbĂŒhne wurde diese ebenso angenommen wie vor der BĂŒhne. Culture KultĂŒr eröffneten um 11.00 h den Sonntag mit KlĂ€ngen des Elektropops. Stahlmann [GALLERY] wirkte gegen 11.45 h dem Wetter schillernd entgegen und lieferte einen guten Mix aus Neuer Deutscher HĂ€rte gepaart mit aufheiternder Mitmachanimation ab. Sie zogen die Leute mit und entfĂŒhrten sie in eine ganz eigene Welt aus Stahl. Solitary Experiments [GALLERY] donnerten dem Wetter im Anschluss mit Elektrobeats entgegen. Es wurde kuschelig vor der BĂŒhne, denn man drĂ€ngte sich davor zusammen unter den großen Schirm und versuchte gleichzeitig zu tanzen.

Es war richtig viel los auf dem Blackfield GelĂ€nde in Gelsenkirchen. Ob vor der BĂŒhne oder bei den einzelnen StĂ€nden. Verkaufsschlager heute waren wohl die schicken bunten Regencaps, die an diesem Tag weitaus handlicher waren als Regenschirme. Regenschirme gaben nĂ€mlich hier und da den Geist auf. Leider gab es auf dem GelĂ€nder selbst nur wenige Unterstellmöglichkeiten und hatte man etwas gefunden, war es schon voll besetzt. Die ZeltbĂŒhne wurde ab 13.25 h bespielt und ihren Anfang fand sie mit Burn. Zur gleichen Zeit prĂ€sentierten sich Megaherz [GALLERY] lautstark und kraftvoll auf der HauptbĂŒhne. Das zahlreiche Publikum feierte ausgelassen mit. Ignis Fatuu begeisterte mit mittelalterlichem Rock anschließend im Zelt, passend zum Ambiente und Mittelalter-Markt davor. WĂ€hrend es zeitgleich auf der HauptbĂŒhne mit Funker Vogt [GALLERY], die ihren Auftritt mit Pyro- Effekten einleiteten, elektronisch laut weiterging.

Autogramme konnten heute ebenfalls wieder abgegriffen werden und so wie gestern hatte sich eine Schlange die Treppe hinauf gebildet. Es gab auch heute trotz des Wetters, das ein oder andere Highlight wie wilde Tanzeinlagen und extravagant Gekleidete. Wobei der ein oder die andere sich sichtlich und buchstĂ€blich den Hintern abgefroren haben. Denn frisch war es und es blieb nass, wenn auch mit kleinen Pausen. An dieser Stelle: Auch wenn es noch so niedlich ist, Kinder auf dem FestivalgelĂ€nde zu sehen, finde ich, sollten dann zumindest „Micky MĂ€use“ (Gehörschutz), die super stylisch sind, getragen werden. Denn sie haben ihren Sinn.

Die musikalischen Pausen wurden mit Musik verschönert. Passend zum Wetter kramte der Blackfield DJ „musikalische HochgenĂŒsse“, wie „Ein Knallrotes Gummiboot“ hervor und erzeugte so eine strange, aber gelungene Mischung aus guter Laune gepaart mit Zynismus dem Wetter gegenĂŒber.

Welle:Erdball [GALLERY] betraten um 15.40 h die HauptbĂŒhne. Der Auftritt sprach fĂŒr sich und wurde von der Menge gefeiert. Straight und unverkennbar zogen sie mit und lieferten eine gewohnt gute Show, der man gerne beiwohnte. Der C 64 lebte dabei natĂŒrlich wieder auf. Im Zelt ging es mit The Arch weiter, die 2011 ihr neues Album "Engine In Void" veröffentlichten. WĂ€hrend die noch ausstehenden Autogrammstunden kurz vor dem Auftritt von Agonoize abgesagt wurden, war man umso mehr erfreut, dass Agonoize [GALLERY] auftraten, wenn auch fluchend ĂŒber das Wetter. Völlig zurecht, denn der Regen peitschte von allen Seiten ĂŒber und unter, vor und neben der BĂŒhne umher! Mit rauer Stimme, viel Kunstblut und einem Strahl Kunstsperma, bescherte Agonoize dem Publikum einen gelungenen Auftritt. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, war dieser Auftritt, unter den erschwerten UmstĂ€nden, großartig und eine mehr als klare Ansage: Es sollte und wollte gefeiert werden.

Fish & Freunde hatten es da im Zelt wahrscheinlich durchaus angenehmer und wĂ€rmer. Der Frontmann von Subway To Sally lud dorthin nĂ€mlich ein. Das Festival bekam mittlerweile einen anderen Touch. Da gab es EnttĂ€uschung aufgrund des Wetters, einige brachen durchgefroren ab, andere harrten aus und wieder andere nahmen das alles mit sarkastischem Humor. Die, die ausgeharrt hatten wurden mit Saltatio Mortis [GALLERY] belohnt. Denn die Sonne kam kurz heraus und wohnte einer herausragenden Show bei, die Bewegung und mittelalterliche KlĂ€nge vereinte. Mit Schwung und Elan kurbelten sie noch einmal die Stimmung richtig an. Und auch Faun spielten sich zur gleichen Zeit im Zelt ein. FĂŒr Fans dieses Genres stellte sich keine leichte Aufgabe, denn an zwei Orten gleichzeitig konnten auch sie nicht sein. Faun vereinen laut Programmheft alte Instrumente mit der Modernen.

Eine weitere Frage musste man sich im Anschluss stellen. Wollte man im Zelt bleiben und mit Secret Discovery rocken oder sich von dem donnerenden Sound von Combichrist in Schwingungen versetzen lassen? Letztere heizten jedenfalls noch einmal ordentlich ein, bevor das 5. Blackfield Festival schließlich mit In Extremo endete, die als besonderes JubilĂ€umsgeschenk den Abschluss machten. Und die Verbliebenen feierten mit diesen besonderen KlĂ€ngen ein rundherum gelungenes Festival, das bis auf das Wetter am zweiten Tag kaum WĂŒnsche offen ließ!

Die Fotos der einzelnen Bands erreicht ihr durch Anklicken der Gallerylinks oder Fotos im Bericht

Autorin: Stephanie Brockhaus
Fotos: Marcus Nathofer

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