And One – S.T.O.P.

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8 Bewertung

9 Bewertung 2

Neues musikalisches aus dem Hause And One. Nach einigem (promomĂ€ĂŸig gezielt geschalteten?) Trouble um die „Cover For The Masses Show“ und „Dark Kasperle Theater“ besinnt sich die mittlerweile vierköpfige Band (Steve Naghavi, Joke Jay, Rick Schah und Nico Wieditz) auf das, worauf es ankommt, nĂ€mlich die Musik. Nach der kostenfreien „Shice Guy EP“ und den beiden Vorabauskopplungen „Back Home“ und „Shouts Of Joy“ steht nun das neue Album in den Startlöchern, um die Nation zu begeistern. Zu ĂŒberprĂŒfen, ob das gelungen ist, soll das Ziel dieser Review sein. Hören wir genauer hin.

S.T.O.P. beginnt mit dem bekannten „Shouts Of Joy“ und weil der Song so schön ist, hören wir ihn auch noch mal gerne von vorne bis hinten durch und genießen jeden Takt. Kaum ist das Tanzbein so richtig eingeschwungen, gibt es einen kleinen Stop und mit dem Mid-Tempo Track „Killing The Mercy“ wird erst einmal eine dĂŒstere, geheimnisvolle AtmosphĂ€re erzeugt, die sich langsam immer mehr anhand schrĂ€ger FlĂ€chensounds aufbaut und in einem „Schunkel-Refrain“ erster GĂŒte gipfelt. Steve Naghavi gibt es selber zu: And One klaut sich durch die Musikgeschichte, stibitzt bei anderen Bands und vor allem bei sich selbst. „You Without A Me“ z.B. vereinigt Depeche Mode Harmonien mit Iamx Gesang, „Don’t get me wrong“ klingt durch orientalische Leadsounds wie viele weitere And One Tracks, „ S.T.O.P. the Sun“ bringt mithilfe „The Cure“-Feeling, der Strophenmelodie von Michael Sembellos „Maniac“, „Military Fashion Show“-Bridge und Joke Jays BackgroundgesĂ€ngen das Publikum zum Tanzen. „Back Home“ wird wohl auch jedem Fan ein Begriff sein und der Song hat es einfach drauf und wird wohl bald zur And One Klassiker Collection gehören. Das Instrumental „Everybody dies Tonight“ atmet eine gehörige Prise Depeche Mode („Sibeling“, „Memphisto“) ein und lĂ€sst den Hörer kurz mal Luft holen. Aber S.T.O.P. lebt durchaus auch durch seine GastsĂ€nger. „Aigua“ lĂ€sst den Hörer mit weiblichen Heavenly Voices Gesang von Miss Vivi seinen TagtrĂ€umen nachgehen und Douglas McCarthys Song „The End Of Your Life“ bringt sehr viel GefĂŒhl auf den Teller, so dass man sich die Finger leckt. Eigentlich hĂ€tte man einen TanzflĂ€chenknaller ĂĄ la „Nitzer Ebb“ erwartet, aber McCarthy geht es gemĂ€chlich an. Passend zur ganzen CD, denn der aktuelle Output der Bodypopper ist recht ruhig, fast intim geworden. Wem das alles zu „schnarchig“ ist, der greife einfach zur limitierten Version des S.T.O.P. Albums mit der „Treibwerk E.P.“, auf der es ungleich harscher zugeht und die durch GastsĂ€nger wie Eskil Simonsson („Covenant“) und noch einmal Douglas McCarthy geadelt wird.

Fazit: recht ruhiger Output jenseits des Bodypop, jedoch durch das heitere Musikraten und die diversen GastsĂ€nger ein Ă€ußerst unterhaltsames Werk.

Diese CD könnte Euch gefallen, wenn ihr nicht auf „P.a.k.t.“, sondern auf „And One“ steht.

Tracklist:
01. Shouts Of Joy
02. Killing The Mercy
03. Memory
04. You Without A Me
05. Don’t Get Me Wrong
06. Aigua
07. S.T.O.P. The Sun
08. The 4
09. Back Home
10. Everybody Dies Tonight
11. The End Of Your Life (Feat. Douglas McCarthy)
12. No Words

Autor: Frank Stienen

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