WHITE LIES & THE DUKE SPIRIT – Dortmund, FZW (29.11.2011)

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Dienstagabend, kurz vor sieben. Dortmund empfing uns mit einer winterlichen KĂ€lte. Vor den TĂŒren des FZW’s erwartete uns eine Menschentraube mit viel Vorfreude auf „White Lies“. Die BĂŒhne der großen Halle war bereits vorbereitet. Lampen im hinteren Teil der BĂŒhne, wirkten auf mich wie Straßenlaternen und ragten bis zur Mitte der BĂŒhne. Es hatte irgendwie den Effekt, als habe man eine Straße auf die BĂŒhne geholt. Das sorgte fĂŒr Neugier. Ebenso spannend fand ich die Vielzahl der verschiedenen Leute, denen wir an diesem Abend begegneten. Es war ein wahres Potpourri an Menschen, die sich bunt mischten und so ein Ganzes ergaben. Es sollte ein englischer Abend werden, rockiges aus London erwartete uns und wir erwarteten es.

PĂŒnktlich um 20.00 h war es dann soweit und „The Duke Spirit“ rockten nach einem „Guten Abend“ die Halle. Die Rockband aus London legte sich mit kraftvollen Beats und einer sehr energiegeladenen SĂ€ngerin gleich von Anfang an richtig ins Zeug. 2003 fand die Band zusammen, die viele musikalische EinflĂŒsse in sich vereint. Sie setzt sich aus Liela Moss, Luke Ford, Toby Butler, Oliver Betts und Marc Sallis zusammen. Das neue Album „Bruiser“ ist seit September 2011 auf dem Markt.

So ĂŒberzeugte „The Duke Spirit“ neben einer beeindruckend vielseitigen Gesangsstimme ebenso, wie mit der Vielzahl an Instrumenten, die den StĂŒcken zusĂ€tzliche Tiefe verliehen. Glockenschelle, Mundharmonika und Klavier wurden ebenso eingesetzt, wie der Wechsel zwischen schnellen und langsamen Beats. Das Publikum erreichte eine kreative Mischung an Musik, von Musikern, die ihre Leidenschaft auf der BĂŒhne auslebten. Eine Band, die sich scheinbar nicht einfach in ein Schema pressen lĂ€sst und durch VielfĂ€ltigkeit auffĂ€llt. Ein kleiner Wermutstropfen war nur der Sound, der dann und wann etwas dröhnend wirkte, dem Publikum aber keineswegs die Stimmung und die Freude am Moment nahm.

Es wurde eifrig hektisch auf der BĂŒhne, da die Umbauphase begann. Die Halle war ebenfalls voller geworden. Viele Leute tummelten sich bereits am Merchandising Stand oder aber sie warteten geduldig auf die „White Lies“. Sie sollten nicht lange warten denn um 21.15 h wurde das Licht in der Halle gedĂ€mmt. Mit einem Applaus und vielen positiven Pfiffen hieß man die Briten willkommen. Die Antwort darauf war, die raumfĂŒllende Stimme von Harry Mc Veigh, die in den Applaus ĂŒberging. Ein genialer Konzertauftakt, der den Eindruck zuließ: Wow, diese Stimme berĂŒhrt Live ebenso wie auf CD. Nach und nach taute das Publikum auf und ging mit. Harry McVeigh, Charles Cave, Jack Lawrence- Brown und Tommy Bowen, der bei Live Auftritten am Keyboard unterstĂŒtzt, waren richtig gut drauf. Sie verfeinerten ihren Auftritt mit dieser guten Stimmung. Das fĂŒnfte Bandmitglied am heutigen Abend, scheint kein fester Bestandteil der Band zu sein.

Jedes Mal wenn Harry McVeigh zu seinen Fans sprach, bejubelten diese ihn ausgelassen. White Lies haben sich 2007 zusammengefunden als Ergebnis einer Abspaltung aus der Band "Fear of Flying". Ihr DebĂŒtalbum „To Lose My Live“ landete gleich 2009 auf Platz eins der UK Charts. Zu Recht! TiefgrĂŒndige Texte, die von prĂ€gnanter Stimme vorgetragen werden und so einfach im Ohr bleiben, ĂŒberzeugen.

So wie auch bei dem Konzert am Dienstagabend in Dortmund. Ab und an war es der Sound, der etwas dröhnte. Dennoch wurde dies durch viele andere Variablen einfach kompensiert. Man hatte den Eindruck, dass die fĂŒnf Briten mehr und mehr in Dortmund ankamen und dies spiegelte sich auch auf das Publikum. Auffallend war, dass die Jungs mit ruhiger Performance, alles auf den Punkt brachten. Herausgestochen ist besonders Drummer Jack Lawrence-Brown, der durch extrovertierte Einlagen aus dem Hintergrund heraustrat. Lichtspielereien setzten SĂ€nger und Drummer zusĂ€tzlich immer wieder in Szene.

Ich glaube einfach jeder konnte an diesem Abend, dieses Konzert auf seine eigene persönliche Art genießen. Ob tanzend, ruhig zuhörend oder mitfeiernd fĂŒr all das gab es Raum. So war es Schade, dass die Zeit so schnell ein Ende fand. Nach einer guten Stunde war es schon vorbei. Doch die Briten ließen es sich nicht nehmen auf Bitten der Fans drei Zugaben zum Besten zu geben. Dabei hatte man noch einmal einen sehr intensiven Eindruck und brachte das Konzert zu einem schönen Abschluss.

Eine weitere stilvolle abschließende Geste war, dass White Lies sich bei den Fans und The Duke Spirit bedankten. Mit einer gemeinsamen Verbeugung entließen uns die White Lies in den Abend und hinterließen schöne Erinnerungen an ein wunderbares Konzert.

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Bandfotos.

White Lies:

The Duke Spirit:

Autorin: Stephanie Brockhaus
Fotos: Marcus Nathofer

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