HOOVERPHONIC & HOUSES – NL-Heerlen, Parkstad Limburg Theater (01.12.2011)

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Die Band „Houses“ aus Amsterdam verfolgt einen alternativen Indiepop-Stil und besteht aus den fünf Mitgliedern Jeroen Roelofsen, Manuel van den Berg, Ella van der Woude, Tobias Ponsioen & Gijs Loots. Ihre erste EP „End Of Story“ enthält zwei richtig gute Songs („Stay With Me“ & „Suicide”), die bei einigen Radiostationen häufig zum Einsatz kommen. Daher –und wegen ihrer steigenden Bekanntheit- wurde es endlich Zeit für ein richtiges Album. Das Debütalbum „Clean Life“ erschien am 19.09.2011 und enthält alle Songs der EP, aber auch neues Material. Ihre Songs sind zerbrechlich, intim, aber auch zum Teil druckvoll wie zum Beispiel „Red Tears“. Doch heute ist alles live und falls ihr euch fragt, ob das Ganze auch zerbrechlich, empfindlich und doch zur gleichen Zeit druckvoll auf der Bühne daher kommt: Ja, tut es!

Es gibt heute mit „Stay with Me” und „Suicide” zwei Songs der Debüt-EP und vier weitere Songs vom Album zu hören. Der Auftritt selbst ist nach einigen vorherigen Dates der letzte als Support Act für Hooverphonic. Und bei so viel Professionalität könnte ich mir gut vorstellen, dass es nicht mehr lange dauert, bis Houses künftig selbst Mainact einer Tour sein werden.

Setlist:
01. A way home
02. Thousands of Suns
03. Stay with me
04. Remember
05. Red tears
06. Suicide

Für Hooverphonic begann es schon gleich zu Beginn im Jahr 1995 sehr gut und über all die kommenden Jahre hinweg hatten Hooverphonic mehrere Hits in den Charts. Zwar vornehmlich in Belgien, aber auch zum Teil weltweit und mit dem Album „The Magnificent Three“ kam der endgültige Durchbruch. Noémie Wolffs ist mittlerweile die fünfte Sängerin der Band, da die vorherige Frontfrau Geike Arnaert Hooverphonic nach zehn Jahren zugunsten einer Solokarriere verließ.

Ein Bandmitglied nach dem anderen betritt die Bühne, bevor alle Augen auf Noémie warten. In vollkommener Dunkelheit kann man ihre Stimme zunächst lediglich hören und als sie dann die Bühne betritt, erhellt Selbige sich. Los geht es mit „One Two Three“, einem von sieben Songs, die sie heute vom „The Night Before“ Album spielen werden. Noémie macht einen tollen Job, besitzt sie doch eine Stimme mit sehr vielen Nuancen. Selbst in Momenten, in denen sie nur vom Keyboard begleitet wird, begeistert sie ihr Publikum mit der Klarheit ihrer Stimme, wovon vor allem das Massive Attack Cover „Unfinished Sympathy“ zeugen kann. Das Massive Attack Original ist einfach nur wundervoll und es gehört schon eine Menge Mut dazu, es zu covern. Und weil Hooverphonic es so gut machen, ist das Publikum hier besonders leise und lauscht dem Song andächtig.

Letztens hatte die Band gemeinsam mit einem großen Orchester performt, heute besteht die Untermalung „nur“ aus Violine, Keyboard, Gitarre, Bass und Drums, was den Sound der Band aber auch schon vollkommen macht. In dieser gelassenen Atmosphäre ist es ein optisches Vergnügen auf hohem musikalischem Niveau und mit vielen bekannten Songs.

Es ist der erste Auftritt für Hooverphonic in Heerlen und Alex Callier war daher vor dem Auftritt sehr aufgeregt. Und er war auch sehr überrascht, dass Bands ihren gesamten Truck in das Venue fahren können und diesen mit einem Aufzug in die zweite Etage fahren können, um das Equipment dort in aller Ruhe zu entladen. Ja richtig gelesen, der ganze Truck passt in den Aufzug! Wirklich ein ganz besonderer Service der Bands hier geboten wird. Schön auch, dass Gitarrist Raymond Geerts heute seinen Geburtstag feiert, was vom Publikum entsprechend mit einem Ständchen gewürdigt wird.

Übrigens haben Hooverphonic ein Limited Edition Box Set ihres Debütalbums “A New Stereophonic Sound Spectacular” veröffentlicht, das exklusiv über ihre Homepage vertrieben wird. Alex Callier sagt dazu, dass man von nun an jedes Jahr eine Deluxe Box eines älteren Albums herausbringen möchte, in den nächsten 15 Jahren wisst ihr also, was ihr mit eurem Geld anstellen könnt 😉

Setlist:
01. One two three
02. The night before
03. Heart broken
04. Club Montepulciano
05. The last thing
06. 2 Wicky
07. Anger never dies
08. Unfinished Sympathy
09. Expedition Impossible
10. George’s café
11. The world is mine
12. Jackie Cane
13. Mad about you
14. Sometimes
15. Vinegar & Salt (Z)
16. Eden (Z)
17. Renaissance affaire (Z)
18. Danger zone (ZZ)
19. How can you sleep (ZZ)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Bandfotos.

Hooverphonic:

Houses:

Photos: Roger op den Camp
Review: Monique Rijksen

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