AULETTA & LIQUID LIGHTNING – Krefeld, Kufa (30.11.2011)

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Am Mittwochabend fanden wir uns in Krefeld in der Kulturfabrik ein. In der kleinen Halle der Kufa war bereits alles fĂŒr Auletta vorbereitet. Das BĂŒhnenbanner trug den Titel „Liquid- Auletta- Lightning“. Auletta war in der Mitte zu lesen, Liquid fand sich links davon und Lightning war rechts davon.

Im vorderen Bereich der BĂŒhne war ein recht junges Publikum vorzufinden, weiter hinten standen die etwas Ă€lteren Zuhörer. Das ist wichtig zu erwĂ€hnen, denn im Laufe des Auftritts mischte sich dies und das Alter spielte gar keine Rolle mehr. Um 20.05 h schossen die fĂŒnf Bandmitglieder von Liquid Lightning auf die BĂŒhne.

Die Band aus DĂŒsseldorf besteht aus: Davis Kirkendall, Tim Potz, Daniel Hofstadt, Oliver Dlugosch und Markus Zoll. Seit 2007 besteht diese Band, die schon einige Preise abgerĂ€umt hat. Uns erwartete „Elektro Rock“, mit dem Begriff wird die musikalische Richtung der FĂŒnf hĂ€ufig beschrieben. Davis Kirkendall tobt sich auf der BĂŒhne aus und zieht die Fans mit. Die Erscheinung des SĂ€ngers allein fĂ€llt schon auf, da er mehrere TraumfĂ€nger mit sich trĂ€gt. FĂŒr mich ergibt sich aus diesem Bild der Eindruck, dass er sein Publikum packen und mitreißen möchte und genau dies gelingt von der ersten Minute an. Mit lockerer Leichtigkeit und fröhlicher Ausstrahlung wird man mit in der Welt der fĂŒnf DĂŒsseldorfer gezogen. Freche SprĂŒche zwischen den Songs und eine SelbstverstĂ€ndlichkeit die begeistert, begeisterte uns von Liquid Lightning. Die Band möchte ansprechen und lĂ€dt zum Mitmachen ein, dafĂŒr eigens mitgebrachte Knicklichter werden dem Publikum zugeworfen. So wird es noch etwas bunter in der Kufa. Songs wie „We Are Electric“, „You Want It All“ und „Sun“ machen richtig, richtig Spaß und neugierig auf das DebĂŒtalbum. Sie bleiben im Herzen, verleihen ein zufriedenes LĂ€cheln sowie ein GefĂŒhl von Leichtigkeit. Zwei Gratissongs kann man sich bereits jetzt schon von der Bandhomepage herunterladen um die Wartezeit auf das Album zu verkĂŒrzen. Wie Wirbelwinde rocken die Musiker und fegen ĂŒber die BĂŒhne und Fans hinweg. Werden eben noch Anweisungen zum Mittanzen und Mitsingen gegeben, hĂŒpft der SĂ€nger im nĂ€chsten Moment ins Publikum und tanzt mit seinen Fans. Sympathisch bedanken sie sich immer wieder beim Zuhörer. Wir bedanken uns fĂŒr einen quirligen und erfrischenden Auftritt.

Um 20.55 h war es an der Zeit Auletta zu begrĂŒĂŸen.

2005 fand sich die Band in Mainz zusammen. Alex Zwick, Martin Kloos, Daniel Juschzak, Chris Stiller und Jusch (Johannes Juschzak), sind Auletta. 2009 erschien ihr DebĂŒtalbum „Pöbelei und Poesie“, das nah dem englischen Gitarrenpop zugeschrieben wurde. Das aktuelle Album „Make Love Work“, das im August diesen Jahres veröffentlicht wurde, grenzt sich davon ab und birgt eine weite Vielfalt. Mit Rock, Pop, Hip Hop, House und sogar Gospel EinflĂŒssen verwöhnt uns hierbei die Band.

Nah am BĂŒhnenrand mit Sprechgesang startet SĂ€nger Alex, das Krefelder Konzert. Eine gekonnte Aktion mit der Auletta diesem Abend einleiteten. Deutsche Texte begeistern bei Auletta den Zuhörer und lassen dank der Wortmalerei, viele verschiedene Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen. Am heutigen Mittwochabend in Krefeld war die Stimmung von Anfang an fabelhaft ausgelassen. Herrlich lebendig wirkten die StĂŒcke und vereinten Musik und Aussage mit frechem Charme. Zwischen den Songs gab Alex Anekdoten zum Besten, in denen er auch immer wieder mit dem Publikum spielte und dieses mit in die Show einbaute. So ließ er es tanzen oder aber hielt zwischenzeitlich einem Fan das Mikro entgegen, der prompt fĂŒr ihn weitersang.

Auletta fĂŒhrten gekonnt durch den Abend und leiteten die Lieder ebenso gekonnt ein. Sie verzichteten kurzerhand auf Nebel, damit man einander sehen konnte. Die Band ließ zeitweise die Setlist von Fans aus dem Publikum ansagen. So viel Offenheit kam gut an. Mitgerissen begannen die Zuschauer bei den schnelleren Liedern zu tanzen und bei den ruhigeren StĂŒcken hörte sie bedĂ€chtig zu. Die Jungs hatten ebenfalls sichtlich Spaß auf der BĂŒhne und bewiesen Humor. Zum Beispiel als Alex nicht sofort ein Reim auf Krefeld einfiel, den er in dem Liedtext von „Im Westen“ verwenden wollte. Oder aber die drei Songs, die zu einer Trilogie zusammengefasst wurden und denen er eine lustige Geschichte anheftete, die er noch dazu fantasievoll ausschmĂŒckte: „Wochenendendlosigkeit“, „Gold“ und „Underwater Love“.

Ein besonderes Highlight war auch die Sonnenbrillenaktion. Dabei wollte sich eigentlich nur Alex eine Sonnenbrille aus dem Publikum leihen. Kurzerhand nahm einer der Gitarristen auch eine entgegen und setzte sie auf. Wobei er damit eine gewisse Ähnlichkeit mit Heino bekam. Dies kommentierte Alex und so nahm der Scherz seinen Lauf.

Auletta bedankten sich zwischen den StĂŒcken immer wieder bei den Fans. Und diese bedankten sich fĂŒr den schönen abwechslungsreichen Abend mit viel Applaus und Getöse. Mit „Make Love Work“ verabschiedeten sich die Mainzer. Nach dem Lied verließ Alex die BĂŒhne, wĂ€hrend die anderen Bandmitglieder mit den Fans applaudierten.

Mit drei Zugaben rundeten sie einen sehr gelungenen Konzertabend ab. Und dieser hinterlÀsst nicht nur einen bleibenden Eindruck, sondern auch die Lust auf sehr viel mehr.

Setlist:
01. Sommerdiebe
02. Schlagt Alarm
03. Im Westen
04. Tanz FĂŒr Mich
05. Wochenendendlosigkeit
06. Gold
07. Underwater Love
08. Heimatmelodie
09. Roboter
10. Bye Bye Traurigkeit
11. Alles Was Ich Bin
12. Make Love Work
13. L.d.g.Z.r. (Z)
14. Ein Engel Kein König (Z)
15. Meine Stadt (Z)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Bandfotos.

Auletta:

Liquid Lightning:

Autorin: Stephanie Brockhaus
Fotos: Marcus Nathofer

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