The Cure – Bestival Live 2011

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9 Bewertung

10 Bewertung 2

ZunĂ€chst setzt Jubel der anwesenden Festivalbesucher als Zeichen der großen Freude dabei zu sein ein, doch sobald die ersten Drumbeats sich beim „Plainsong“ mit KeyboardklĂ€ngen vermischen, macht es sich ein wohliger Schauer auch auf der Haut des CD-Hörers daheim bequem und man ist bereit ganz tief in die neueste Veröffentlichung aus dem Hause The Cure hinab zu tauchen. „Bestival Live 2011“ nennt sich das Live-Doppelalbum, das zum ersten Mal ĂŒberhaupt eine komplette The Cure Show auf TontrĂ€ger abbildet. Ganze 2,5 Stunden stand die Band, die mittlerweile sogar wieder mit Ur-Keyboarder Roger O’Donnell auftritt, auf der BĂŒhne der Isle Of Wight und performt hier ganze 32 Songs aus allen Phasen ihrer großartigen Karriere. Vermisst hat man die Band in den letzten Jahren und so war das Interesse natĂŒrlich besonders groß, als die Band verkĂŒndete, 2011 einzelne Auftritte zu absolvieren. Der Auftritt als Headliner des Bestival Festivals war dabei einer von nur zwei Konzerten in Europa.

Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell es The Cure schaffen, einen sprichwörtlichen Heilungsprozess im Gehörgang des Fans einzuleiten. Hier auf einzelne Songs einzugehen erĂŒbrigt sich, denn die Band ĂŒberzeugt bei Hits wie „Friday I’m In Love“, „Lullaby“ oder „A Forest“ ebenso wie bei All-Time-Favorites der Marke „A Night Like This“, „Play For Today“, „Jumping Someone Else’s Train“ und „10:15 Saturday Night“ oder eher unbekannteren Songs wie „Open“, „The Only One“ und dem Klassiker “Grinding Halt”. Sogar „The Caterpillar“ gehört hier erstmals nach 20 Jahren wieder zum Set, was fĂŒr die anwesenden Fans sicher etwas ganz Besonderes war. Das Repertoire der Briten erscheint schier unendlich und irgendwie schaffen sie es, dass einem auch auf voller LĂ€nge niemals langweilig wird, sondern man stets gebannt den KlĂ€ngen lauscht und sich selbst zurĂŒck in eine Konzertarena versetzt um den fĂŒnf vor dem inneren Auge zuzusehen. Besonders wenn es dunkel ist und man sich allein auf akustische Reize konzentrieren kann, entfalten die Songs ihre gesamte Schönheit und AtmosphĂ€re. Sie lechzen geradezu danach, sich auf sie einzulassen und sie nicht nur als Fahrstuhlmusik dahin vegetieren zu lassen. Dabei bleiben The Cure stets abwechslungsreich und auf höchstem Niveau. Die Arrangements von Songs insbesondere der „Disintegration-Ära“ sind ausgefeilt und versetzen einem einen warmen Schauer, wĂ€hrend Songs aus den Anfangstagen der Band eher noch PunkeinflĂŒsse durchblicken lassen. Diese hat man sich vornehmlich fĂŒr das Ende aufgespart, wobei die erste Single ĂŒberhaupt „Killing An Arab“ (hier: Killing Another“) nach ganzen 12 (!!) Zugaben fĂŒr den umjubelten Abschluss des Konzerts sorgt.

Übrigens gehen die gesamten Erlöse der CD-VerkĂ€ufe an den Isle Of Wight Youth Trust, eine gemeinnĂŒtzige, unabhĂ€ngige und professionelle Organisation, die seit siebenundzwanzig Jahren junge Menschen unter 25 auf der Isle of Wight berĂ€t und unterstĂŒtzt. So tut man mit dem Kauf dieser beeindruckenden Konzertscheibe nicht nur seinen Ohren, sondern auch einem caritativen Zweck etwas Gutes. Also „Auf! Auf! Verwöhne deine Ohren!”

Tracklist CD1:
01. Plainsong
02. Open
03. Fascination Street
04. A Night Like This
05. The End Of The World
06. Lovesong
07. Just Like Heaven
08. The Only One
09. The Walk
10. Push
11. Friday I’m In Love
12. Inbetween Days
13. Play For Today
14. A Forest
15. Primary
16. Shake Dog Shake

Tracklist CD2:
01. The Hungry Ghost
02. One Hundred Years
03. End
04. Disintegration
Encore1:
05. Lullaby
06. The Lovecats
07. The Caterpillar
08. Close To Me
09. Hot Hot Hot!!!
10. Let’s Go To Bed
11. Why Can’t I Be You?
Encore 2:
12. Boys Don’t Cry
13. Jumping Someone Else’s Train
14. Grinding Halt
15. 10:15 Saturday Night
16. Killing Another (Killing An Arab)

Autor: Michael Gamon

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