OPETH, die Meister des symphonischen Progressive Rocks kommen nach Köln

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Seit zwei Jahrzehnten geh√∂ren Opeth zu den beeindruckendsten und spannendsten Protagonisten der skandinavischen Rock- und Heavy Metal-Szene. Exkursionen in k√ľnstlerische Randgebiete verbinden sich bei ihnen mit stetig wachsendem, kommerziellem Erfolg. Dem Quintett, das spielerisch zwischen Death Metal, Progressive Metal und Alternative Rock wechselt, gelang es 2008 mit seinem neunten Studioalbum ‚ÄěWatershed‚Äú, erneut die Charts zu erobern: Top 30-Platzierungen in den USA, Deutschland, der Schweiz sowie in ganz Skandinavien sprechen eine deutliche Sprache. Nun erscheint im Herbst 2011 ihr neues, zehntes Album, mit dem sie anschlie√üend auf Europa-Tournee gehen. Die deutschen Stationen dieser Tour zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember sind M√ľnchen, Stuttgart, K√∂ln, Berlin und Hamburg.

Es wäre falsch zu behaupten, dass Opeth die alleinige Herzensangelegenheit von Sänger und Gitarrist Mikael Åkerfeldt sind. Andererseits ist der ausgezeichnete Sänger, der die gesamte stimmliche Klaviatur zwischen zartem Balladengesang und brachialen Growls beherrscht, die einzige Konstante im Line-up der Schweden. Opeth verdanken ihre außergewöhnliche Kreativität und facettenreiche Vielseitigkeit somit auch dem Umstand, dass fast jedes ihrer Alben in einer anderen Besetzung entstand.

So lieferte die Gruppe bis heute h√∂chst unterschiedliche Werke ab: Von volumin√∂sen Konzeptalben wie ‚ÄěMy Arms, Your Hearse‚Äú (1998) und ‚ÄěStill Life‚Äú (1999) √ľber gewaltige Death Metal-Scheiben wie ‚ÄěMorningrise‚Äú (1996) und geschmackvoll ausufernde Progressive Rock-Platten wie ‚ÄěBlackwater Park‚Äú (2001) bis hin zu den zwei getrennt ver√∂ffentlichten, jedoch zeitgleich eingespielten CDs ‚ÄěDeliverance‚Äú und ‚ÄěDamnation‚Äú (2003). Hierauf loteten Opeth die beiden Enden ihres Kosmos in brillanter Weise aus. W√§hrend ‚ÄěDeliverance‚Äú ein betont hartes Black Metal-Album mit angsteinfl√∂√üenden Leadstimmen ist, verbirgt sich hinter ‚ÄěDamnation‚Äú ein instrumentales, sph√§riges Ambient-Rock-Kunstwerk.

Dabei begannen Opeth, die 1989 aus den Resten der Heavy Metal-Coverband Eruption hervorgingen, als recht traditionelle Death Metal-Truppe. Schon bald entdeckte Bandleader √Ökerfeldt seinen Hang zu einer k√ľnstlerischen, bezugsoffeneren Arbeitsweise und lud neben st√§ndig neuen Musikern immer wieder andere Stile und Klangelemente in den Opeth-Soundwall ein. Seine Hartn√§ckigkeit wurde belohnt. Mit ‚ÄěBlackwater Park‚Äú gelang Opeth 2001 der Durchbruch. Seither z√§hlen sie zu den kreativsten harten Acts Europas.

Zum 20. Geburtstag g√∂nnte sich die Band ein au√üergew√∂hnliches Ereignis: In weltweit sechs ausgew√§hlten Locations gaben Opeth ein eigens einstudiertes Set von mehr als zwei Stunden Spielzeit zum Besten. Im ersten Teil performten sie ihr brillantes Durchbruchswerk ‚ÄěBlackwater Park‚Äú. Danach boten sie einen Streifzug durch ihr gesamtes Schaffen und spielten dabei auch Lieblingssongs ihrer Fans, die man zuvor noch nie live h√∂ren konnte.

Das Ergebnis dieser besonderen Abende kann man sich seit September 2010 auch nach Hause holen: Ihr Konzert in der Royal Albert Hall erschien weltweit als CD und DVD ‚Äď und markierte damit den bisherigen Live-H√∂hepunkt von Opeth. Im Januar 2011 enterte die Band erneut ein Studio, um das zehnte, f√ľr Herbst angek√ľndigte neue Album einzuspielen. Und dies zum letzten Mal in der seit nunmehr f√ľnf Jahren konstanten Besetzung aus Mikael √Ökerfeldt, Fredrik √Ökesson (Gitarre), Martin Mendez (Bass), Martin Axenrot (Drums) und Per Wiberg (Keyboards). Denn zum Ende der Aufnahmen gab Per Wiberg seinen Ausstieg bekannt, ein neuer Keyboarder wird derzeit eingearbeitet.


01.12.2011 Köln, Essigfabrik


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