KMFDM / CRYO / ARMY OF THE UNIVERSE – Oberhausen, Kulttempel (13.11.2011)

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Gegen 19.00 h erreichten wir den Kulttempel in Oberhausen. Vielleicht dem einen oder anderen noch besser bekannt als das alte Saint. Es war schön, die RĂ€umlichkeiten mal wieder zu sehen und festzustellen, dass sie so erhalten geblieben sind, wie man sie noch kannte. Der Kulttempel war gleich zu Beginn schon gut gefĂŒllt. Das Publikum verteilte sich jedoch mehr im hinteren Bereich. Der BĂŒhnenbereich war recht leer und so hatten wir auch keine Not ganz nach vorne zu gelangen. In erster Reihe quasi. Vielleicht lag das daran, dass „Necro Facility“ kurzfristig aus KrankheitsgrĂŒnden absagen mussten.

So bekamen Army Of The Universe, die Chance sich zu prĂ€sentieren. Die MailĂ€nderband wurde 2008 gegrĂŒndet. Die Mitglieder der Industrialband sind Albert Vorne, Lord K und Davil. Im August 2011 tourten sie bereits mit KMFDM.

Um 19.30 h betrat die Band Fahne schwenkend die BĂŒhne und schon legten sie los. Es versprach ein wirklich guter Auftritt zu werden. Die eindrucksvolle Stimme von SĂ€nger Albert Vorne passte perfekt in die Location. Auch die Art und Weise wie sich die Band auf der BĂŒhne gab wirkte toll. Ein kleiner Wermutstropfen, der sich durch alle drei Bands an diesem Abend durchzog, war allerdings das wenige Licht mit dem man sich begnĂŒgen musste und der Sound, der etwas besser hĂ€tte sein können. Davon abgesehen, die Band legte sich ins Zeug. So spielte der SĂ€nger mit dem Mikrofon, schlang sich wie nebenbei das Kabel um den Hals und zog sich wĂ€hrend der Show sogar aus. Ruhig MĂ€dels…nur das Oberteil fiel. :o) Dann performte er mit einem umgelegten Pelzkragen. Sie schafften es Stimmung aufzubauen und lockten einige Leute etwas weiter vor, sodass sich der BĂŒhnenraum nun etwas fĂŒllte. Leichte EinflĂŒsse von NIN machten sich bemerkbar, wobei sie einen eigenen Stil vertraten.

Cryo begannen um 20.20 h mit zwei Stimmen aber nur einem Mann auf der BĂŒhne. Das fiel sofort auf und machte neugierig. Mitten im Lied trat dann auch der zweite SĂ€nger auf die BĂŒhne. Mit viel Energie wurde direkt Stimmung gemacht und dem Publikum eingeheizt. Der BĂŒhnenraum fĂŒllte sich weiter und es fiel auf, dass es auch im Kulttemel voller geworden war. 2002 wurde Cryo von Martin Rudefelt gegrĂŒndet. Auf der BĂŒhne arbeitet Martin mit Torny Gottberg zusammen, dem Mann fĂŒr Schlagzeug, Keyboard und Zweitstimme.

Der Auftritt wurde von einer Leinwand untermalt, die im Hintergrund verschiedene Szenen und Ausschnitte aus anderen Auftritten oder Videos zeigte. Auf der Galerie sammelten sich nach und nach auch die Zuschauer. Die Industrial Elektroband machte aufmerksam und sagte das, was sie zu sagen hatten untermalt mit Videomaterial.

KMFDM rockte schließlich ab 21.20 h die BĂŒhne. Nun war das Publikum vollends aufgetaut und begrĂŒĂŸte die Band mit einer völlig ausgelassenen Stimmung. Nebelig und dĂŒster so begann der Auftritt. Mit grotesken Bewegungen und Posings, lauter Musik und lauten Stimmen gaben die Musiker Vollgas.

1984 wurde die Band, von Sascha Konietzko und Udo Sturm gegrĂŒndet. Die aktuelle Besetzung besteht aus Sascha Konietzko, Lucia Cifarelli, die fĂŒr den Gesang stehen, Jules Hogson, Steve White an den Gitarren und Andy Selway am Schlagzeug.

Eine Mischung aus hĂ€rteren und weicheren Beats im Wechsel, gaben an dem Abend gewaltig einen auf die Ohren. Der Raum vor der BĂŒhne war nun ausgelastet, denn jeder wollte diesen Auftritt sehen und nichts verpassen. Es war interessant zu beobachten wie unterschiedlich die Zuschauer dabei vorgingen. So pogten die einen ausgelassen auf der TanzflĂ€che, wĂ€hrend andere eher ruhig und aufmerksam den harten Beats folgten. Erreicht hat die „Industrial Rock Band“ ausnahmslos jeden an diesem Abend in Oberhausen.

WĂ€hrend einiger Lieder trat noch ein weiterer GastsĂ€nger auf die BĂŒhne und fĂŒgte sich ein, in das absolut runde und surreale Erlebnis dieses Abends. Auch als der Schlagzeuger Probleme mit dem Schlagzeug hatte, machten die Musiker weiter und so fiel dies auch gar nicht weiter ins Gewicht, sondern wurde einfach behoben.

So plötzlich wie es begonnen hatte schien es dann auch wieder vorbei zu sein. Da das Publikum jedoch nicht gewillt war zu gehen, holten sie KMFDM mit Zugabengesuchen zurĂŒck auf die BĂŒhne. Mit vier Zugaben endete das wirklich beeindruckende Konzert dann aber endgĂŒltig um 22.20 h

Setlist (Original von Setlist abgeschrieben):
01. Krank
02. Amnesia
03. Bait & Switch
04. Tohuvabohu
05. Potz Blitz
06. Looking For Strange
07. Spectre
08. Megalomaniac
09. Rebels In Kontrol
10. Drug Against War
11. Attak/ Reload
12. Hau Ruck
13. WW III (Z)
14. D.I.Y. (Z)
15. Day Of Light (ZZ)
16. Godlike (ZZ)

Bilder des Konzerts befinden sich in unserer Konzertfotos Sektion (Bildkommentare sind durch Anklicken der Sprechblase möglich) oder direkt durch Anklicken der jeweiligen Bandfotos.

KMFDM:

Cryo:

Army Of The Universe:

Autorin: Stephanie Brockhaus
Fotos: Marcus Nathofer

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