Vision Talk – Distances

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Unsere Bewertung

7 Bewertung

Vision Talk – Distances (Limited Edition)



Vision Talk sind Richard Flow (vocals, lyrics, music), Krister Petersson (music, mixer), Alecx Kincaid (music, lyrics) und Karin Hallberg (backing-Vocals). Die Schweden haben mit Distances nun ihr drittes Fulltime Album herausgebracht und auch dieses Mal geht die Rezeptur auf. Schöne Melodien, viel 80s Flair mit einem Schuss Italodisco und guter Gesang. Stilistisch erinnert das natürlich an große Vorbilder wie Elegant Machinery und S.P.O.C.K – typisch schwedisch eben. „The Zone of Silence“ zeigt direkt die Marschrichtung der CD an und man beginnt sofort, mit den Füßen zu wippen und spätestens bei der Single „Unlike“, weiß man: ja, wir befinden uns im elektronisch-poppigen Ikea Laden für schöne Harmonien und gefälligen Gesang. Karins Background Vocals passen sich gut der Stimme Richards an und ergeben ein harmonisch-wohliges Gefühl. Sehr schön ist der Track „The Machine“ mit seinen analogen Sounds und gut programmierten Beats, bei dem endlich Karin im Vordergrund steht und somit das Album gekonnt auffrischt. Hier und da blitzt auch eine Portion Erasure auf, was nicht nur an dem typischen Synthiesound liegt, auch Richards Organ lädt zum Vergleich zu Andy Bells Stimme ein. Bei „The Loner geht es dann wieder etwas ruhiger zu und irgendwie hat man hier das Gefühl, eine Art Reprise von „Unlike“ zu hören, sind beide Refrains fast deckungsgleich. Bei „Mj-12“ verhält es sich ähnlich, dazu kommt leider der unpassend rotzige Gesang Richards. Ein echter „Skip-Track“ also. Das Melodie-Recycling geht auch bei „By my Side“ weiter (dieses Mal ist es die Strophe), aber „World in Motion“ haut es dann wieder raus: megakitschig, zuckersüß und lieblich. Erinnerungen an das 80er Stück „When the Rain begins to fall“ kommen hoch. Ein schöner Abschluss der CD.

Die Bonustracks des Albums lohnen sich allemal. Die guten Remixer wie u.a. Parralox und People Theatre (Der französische „Schlafwandler“ Peter Rainman) machen ihre Sache gut, drücken ihren eigenen Stempel auf und erschaffen interessante Neuinterpretationen der Stücke.

Fazit: Schweden Synthiepop par excellence mit hohem Spaßfaktor, wenn man das einseitige Songwriting ausblendet.

Diese CD könnte Euch gefallen, wenn ihr auf Elegant Machinery und Zuckerwatte steht.

Tracklist:
01. Intro
02. The Zone Of Silence
03. Unlike
04. Safe And Sound
05. Promises
06. The Machine
07. Infrared Love
08. The Loner
09. Mj-12
10. By My Side
11. World In Motion
12. Promises (Parralox Remix)
13. Unlike (Daybehavior Remix)
14. The Loner (F.P. Remix)
15. By My Side (Extended)
16. Unlike (People Theatre’S Devision Mix)
17. The Loner (Parralox Remix)

Autor: Frank Stienen


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